Den ersten großen Sprung der eigenen Karriere richtig landen

Beruflich durchstarten!

Vergleicht man die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt mit einer Zeit vor etwa 15 Jahren, hat sich über die Jahre eine massive Entwicklung ergeben: Die Machtverhältnisse zwischen Unternehmen und Arbeitssuchenden sind gekippt. Neben weiteren Faktoren, wie beispielsweise der Erhöhung des Mindestlohns ist der Arbeitsmarkt für Arbeitnehmer so attraktiv wie noch nie. 

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Arbeitgeber in der Überzahl

Aufgrund des Ideenreichtums der Gesellschaft sowie neuartiger, moderner Technik und Entwicklungen sind im Laufe der Zeit immer mehr Start-Ups und Unternehmen gegründet worden. In jeder Branche sprießen junge Köpfe aus der Erde, die ihre Ideen auf dem Markt einbringen möchten. Eine der daraus resultierenden Folgen ist, dass es immer mehr Firmen gibt, die Arbeitsplätze anbieten und sogar aktiv nach Mitarbeitern suchen, um den eigenen Erfolg zu sichern. Mittlerweile hat das ein Ausmaß angenommen, bei dem es mehr Arbeitsplätze als Arbeiter gibt. Eine weitere Folge ist die aktuell niedrige Arbeitslosenquote, die sich einerseits positiv auf das BIP auswirkt, andererseits auch die Anzahl der Arbeitnehmer weiter in die Höhe treibt.

Mit der richtigen Ausbildung die Karriere starten

Zu Beginn der Corona-Pandemie sah es für Ausbildungsbetriebe kritisch aus. Doch mit entsprechenden Fördergeldern des Staates wurden Maßnahmen ergriffen, die jungen Schulabsolventen den Start in den Ausbildungsberuf wieder deutlich leichter gestalteten. Und gerade in 2022, wenn die Covid-Präsenz in den Medien Platz macht für andere Themen aus aller Welt, läuft auch das Angebot an Berufsbildungsmessen, Kennenlern-Aktionen und Orientierungshilfen wieder an. Genau die richtige Zeit, um die Vielfalt der beruflichen Ausbildung kennenzulernen und sich an Unternehmen für einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Fachkräftemangel ist nicht Arbeitskraftmangel

Auch wenn es einen Überhang an Arbeitgebern gibt, bleiben einige Unternehmen dennoch zögerlich bei der Personalauswahl neuer Bewerber. Unter anderem die Pandemiesituation seit 2020 hat dafür gesorgt, dass viele Branchen unter großem Fachkräftemangel leiden, da bisherige Arbeiter gezwungenermaßen die Branche wechseln mussten. Besonders schwer hat es dabei die Gastronomie sowie die Kultur- und Veranstaltungsbranche erwischt. Nicht selten kommt es vor, dass trotz angemessener Hygienekonzepte Großveranstaltungen aufgrund von mangelndem Personal nicht umgesetzt werden können. Dabei handelt es sich nicht um ein Defizit, dass sich mit einfachem Arbeitswillen lösen lässt. Oft ist ein bestimmter Ausbildungsgrad eine Anforderung, die als Arbeitnehmer nachweisbar sein muss. Nachdem schlichtweg bekannt ist, dass gerade diese Bereiche innerhalb der letzten Jahre stark einstecken mussten, ist auch die Motivation vonseiten der Arbeiter entsprechend niedrig, gerade in einer so geschwächten Branche anzufangen. Ein Kreislauf, der ohne Fremdeinwirkung so schnell nicht unterbrochen werden kann.