Wissen macht stark: mamazone e.V. lädt zum 26. Brustkrebskongress „Projekt Diplompatientin“ nach Augsburg
Brustkrebs verstehen, mitreden und bei Therapieentscheidungen selbstbestimmt handeln: Dafür steht das „Projekt Diplompatientinnen“ von mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V. seit vielen Jahren. Am Freitag, 9. Oktober, und Samstag, 10. Oktober 2026 findet der traditionsreiche Brustkrebskongress zum 26. Mal statt. Veranstaltungsort ist das Universitätsklinikum Augsburg.
Unter dem Motto „Brustkrebs gemeinsam verstehen – handeln und weitersagen!“ bringt mamazone in Kooperation mit Allianz gegen Brustkrebs e.V. Patientinnen und Angehörige unmittelbar mit Fachleuten aus Medizin, Wissenschaft und Gesundheitswesen zusammen.
Rund 20 Vorträge, Workshops und interaktive Formate vermitteln aktuelles Wissen verständlich und praxisnah. Dabei geht es nicht allein um medizinische Fakten: Der Kongress möchte Patientinnen darin stärken, Fragen zu stellen, Informa6onen einzuordnen und Entscheidungen über ihre Behandlung aktiv mitzugestalten.
Das „Projekt Diplompatientinnen“ richtet sich an Frauen in allen Phasen einer Brustkrebserkrankung: von der Erstdiagnose über Therapie und Nachsorge bis zur metastasierten Erkrankung. Eingeladen sind ebenso Angehörige, Selbsthilfegruppen sowie Ärztinnen, Ärzte, Pflegekräfte und andere Fachkräfte des Gesundheitswesens, die für die Teilnahme am Kongress zertifizierte Fortbildungspunkte erhalten.
Das Programm am 9./10.10.2026
Freitag: Künstliche Intelligenz verstehen und selbstbestimmt nutzen
Der erste Kongresstag steht unter dem Leitgedanken „KI im Gesundheitswesen – Möglichkeiten verstehen, Grenzen erkennen, selbstbestimmt nutzen“.
Wie kann Künstliche Intelligenz die Früherkennung und Therapieentscheidung bei Brustkrebs verbessern? Welche Möglichkeiten bieten ChatGPT und andere KI-Anwendungen Patientinnen bei der Suche nach verständlichen Gesundheitsinformationen? Und wo liegen Risiken und Grenzen?
Zu den Höhepunkten des Freitags gehört der Vortrag von Prof. Dr. Eva M. Fallenberg vom TUM Universitätsklinikum Rechts der Isar über den Einsatz von KI bei Früherkennung und Therapieentscheidungen. Prof. Dr. Tobias D. Gantner zeigt, wie Patientenerfahrungen mithilfe von KI nutzbar gemacht und Patientenkompetenz gestärkt werden kann. Dr. Babett Baraniec, Gründerin des Krebs-Campus, widmet sich der praktischen Frage, wie ChatGPT & Co. als Gesundheits-Coach eingesetzt werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der aktiven Beteiligung von Patientinnen an Therapieentscheidungen. In Workshops und interaktiven Sessions geht es unter anderem um Shared Decision Making, Patientenerfahrungen mit KI sowie Chancen und Risiken von Social Media im Gesundheitsbereich.
Auch klassische medizinische Themen kommen nicht zu kurz: Prof. Dr. Wolfgang Janni, Direktor der Frauenklinik am Universitätsklinikum Ulm, eröffnet das fachliche Programm mit einem Blick auf leitliniengerechte Behandlung, Therapiekompetenz und Lebensqualität und stellt dabei auch Erkenntnisse der SURVIVE-Studie vor.
Den Tag beschließen die mamazone-Mitgliederversammlung und ein gemeinsamer Abend, der Raum für persönliche Begegnungen und Gespräche bietet.
Samstag: Neue Therapien und Versorgung aus Sicht der Patientinnen
Am Samstag richtet sich der Blick unter dem Leitgedanken „Medizinische Schwerpunkte & patientenzentrierte Versorgung“ auf aktuelle medizinische Entwicklungen und Fragen, die Patientinnen im Alltag besonders beschäftigen.
Dr. Jacqueline Sagasser vom Universitätsklinikum Augsburg spricht über veränderte Therapiestrategien bei Brustkrebs und damit verbundene neue Nebenwirkungen. Prof. Dr. Tanja Fehm vom Universitätsklinikum Düsseldorf gibt ein Update zu den AGO-Empfehlungen 2026 und damit zu neuen Erkenntnissen und Behandlungsstandards in der Brustkrebsmedizin.
Wie eine Versorgung aussehen müsste, die sich tatsächlich an den Bedürfnissen von Patientinnen orientiert, thematisiert Annette Kruse-Keirath vom Vorstand der Allianz gegen Brustkrebs e.V. Ein weiterer Programmpunkt beschäftigt sich mit einem Thema, das besonders jüngere Brustkrebspatientinnen betrifft: Dr. Daniela Mischitz vom Kinderwunschzentrum Augsburg informiert über den Erhalt der Fruchtbarkeit und die Möglichkeit einer Schwangerschaft nach einer Chemotherapie.
Besonders viel Raum für individuelle Fragen bietet die „Sprechstunde“: In mehreren rotierenden Sessions können die Teilnehmerinnen direkt mit medizinischen Expertinnen ins Gespräch kommen.
Weitere Akzente setzt der Kongress mit einem Vortrag über die therapeutische Bedeutung von Schlaf bei Brustkrebs sowie der Bekanntgabe und Verleihung des Busenfreund-Awards 2026, mit dem mamazone besonderes Engagement für Brustkrebspatientinnen und Brustkrebsforschung würdigt.
Wissen und Begegnung vor Ort
Der Kongress findet 2026 ausschließlich als Präsenzveranstaltung statt. Eine Online- Übertragung ist nicht vorgesehen. Damit setzt mamazone bewusst auf den persönlichen Austausch: Fragen an Referentinnen und Referenten, Gespräche in den Pausen und Begegnungen mit anderen Betroffenen gehören seit jeher zu den zentralen Elementen des „Projekts Diplompatientinnen“.
Die Teilnahme kostet für Nicht-Mitglieder 55 Euro, für Mitglieder von mamazone e.V. ist sie kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldeschluss ist der 7. Oktober 2026 um 12 Uhr.
Alle Infos zum Kongress, Programm und Anmeldung unter www.mamazone.de/projekt-diplompatientinnen
Termin: 9. und 10. Oktober 2026
Ort: Universitätsklinikum Augsburg, Stenglinstraße 2, 86156 Augsburg
Veranstalter:
mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V. In Kooperation mit: Allianz gegen Brustkrebs e.V.







