Die besten Pflegetipps für richtiges Waschen

So wird ihre Kleidung perfekt!

Das Hemd ist plötzlich Rosa, der Pullover passt nicht mehr und der Fleck aus der Jeans geht auch beim fünften Waschgang nicht raus. Für den Einen oder Anderen sind Waschmaschinen und ihre vielen verschiedenen Einstellungen immer noch ein Mysterium. Dabei wäre es gar nicht mal so schwer! Mit ein paar kleinen Tipps kann hier Licht ins Dunkel gebracht werden, sodass kein Waschgang mehr schiefgehen kann.

cropped-1554290814-bildschirmfoto-2019-04-03-um-13.26.22
Bild: adobe.stock

Flüssigwaschmittel vs. Pulverwaschmittel

Der ewige Kampf zwischen den beiden Sorten ist berechtigt, denn sowohl das eine, als auch das andere hat Punkte, die für sich sprechen. Bei Buntwäsche und bei Fettflecken in Kleidung sollte zu Flüssigwaschmittel gegriffen werden, das auf Grund der enthaltenen Tenside in diesem Fall besser wirkt. Im Vergleich können farbige Verschmutzungen in Stoffen besser mit Pulverwaschmittel behandelt werden. Das Pulver eignet sich generell für helle Stoffe, die hygienisch sauber sein sollten, wie Handtücher oder auch Unterwäsche. Doch egal welches Waschmittel verwendet wird: nach Farben sollte unbedingt getrennt werden. Dunkel zu dunkel, weiß zu weiß und bunt niemals dazwischen sortieren.

Und dann Weichspüler dazu?

Natürlich macht Weichspüler die Kleidung flauschiger und angenehmer zu tragen und sorgt dafür, dass sich synthetische Stoffe nicht elektronisch aufladen, was gerade für Frauen mit langen Haaren – diese stehen sonst nämlich gerne zu Berge - grandios ist. Jedoch sollte man im Hinterkopf behalten, dass das nur möglich ist, weil in Weichspüler viele Tenside enthalten sind. Man hat also eine zusätzliche Schicht Chemie die man quasi direkt auf der Haut trägt. Letztendlich kann jeder für sich selbst entscheiden, welcher Punkt ausschlaggebender ist und ob zu Weichspüler gegriffen oder lieber darauf verzichtet werden sollte.

Welche Temperatur ist ideal?

Tatsächlich reichen für so gut wie alle Stoffe und Kleidungsstücke 30 - 40 Grad. Da es aber gut für die Waschmaschine selbst ist, sollte ungefähr einmal im Monat ein 60 Grad - Waschgang stattfinden, so werden nämlich die Bakterien in Trommel und den Schläuchen abgetötet. Am Besten wirft man dann Bettlaken oder Unterwäsche in die Maschine und kombiniert das Ganze mit Pulvervollwaschmittel. Grundsätzlich gilt: die Maximaltemperatur, auf welcher ein Kleidungsstück gewaschen werden kann, kann am Label mit den Pflegehinweisen abgelesen werden. Damit umgeht man auch die Gefahr, dass Wäschestücke eingehen oder ihre Form verlieren. 

Mit wie viel Geschwindigkeit schleudern?

Man denkt im ersten Moment ja: Je höher die Schleuder Anzahl, desto mehr Energie wird auch verbraucht und in der Folge kostet das auch mehr Geld, aber: Trugschluss. Denn wenn die Wäsche noch sehr feucht aus der Maschine kommt, verdunstet das Wasser beim Aufhängen in der Wohnung und kann zu Feuchtigkeit in den Wänden führen. Das ist auf lange Zeit gesehen problematisch, darum: Die ideale Zahl sollte zwischen 1.400 und 1.600 Umdrehungen liegen, was ziemlich viel ist. Doch je trockener die Wäsche beim Herausnehmen aus der Maschine ist, desto besser. Einziger Minuspunkt: Die Kleidung ist auch ein wenig mehr verknittert. 

Wie trocknet man sonst?

Wenn die Wäsche schon sehr trocken aus der Maschine kommt, dauert das Trocknen nicht mehr lange. Die billigste und beste Variante ist natürlich die Wäscheleine im Garten oder der Wäscheständer in der Wohnung. Wer jedoch aus Zeitgründen auf eine schnellere Trocknung angewiesen ist, zum Beispiel wegen Babys im Haushalt, sollte über die Anschaffung eines Trockners nachdenken. Beim Kauf unbedingt auf ein energiesparendes Modell achten (A+++), da die Stromkosten sonst unkontrollierbar in die Höhe schnellen.

Was lieber in die Reinigung sollte…

Manche Stoffe sind für die Waschmaschine eher ungeeignet, zum Beispiel Lederjacken oder -hosen. Die meisten extravaganten und ausgefallenen Stoffe sollten lieber in die Reinigung gebracht werden, bevor sie beim falschen Waschen ruiniert werden, so zum Beispiel auch Seide.  
... oder mit der Hand gewaschen wird

Ein kurzer Blick auf das Etikett verrät bei den meisten Kleidungsstücken, ob sie maschinengeeignet sind oder lieber ganz sanft mit der Hand gewaschen werden sollten. Wer Angst hat diese Kleidung in die Maschine zu werfen und durch das Handwaschprogramm laufen zu lassen, sei unbesorgt: Die meisten dieser Programme sind extra sanft und gewebeschonend und zum Teil sogar besser als die eigene Handwäsche.

Sonderfall Jeans

Manche denken ja immer noch, dass es bei der Jeans besonders viel zu beachten gibt, aber das Gegenteil ist der Fall: Eigentlich ist dieser Stoff unzerstörbar. Wenn man sie linksherum wäscht, wird zwar die Farbe besser behalten, aber durch den neuen Trend des 
Used - Looks kann man sie auch unbesorgt rechtsherum waschen. Die Temperatur spielt auch hierbei keine große Rolle, da der Jeansstoff sogar kochend heißem Wasser Widerstand leisten kann.

Die richtige Reinigung der Maschine

Am besten man reinigt die eigene Maschine etwa alle drei Monate. Dazu einfach das Waschmittelfach herausnehmen und von dem abgelagerten Film befreien. Schon steht weiteren Waschgängen nichts mehr im Weg!