Tobias Schmidt, angenehm

Unterhalten & Unternehmen – DAS kann er!

Wenn er Gas gibt und seinen Emotionen freien Lauf lässt, kann schon mal eine ganze Halle in Stimmung kommen. Das Gerät, dass sich Tobi Schmidt im Alter von 6 Jahren von seinem ersten hart zusammengesparten Taschengeld gekauft hat, ist heute sein treuer Wegbegleiter und gleichzeitig sein wichtigstes Arbeitstool als Moderator: das Mikrofon. Im Gespräch nahm uns Tobi mit auf eine kleine Reise durch seine noch junge, sehr erfolgreiche Karriere.

cropped-1574944695-bildschirmfoto-2019-11-13-um-10.10.28
Bild: Tobias Schmidt
TRENDYone: Nimm uns doch mal kurz mit auf Deinen bisherigen Lebenslauf..

Tobias Schmidt: Ich habe als Kind mit niemandem gesprochen, weil ich so schüchtern war. Ich kam allerdings früh als Schlagzeuger auf die Bühnen unserer Region und irgendwann wurde ich mutiger. Später kam sogar ein Plattenvertrag und eine Deutschland Tour hinzu. Ich machte mein Abitur am St. Anna Gymnasium, trat als DJ im Augsburger Nachtleben auf und gründete meine erste eigene Firma - die „Tobias Schmidt Events“. Außerdem begann ich gleichzeitig mein Radiopraktikum bei Radio Fantasy. Erst saß ich an der Hotline für Blitzer und Verkehr, bald wurde ich Reporter. Danach ging´s nach Mannheim zu Radio sunshine live. Dort wurde ich als Moderator eingestellt, obwohl ich eigentlich noch gar keine richtige Moderationserfahrung mitbringen konnte. Meine erste Radiosendung habe ich richtig „in den Sand gesetzt“. Der Programmchef sah aber mein Potenzial und ich durfte anfangen. Ich zog über Nacht nach Mannheim und übernahm nach kurzer Zeit für gut 1,5 Jahre die Morningshow. Danach entschied ich mich dazu, meine zweijährige Ausbildung zum Radiomoderator in Augsburg bei hitradio rt1 nachzuholen. Seit dem arbeitete ich abwechselnd bei Radio, TV oder auch am Schreibtisch: ich gründete zudem eine Werbeagentur, ein Stadtportal und eine Produktionsfirma. 

Geschäftlich hast Du ja aktuell etwas Neues am Laufen…. 

Right. Ich selbst sehe mich immer als Unterhalter und Unternehmer. Das sind meine beiden Standbeine. Unternehmertum ist für mich in erster Linie einmal, etwas zu unternehmen. Und ich liebe es, etwas zu unternehmen. Gerade gründe ich ein Start-Up, das sich weltweit um den Umweltschutz kümmern wird. Das Ziel ist, Umweltschutz zum Mainstream zu machen. Das klingt vielleicht heavy. Aber mich macht es wütend, dass sich bisher keiner ein System oder ein Produkt überlegt hat, wie man als einzelner Mensch etwas schnell und einfach und günstig für den Klimaschutz tun kann. Mehr möchte ich noch nicht verraten. Anfang 2020 soll das Ganze dann an den Start gehen. Aktuell forstet unsere Firma aber schon Teile des Regenwaldes in Brasilien auf, reinigt das Meer von Plastik. Wir schaffen Wohnräume in Cardamom und schützen Tiere in Tansania. Bitte entschuldige den Ausdruck, aber es kotzt mich an, dass alle reden oder demonstrieren aber niemand tut. Ich tu jetzt was und nutze meine Möglichkeiten. 

Wie kamst Du eigentlich dazu, Moderator zu werden? 

