Eine Alternative zum Autokredit? Vor- und Nachteile der Leasingübernahme

Doch was ist ein Leasing überhaupt und lohnt sich eine Leasingübernahme?

Die Mobilität des Einzelnen wird immer wichtiger. Ob für den Arbeitsplatz, den Familienurlaub oder den Großeinkauf für daheim, in vielen Situationen des alltäglichen Lebens ist ein Auto fast unverzichtbar. Doch der Kauf eines Fahrzeugs ist dabei nicht immer zwingend notwendig – dies macht das sogenannte Leasing möglich. Doch was ist ein Leasing überhaupt und lohnt sich eine Leasingübernahme?

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Bild: Adobe Stock
Beim gewöhnlichen Leasing übernimmt der sogenannte Leasingnehmer vom Leasinggeber ein Leasinggegenstand für eine bestimmte Zeit. In diesem Zeitraum muss der Nehmer eine mit dem Geber vereinbarte monatliche Rate zahlen. Nach Ablauf des Vertrages geht der Wagen wieder in den Besitz des Leasinggebers über. Es gibt auch die Möglichkeit, das angemietete Auto nach Ablauf der Zeit zu übernehmen. Mit dem Leasing wird also nur die Fahrzeug-Nutzung finanziert, nicht das Gesamtobjekt an sich.

Die Leasingübernahme

In Fällen, in denen der Leasingnehmer den Leasingvertrag nicht erfüllen kann (bspw. wegen Krankheit, finanziellen Mitteln, einer längeren Reise o.ä.), kann ein Dritter den Vertrag mit Einverständnis des Leasinggebers übernehmen, womit eine Leasingübernahme zustande kommt. Der größte Unterschied ist, dass beim Leasing ein Fabrikneues Fahrzeug mit individueller Ausstattung für Sie zugeschnitten wird. Übernommen wird lediglich das Auto eines anderen, in Gegenleistung dafür werden einem bessere Konditionen angeboten. 

Denn es ist im Interesse des Leasingnehmers und der Leasinggesellschaft, dass der Leasingvertrag bis zum Vertragsende erfüllt wird. Da kommt es ziemlich gelegen, wenn jemand gefunden wird, der den Vertrag bis zum Ende nutzt. Somit ist der alte Leasingnehmer den Vertrag los, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen und der sogenannte „Nach-Leasingnehmer“ bekommt ein relativ neues Auto, zu günstigeren Preisen.

Doch auch hier ist Achtung geboten, denn der neue Leasingnehmer hat keine Wahl bei der Konfiguration des Autos. Zusätzlich wird am Ende der Vertragslaufzeit das Auto gründlich nach Mängeln und Schäden geprüft. Somit muss der Leasingnehmer anfallende Reparaturkosten tragen, egal ob er oder der Vorgänger sie verursacht hat. Deswegen sollte vor einer Übernahme das Fahrzeug von einem Gutachter geprüft und gegebenenfalls die Schäden behoben lassen werden. 

Das richtige Angebot finden

Im Internet gibt es zahlreiche Foren und Börsen, die darauf spezialisiert sind, einen Nach-Leasingnehmer finden. Auch hier ist Vorsicht geboten. Denn bei einer Übernahme fallen meist Gebühren für die Leasingbank an. Zuzüglich entstehen noch Verwaltungsgebühren sowie eine Gebühr für die Restwertabsenkung des Fahrzeugs aufgrund eines weiteren Besitzers. 

Wer das Fahrzeug auch noch längerfristig behalten möchte und mit dem Gedanken spielt, das Auto nach dem Vertrag aufzukaufen, sollte genau darüber nachdenken, vielleicht doch einen neuen Leasingvertrag abzuschließen. Denn hierbei profitiert man von der der völligen Entscheidungsfreiheit und minimiert Risiken.

Wer jedoch nicht über die benötigte Bonität verfügt oder das Automobil nur für einen kurzen Zeitraum benötigt, kann diese Möglichkeit in Erwägung ziehen. In beiden Fällen ist eine gute Planung jedoch essenziell. Denn für spontane oder ausgedehnte Trips mit dem Auto ist die zulässige Kilometerzahl bei Leasingfahrzeugen meist begrenzt.