Allgäuer Grüne für „Allgäubahn"

«Weg vom Diesel»

Die Kemptener Stadtratsfraktion und die Oberallgäuer Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen kamen zu einer digital abgehaltenen Versammlung zusammen, um gemeinsame Projekte weiter voran zu treiben. Die Oberallgäuer Kreissprecherin der Grünen, Christina Mader, fasste die Ergebnisse des Online-Meetings in einer Pressemitteilung zusammen:

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Die Grünen im Allgäu sprechen sich für eine Elektrifizierung der Bahntrassen im Allgäu aus.Bild: Pixabay
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Grüne Stadtratsfraktion und Kreistagsfraktion für Elektrifizierung der Allgäuer Bahntrassen, Verbesserung der digitalen Infrastruktur an Allgäuer Schulen und das Voranbringen der Öko-Modellregion Allgäu

Ganz oben auf der Tagesordnung stand der Austausch zur digitalen Ausstattung der Schulen in der Corona-Pandemie. Die jeweiligen Experten in den Fraktionen vermerkten, dass noch nicht alle Fördergelder, die durch die verschiedenen Förderprogramme zur Verfügung stehen, tatsächlich abgerufen wurden. Einig waren sich die Fraktionsmitglieder, dass Verzögerungen und Schwierigkeiten beim digitalen Unterricht meist nicht an den vorhandenen Kapazitäten der Geräte selbst liegt, sondern vielmehr an den fehlenden Kapazitäten, diese mit den aktuellen Software-Programmen einzurichten. „Besonders bei der Unterstützung durch IT-Fachkräfte herrscht sowohl in der Stadt als auch im Oberallgäu ein hoher Bedarf – sowohl zeitlich als auch fachlich, da müssen die Schulen noch mehr gestärkt werden,“ fordert Thomas Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Kemptener Stadtratsfraktion.

Eines der wichtigsten gemeinsamen Projekte ist die „Allgäubahn“. Beide Fraktionen werden dieses Thema verstärkt in die politische Diskussion einbringen. Denn sowohl in Kempten als auch im Oberallgäu gibt es viel Bewegung in der Frage, wie das Zukunftsthema Mobilität neugestaltet werden kann. „Wenn man die Allgäubahn umsetzt, muss klar sein, dass das sinnvollerweise nur gleichzeitig mit einer Elektrifizierung des Allgäus gedacht werden kann“, so der Landtagsvizepräsident Thomas Gehring. 

In wenigen Monaten steht die Entscheidung zur Verlängerung des Projekts der Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten an. Die Öko-Modellregion ist Baustein eines zukunftsweisenden Programms, das das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bereits 2013 ins Leben gerufen hat.  Die Öko-Modellregion Oberallgäu Kempten hat bereits eine große Bandbreite an Projekten in den Bereichen der Erzeugung und Verarbeitung über die Vermarktung und Gemeinschaftsverpflegung bis hin zur Bildung umgesetzt. „Dieses erfolgreiche Modell muss weitergeführt werden. Gerade bei uns im Oberallgäu gibt es einen hohen Anteil an Bio-Betrieben. Wir als Grüne setzen uns weiterhin dafür ein, die regionale Wertschöpfung zu stärken,“ betont die Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion Christina Mader und hebt die Bedeutung der Ökomodellregion in ihrer Vernetzungsfunktion hervor: „Wirtschaftlichkeit muss hier nicht angestrebt werden, hier geht es darum, die Region zukunftsweisend mit vielen Akteuren zu gestalten.“