130 Unterallgäuer Sportlerinnen und Sportler sowie 33 Mannschaften für ihre Leistungen 2025 ausgezeichnet

Disziplin, Ausdauer und vor allem Spaß

Unterallgäu. Schon im Alter von elf Jahren war Olympia ihr Ziel. Dafür hat die Sportlerin, die bei der Unterallgäuer Sportlerehrung als Überraschungsgast auftrat, hart gearbeitet: Während andere Jugendliche zu Partys gingen, verbrachte sie ihre Zeit hauptsächlich mit Schule und Training. Aber die Freude am Sport hat sie nie verloren. Und das war auch ihr Rat an die Geehrten: „Habt Spaß bei dem, was ihr tut!“

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Am Schluss versammelten sich alle Sportlerinnen und Sportler zum Gruppenfoto.Bild: Eva Büchele/Landratsamt Unterallgäu
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130 Sportlerinnen und Sportler und 33 Mannschaften haben Landrat Alex Eder und Benjamin Adelwarth, Kreisvorsitzender des Bayerischen Landes-Sportverbands, für ihre Leistungen im Jahr 2025 ausgezeichnet - schwäbische, bayerische und deutsche Meister waren darunter. „Sie haben Disziplin und Ausdauer bewiesen“, betonte Eder. Doch beim Sport zähle für ihn nicht nur die individuelle Leistung, sondern Sport sei auch wichtig für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, würdigte der Landrat den Einsatz der Unterallgäuer Sportvereine. Adelwarth betonte, in der Regel stehe hinter jeder Leistung ein ganzes Team.
Deshalb zeichneten Eder und Adelwarth nicht nur erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler aus, sondern auch zwei Personen, die viel im Hintergrund organisieren und lenken - Martin Loracher, seit über 35 Jahren als Fußballer beim TSV 1863 Kirchheim aktiv, und Thomas Wegst, von Kindesbeinen an Mitglied im TSV Bad Wörishofen - engagiert unter anderem als Vorsitzender, Trainer und Kampfrichter.
Während den Ehrungen gaben die Turnerinnen vom TSV Markt Wald und vom TSV Mindelheim eine Kostprobe ihres Könnens. Später zeigten die Hiphop-Tänzerinnen Penélope Pflaum und Yade Usmann noch einige coole Moves. Dann warteten alle gespannt auf den Überraschungsgast. Heuer war das die ehemalige Rennrodlerin und Bobfahrerin Susi Erdmann. Die 58-Jährige wohnt seit einigen Jahren im Unterallgäu. Ihre drei Olympischen Medaillen (Bronze in Albertville, Silber in Lillehammer und Bronze in Salt Lake City) hatte sie sogar dabei. Außerdem kann sie auf neun Weltmeistertitel sowie diverse weitere Erfolge beim Rennrodeln und im Zweierbob zurückblicken. Die Sportlerinnen und Sportler lauschten gespannt, als Erdmann von ihrem Weg berichtete: Im Hartz in der ehemaligen DDR aufgewachsen, entwickelte sie bald eine Leidenschaft für Geschwindigkeit und Fliehkraft. Im Alter von zwölf Jahren wechselte Erdmann auf die Sportschule. Sie betonte, nicht nur hartes Training sei ausschlaggebend für den Erfolg: Selbstreflexion sei ebenso wichtig. Man müsse aus Niederlagen lernen. Erdmann hob hervor, sie wünsche sich für den Sport wieder einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft.
Natürlich gab sie am Ende unzählige Autogramme und die Sportler hatten sogar die Gelegenheit, auch mal eine olympische Medaille in die Hand zu nehmen.
Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten gleich zwei Bands - „Fullerland“ und „Skies and Rivers“.

Über die Unterallgäuer Sportlerehrung:
Die Sportlerehrung im Landkreis Unterallgäu gibt es seit 50 Jahren. Seit 1982 gibt es jedes Jahr eine eigene Sportlerehrungsmedaille, auf der bis 1994 das Wappen des Landkreises zu sehen war. Seit 1995 ist darauf ein bekanntes Unterallgäuer Bauwerk abgebildet. In diesem Jahr ist es die Wallfahrtskirche Maria Steinbach/Legau. Zum 50. Geburtstag der Sportlerehrung wurden heuer alle Medaillen im Forum ausgestellt. Seit vielen Jahren gestaltet Klaus Walter die Medaillen.