Agenten-Lifestyle für Raúl Richter

Der Hauptdarsteller von „Mission Indestructible“ im Interview

Raúl Richter spielt die Hauptrolle im neuen Streifen "Mission Indestructible". Wir haben den ehemaligen GZSZ-Liebling für euch interviewt und erfahren, wie es sich anfühlt ein Agent zu sein, was er von Augsburg hält und ob er ein mutiger Stuntman wäre.

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Raúl Richter als Agent bei Mission Indestructible
Raúl, wie ist es denn mal einen Agenten zu spielen? Das ist ja der Traum von vielen Schauspielern.

Ich glaub jeder junge Mann hat mal den Wunsch einen Agenten zu spielen, die Vorbilder wie Tom Cruise gibt es ja – Mission Impossible und so. Und wir sind mit Mission Indestructible nicht weit weg davon (lacht). Also klar ist das eine Ehre und ich wollte sowas schon immer mal machen. Jetzt hat es endlich geklappt und vielleicht auch nicht nur einmal. Vielleicht gibt es ja auch noch einen dritten Teil, wer weiß.

Die Begeisterung ist also anscheinend groß? Waren die Dreharbeiten so gut?

Also das Ganze ist ja eigentlich ein Imagefilm. Aber so einen Imagefilm habe ich auch noch nie gesehen. Und ich glaube die Ambitionen der Firma Hydro-Tech, nach diesem jetzigen 45 Minüter ist tatsächlich ein 90 Minüter und einen Teil 3 aufzustellen.

Diese Rollen des coolen Agenten, das ist doch eigentlich das komplette Gegenstück zu deiner damaligen GZSZ-Rolle, oder?

Ja also, Dominik war natürlich alles andere als ein Agent. Wobei auch diese Rolle hatte Höhen und Tiefen und hat so einiges durchlebt. Aber natürlich kann man die beiden Rollen nicht miteinander vergleichen.

Wenn man mal einen Blick in deine Filmografie wirft, dann liest man schon auch Action. Alarm für Cobra 11, Soko 5113 – und dann wieder Rosamunde Pilcher. Wie passt das denn zusammen?

Das ist der Beruf des Schauspielers, das man immer wieder in neue Rollen schlüpft und unterschiedliche Charaktere spielt. Ich weiß, man wird gerne mal in so eine Schublade gesteckt, das finde ich in gewissem Maße auch okay. Mit Rosamunde Pilcher, Cobra 11 und dem jetzigen Projekt hat man natürlich krasse Gegensätze. Aber genau deshalb bin ich Schauspieler geworden.

Du willst also gar nicht in einem Genre bleiben und möchtest lieber querbeet weitermachen?

Ich weiß, ich werde gerne bei schönen seichten Samstagabendfilmen besetzt. Das ist vollkommen okay. Mir machen jedoch diese Actionsachen auch mega Spaß und ich möchte es schon allein wegen des Kontrasts machen. Deshalb will ich das so weitermachen wie bisher.

Hast du dich auf die Agentenrolle noch irgendwie besonders vorbereitet?

Wenn man dafür zum Beispiel andere Filme anschaut, dann versucht man irgendwie immer nur jemanden zu kopieren. Dabei soll man ja seine eigene Note reinbringen. Ich habe also viel mit dem Regisseur geredet, wir haben viel mit dem Drehbuch gearbeitet und haben uns dann so langsam da reingefunden. Man muss dazu sagen, das ist eine kleine Filmfirma, da steckt so viel Leidenschaft drin, so viele Animationen, alles wurde selbst hergestellt. Wenn man weiß, was in Hollywood für so etwas Geld ausgegeben wird, weil das echt aufwendig ist – und wir haben das hier im beschaulichen Augsburg gedreht und produziert. Also dafür Hut ab!

War das dein erstes Projekt mit Marcel Cornelius von Corneliusfilms?

Ja das war mein erstes Projekt. Aber er ist sehr besonders. „Knack und back“ das ist sein Spruch . Aber das Schöne ist: Er ist wirklich absolut mit Herzblut dabei. Er schwärmt und hat Spaß bei der Sache, arbeitet mit dir, kommt zu den Schauspielern. Und ist im Übrigen auch ein Regisseur, der sich auch mal auf Vorschläge von Schauspielern einlässt, das kommt auch nicht so oft vor. Man hat zusammen den Film erarbeitet, das war besonders.

Hattest du dann auch mal Zeit in Augsburg unterwegs zu sein?

Leider nein, ich war eigentlich nur zum Schlafen wirklich in der Stadt. Ich war dann abends mal ein bisschen weg und hab auch einmal mit meiner eigenen Drohne ein kleines Augsburg-Video gedreht. Konnte man auf meinem Instagram-Channel sehen. Sah wirklich sehr schön aus von oben.

Hast du die actionreichen Szenen eigentlich alle selbst gespielt?

Es gab tatsächlich ein Double. Allerdings aus Zeitgründen, da ich nicht alles selbst drehen konnte.

Du würdest die Stunts also selbst drehen, wenn es die Zeit zulassen würde?

Natürlich. Ich glaube Tom Cruise macht seine Stunts auch selbst oder? Dann mache ich die auch selbst (lacht).

Was sind denn deine nächsten Projekte?

Ich drehe gerade eine Webserie - Single Diaries - in München, da spiele ich einen der Hauptdarsteller. Die Serie ist von Pro7/Sat1 und wird erstmal im Web zu sehen sein, vielleicht danach im Fernesehen.

Vielen Dank Raúl für das nette Interview!