Die Geschichte beginnt in meiner Kindheit. Ich spielte mit der alten Stereoanlage meines Papas DJ, mixte Michael Jackson Kassetten und bemerkte, dass zwischen dem Titel in Deck A und Deck B immer eine blöde Pause entstand. Ich hatte ja keinen DJ-Mixer. Also sparte ich mein ganzes Taschengeld und kaufte mir ein Mikrophon, um zukünftig die Songs anzukündigen und damit die Pausen zu füllen. So entwickelte ich meine erste kleine „Tobi Schmidt Show“ im Kinderzimmer und meine Eltern mussten zuhören. Ich wollte schon immer Moderator werden, große Shows moderieren und Menschen dabei begeistern. Radio faszinierte mich dabei besonders und tut es auch heute noch. Als Eventmoderator berührt es mich, alle Reaktionen und Emotionen in life mitzuerleben und in meinem „Fahrtenbuch Podcast - dem Podcast für deinen Weg“ treffe ich spannende Persönlichkeiten zum Interview. I love my Job! 

Für welche Anlässe buchen Dich Deine Kunden als Event-Moderator? 

Für jegliche Events. Gala-Veranstaltungen oder Automotive Präsentationen, Kongresse in ganz Deutschland oder hier in Augsburg für große Anlässe auf dem Rathausplatz. Ich sage zu, was mir Spaß macht und freue mich auf jedes Event. Jeder Anwesende verdient gute Unterhaltung und ein Gefühl von „hier bin ich gerade genau richtig“. Das ist mein Anspruch. 

Was verbindet Dich mit Augsburg u. der Region? 

Alles. Ich mag hier einfach alles. Ich finde, ich habe ein riesengroßes Glück, in Augsburg aufgewachsen zu sein. Es gibt meiner Meinung nach keine schönere Stadt dafür. Mittlerweile bin ich Job-bedingt in ganz Deutschland unterwegs, reise viel und lerne dadurch ein zweites Gefühl verbunden mit Augsburg kennen: „Das Zurückkommen-dürfen- Gefühl“. Hier ist mein Elternhaus und meine kleine Schwester (die gar nicht mehr so klein ist). Hier sind Freunde aus Schulzeiten. Hier ist mein Herz, Bauch und mein Zuhause. 

Was hebt Dich von anderen Moderatoren ab? 

Dass ich es ernst meine. Denn wenn ich Spaß habe, dann habe ich wirklich Spaß und das sieht man mir in diesem Moment auch an. Es gibt unglaublich viele Moderatoren mit zwei Persönlichkeiten, so einer bin ich nicht. Ich glaube das macht mich einzigartig. Die Feedbacks, die ich bekomme bestätigen mir das. Ich bin kein investigativer Journalist, kein Profisprecher, kein Markus Lanz. Aber ich habe eine ehrliche Freude und eine gewisse Leichtigkeit, die viele Menschen ansteckt. Das verbinde ich mit mittlerweile jahrelanger Erfahrung, immer professionellem Auftreten und sehr viel Einfühlungsvermögen. Du als Moderator musst derjenige mit der höchsten Energie im Raum sein, wenn du auf der Bühne stehst. Im Radio musst du eine Art unsichtbare Empathie entwickeln, um zu verstehen, was gerade im Alltag deiner Hörer passiert. Und in meinem „Fahrtenbuch Podcast“ stelle ich Fragen, die sich sonst niemand zu fragen traut. 

Wo soll Dich Dein Weg in Zukunft hinführen?

Ich habe mich das letzte Jahr sehr intensiv mit dieser Frage beschäftigt. Da kommen Fragen auf wie „Was kann ich wirklich richtig richtig gut? Machst du nicht zu viel, Tobi? Was kann ich anderen mitgeben? Und warum bin ich überhaupt hier?“ Dabei habe ich nochmal gemerkt, dass ich wahnsinnig gerne gebe, Menschen stark mache oder sie mit meiner Lebenslust anstecke. Auf diesem Werte-Gerüst baue ich auch meine Zukunft auf. Ich werde weiterhin viel und gerne moderieren, Menschen zusammenbringen oder sie auch einfach mal „nur“ zum Lachen bringen. Parallel gehe ich aber auch tiefer, halte Vorträge über unsere Projekte zum Klimaschutz und berate Unternehmen. Ich gehe in jeglicher Hinsicht in eine nachhaltigere Richtung. Das was ich denke und versuche zu bewegen soll auch mal länger bleiben als nur eine Radiosekunde.