Vor 50 Jahren ging die erste Rettungsleitstelle in Schwaben in Krumbach in Betrieb

cropped-1771240759-2026-0061foto---vor-50-jahren-ging-die-erste-rettungsleitstelle-in-schwaben-in-krumbach-in-betriebp014841282
Bild: Benjamin Sigmund / Landratsamt Günzburg
Vor genau 50 Jahren ging die Rettungsleitstelle in Krumbach als erste Rettungsleitstelle in Schwaben in Betrieb. Anfangs wurden über die Leitstelle der Rettungsdienst und der Krankentransport koordiniert. In den vergangenen fünf Jahrzehnten ist sie in die Integrierte Leitstelle (ILS) übergegangen, die heute für 512.000 Menschen zuständig ist.

Die erste Leitstelle in Schwaben wurde am 12. Februar 1976 vom damaligen Bayerischen Innenminister Dr. Bruno Merk in Betrieb genommen. Die 50 Jahre alte Urkunde wurde bei einer kleinen Jubiläums-Feier nun dem Günzburger Landrat und Verbandsvorsitzenden des ZRF Donau-Iller, Hans Reichhart, überreicht. „Vor 50 Jahren begann hier in Krumbach eine Geschichte der Einsatzbereitschaft. Ich bin vor allem den Mitarbeitern sehr dankbar, die mit ihrem Engagement, Fachwissen und Menschlichkeit unverzichtbar sind. Ihre Arbeit rettet Leben – jeden Tag“, betont Landrat Hans Reichhart.

Die erste Rettungsleitstelle in Krumbach war zunächst im BRK-Altersheim untergebracht. Von 1987 bis 2010 befand sich die Leitstelle mit fünf Arbeitsplätzen in der Lichtensteinstraße. Mit der Einführung des europaweiten Notrufs 112 wurden die Alarmierungsstellen der Feuerwehren sowie die Rettungsleitstellen zu integrierten Leitstellen (ILS) für Feuerwehr und Rettungsdienst zusammengelegt und die ehemaligen Rettungszweckverbände wurden zu Zweckverbänden für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung umgestaltet. Den Auftrag für den Betrieb der ILS Donau-Iller erhielt die Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes in München.

Am 17. Oktober 2010 nahm zunächst die Rettungsleitstelle ihre Arbeit in den neuen Räumlichkeiten in der Burgauer Straße in Krumbach auf. Am 8. November 2011 erfolgte dann mit der Übernahme der Alarmierung der Feuerwehren die Inbetriebnahme der ILS Donau-Iller als Integrierte Leitstelle. Dort stehen sieben Einsatzleitplätze und sechs Ausnahmeabfrageplätze für Großschadenslagen zur Verfügung. Je nach Tageszeit sind zwischen drei und sieben Disponentinnen und Disponenten im Dienst. Die Leitstelle ist rund um die Uhr unter der 112 zu erreichen.

Die ILS Donau-Iller ist zuständig für die Landkreise Günzburg, Neu-Ulm und Unterallgäu sowie die kreisfreie Stadt Memmingen. In diesem Gebiet leben aktuell rund 512.000 Menschen auf einer Fläche von 2.576 km². Tagsüber sind an 15 Standorten 19 Rettungswagen im Dienst, nachts sind an elf Standorten 13 Rettungswagen einsatzbereit. Ab dem 1. April 2026 stehen mit der Inbetriebnahme der neuen Stellplätze in Ettenbeuren und Illerberg tagsüber 21 Rettungswagen zur Verfügung. Rund um die Uhr sind an acht Standorten Notarzteinsatzfahrzeuge einsatzbereit. Der Verbandsvorsitzende des ZRF Donau-Iller ist der Landrat des Landkreises Günzburg, Dr. Hans Reichhart; sein Stellvertreter ist der Landrat des Landkreises Unterallgäu, Alex Eder.