Allgäuer Benefizlauf im Rahmen der 70. „Allgäuer Festwoche"

«Gemeinsam läuft's»

Kempten…Halbzeit auf der Allgäuer Festwoche und die Gesichter der Verantwortlichen zeigen sich zufrieden. „Bis auf den verregneten Montag sind wir mit dem Besucherandrang sehr zufrieden und denken die Gesamtbesucherzahl wird sich im Bereich der letzten Jahre einpendeln.", sagt die Festwochenleiterin und Geschäftsführerin der Veranstaltungsmanagement GmbH Martina Dufner-Wucher. Traditionell findet an Mariä Himmelfahrt der Benfizlauf zu Gunsten der Stiftung für Körperbehinderte statt. „Gemeinsam läuft's", so das Motto des diesjährigen 14. Allgäuer Benefizlaufes, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung mitliefen, mitrollten oder mitschoben. Vier attraktive Rundstrecken von 5 bis 43 km standen für die Jogger, Walker, Radler oder Rollifahrer zur Auswahl, die eigens von Lauflegende Georg Hieble aussgesucht wurden.

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Noch bis zum Ende der „Allgäuer Festwoche" können die Besucher im Zelt der Stadt Kempten neben dem Kinderkarussell ihre Meinung zur geplanten Stadtseilbahn kundtun.Bild: Jörg Spielberg
Waltenhofen - Partner des Benefizlaufs

Partner des Allgäuer Benefizlaufes war in diesem Jahr die Gemeinde Waltenhofen. Angeführt von Bürgermeister Eckhard Harscher nahmen viele Vereine, Organisationen und Firmen aus der Gemeinde Waltenhofen teil. Wie immer auch mit dabei die Läufer des Lions Club Kempten-Buchenberg, die u.a. mit ihrem „Lions meets Rollies Lauf" am Laufsporttag jedes Mal ein sportliches Zeichen für gelebte Inlusion setzen. Auch heuer waren viele Mitglieder des Serviceclub Lions Club Kempten-Oberallgäu Laufpaten für Menschen mit Behinderung. Nach der sportlichen Aktivität am Vormittag luden die Mitglieder des Service Clubs einige der Menschen mit Behinderung zu einem gemütlichen Rundgang über die Allgäuer Festwoche ein.

Die Stadtseilbahn

Auf großes Interesse stösst in diesem Jahr ein Zelt der Stadt Kempten. In diesem präsentiert die Stadt den Besuchern noch einmal die Ergebnisse des 2017 beschlossenen „Mobiltätskonzepts 2030". Zur Erarbeitung des Konzepts waren im Jahr 2017 neben den Bürgern viele Organisationen, zuständige Referate der Stadt, Stadträte und Parteien eingeladen worden. Es sollten Wege aus der bestehenden Krise innerstädtischer Mobiltät, respektive Immobiltät, gefunden werden. Nachdem das „Mobiltätskonzept 2030" im Frühjahr 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, kam nun aus Reihen der CSU-Stadtratsfraktion der Vorschlag zum Bau einer Stadtseilbahn. Besucher des Zeltes sind deshalb aufgerufen, ihre Meinung zur geplanten Stadtseilbahn kundzutun und an eine Pinnwand zu stecken. Viele kamen der Einladung nach und das vollgesteckte Board zeigt, dass das Thema die Menschen polarisiert: Viel Zuspruch, aber auch viel Kritik an der schleppenden Umsetzung der im „Mobiltätskonzept 2030" gesteckten Ziele. Eines wird ganz klar: Die Menschen in Kempten wollen ggfs. eine Stadtseilbahn, aber nicht als Ersatz sondern nur als Ergänzung zum ÖPNV.