Allgäuer Brauhaus baut zweite Abfüllanlage

Aus Eins wird Zwei

Auch in schwierigen Zeiten investiert man bei der bekanntesten Allgäuer Brauerei, dem Allgäuer Brauhaus, in die Zukunft. Mit einem Investitionsvolumen von geplant 16 Mio. Euro ensteht an der bestehenden Braustätte der Brauerei in Marktoberdorf eine zweite Abfüllanlage samt Hallenneubau. Am Montag, den 7.September wurde der erste symbolische Spatenstich des Großprojektes unter der Anwesenheit von Maria Rita Zinnecker, Landrätin Ostallgäu, Dr. Wolfgang Hell, Bürgermeister Marktoberdorf und Wolfgang Hannig, 2. Bürgermeister Marktoberdorf vollzogen.

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Angetreten zum Spatenstich, v.l.n.r.: Thomas Wieczorek, Betriebsleiter; Heinz Christ, Vorstand; Wolfgang Hannig, 2. Bürgermeister; Maria Rita Zinnecker, Landrätin OAL; Dr...Bild: Jörg Spielberg
Treue zum Standort Allgäu

Selbstbewusst und motiviert geht das Allgäuer Brauhaus ein Großprojekt an: Mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund 16 Millionen Euro wird die Traditionsbrauerei ihre Braustätte in Marktoberdorf um eine zweite Flaschenabfüllanlage erweitern und somit ihre Leistungsfähigkeit absichern. Das Bauvorhaben schließt einen Hallenneubau ein und soll bis zum Sommer 2021 abgeschlossen sein. „Wir setzen ein klares Bekenntnis zur Heimatregion Allgäu.", so Vorstand Heinz Christ. „Wir stehen vor einer unserer größten Investitionen in unsere Technik und Logistik.", fährt der Vorstand fort und ergänzt: „Das ist ein positives Signal - gerade auch in einer Zeit, in der Deutschland vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie steht und insbesondere der Biermarkt massive Absatzrückgänge verkraften muss."



Mit Büble Bier ins Schwarze

Trotzdem hält die Traditionsbrauerei an ihrem Vorhaben fest, ihre Braustätte auszubauen und damit ihre Zukunftsfähigkeit zu festigen. Betriebsleiter Thomas Wieczorek: „Herzstück unseres Bauvorhabens ist die Installation einer zweiten Abfülllinie, die auf Bügelflaschen spezialisiert ist und dabei modernste Technik mit höchster Effienzienz vereint, um bestmögliche Qualität ressourcenschonend zu erreichen." Vor allem die erfolgreiche Entwicklung der „Allgäuer Büble Biere" ist ursächlich für das Großprojekt. In den vergangenen Jahren hatte die Bügelspezialität stets prozentual zweitstellige Zuwächse in einem tendenziell rückläufigen Biermarkt verzeichnet. Vorstand Heinz Christ: „ Auch wenn die Corona-Krise das Absatzwachstum gebremst hat, wollen wir uns weiterhin dem anspruchsvollen Wettbewerb stellen - und der setzt bei saisonalen Spitzen eine durchgehende Lieferfähigkeit voraus, in die wir nun mit einer zweiten Abfüllanlage investieren. Diese bringt mit einer Kapazität von 24.000 Flaschen pro Stunde erhebliche Entlastung für die bisher - und auch weiterhin - genutzte erste Abfüllinie, die mit maximal 28.000 Flaschen pro Stunde dauerhaft an der Kapazitätsgrenze läuft.