Trump will mit neuer KI-Initiative wissenschaftliche Durchbrüche fördern

Die US-Regierung will mit einer neuen Initiative die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) in der wissenschaftlichen Forschung fördern. Präsident Donald Trump unterzeichnete am Montag ein Dekret zum Start der "Genesis Mission". Das Energieministerium wurde mit dem Aufbau einer KI-Plattform zur Vernetzung sogenannter Supercomputer mit Forschungseinrichtungen und den wissenschaftlichen Datenbanken der Bundesbehörden beauftragt. Dadurch sollen Entwicklungen in verschiedenen Bereichen wie der Kernfusion oder der Herstellung von Halbleitern beschleunigt werden.

Die USA befänden sich in einem Wettlauf um die "globale technische Vorherrschaft bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz", heißt es in dem Dekret. Die Künstliche Intelligenz sei ein entscheidender Faktor für "wissenschaftliche Entdeckungen und wirtschaftliches Wachstum".

Die Plattform soll binnen neuen Monaten einsatzfähig sein, um das erste von 20 großen Forschungsvorhaben anzugehen, die auf einer vom Energieministerium auszuarbeitenden Liste stehen werden. Sie sollen sich mit den Themen wie Biotechnologie, Atomenergie, Quantencomputern oder Halbleitern befassen.

Der Zugang zu KI-Ressourcen könne zu "unglaublichen" wissenschaftlichen Fortschritten führen, sagte US-Energieminister Chris Wright. Nach seinen Angaben gehören Chiphersteller wie Nvidia und AMD sowie Cloud-Anbieter wie Dell und Hewlett Packard Enterprise zu den Partnern der "Genesis Mission".

Am Montag hatte der US-Internetkonzern Amazon angekündigt, 50 Milliarden Dollar (rund 43 Milliarden Euro) in Infrastruktur der US-Behörden für KI zu investieren. Das Weiße Haus gab auf Anfrage keine Stellungnahme dazu ab, ob dies mit dem nun angekündigten KI-Projekt in Zusammenhang steht.