Faszination Naturwissenschaften und Technik in Ulm

Zehnjähriges Jubiläum

Bereits vor 10 Jahren hat die IHK Ulm die Initiative Faszination Naturwissenschaften und Technik gegründet. Ziel ist es, Kindern entlang der gesamten Bildungskette die Möglichkeit zu geben, sich von naturwissenschaftlichen und technischen Themen begeistern zu lassen.

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Bild: Armin Buhl/IHK Ulm
Um dieses Ziel zu erreichen, werden Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte im Bereich frühkindlicher Bildung sowie für Lehrkräfte an Grundschulen und allen weiterführenden Schulen durchgeführt. Rund 4300 Erzieherinnen und Erzieher sowie 1700 Lehrkräfte haben bereits an den Fortbildungen teilgenommen. 90 Prozent der Kitas machen beim „Haus der kleinen Forscher“ mit und über 75 Prozent der Grundschulen nehmen am Fortbildungsangebot teil. Bei einer Veranstaltung mit dem Titel „Dabeisein – Staunen – Feiern – 10 Jahre Faszination Naturwissenschaften und Technik“ wurde das Jubiläum der Initiative mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Bildungsinstitutionen nun gefeiert.

Harald Seifert, Vizepräsident des Präsidiums der IHK Ulm, hob in seiner Begrüßung die große Bedeutung der MINT-Themen für die Sicherung des Fachkräftebedarfs in der Region hervor (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). „Denn gerade in diesem Schlüsselbereich, der für unsere innovative, prosperierende Region erfolgsentscheidend ist, benötigen wir dringend Nachwuchs“, so Seifert.

Volker Schebesta, MdL und Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg, betonte: „Die Initiative ‚Faszination Naturwissenschaften und Technik‘ ist ein wichtiger Leuchtturm für Naturwissenschaften und Technik. Sie hilft dabei, das Interesse für diese Fächer bei jungen Schülerinnen und Schülern zu wecken. Wissenschaft begeistert dann besonders, wenn man sie selbst erlebt. So wird durch die Initiative aus Neugier Faszination. Ich gratuliere zum 10-jährigen Bestehen!“.

IHK Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle stellte fest: „Unsere wirtschaftlich sehr erfolgreiche Region hat einen großen Bedarf an Fachkräften, insbesondere mit gewerblich-technischen Berufs- sowie technischen und naturwissenschaftlichen Studienabschlüssen. Diese bieten den jungen Menschen zugleich hervorragende Zukunftschancen.“

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Entscheidung für oder gegen Naturwissenschaft und Technik früher fällt als die konkrete Berufswahl und emotional beeinflusst ist. Gerade in den ersten sechs Lebensjahren lernen die Kinder überproportional schnell und intensiv.

Die IHK Ulm hat deshalb bereits 2008 eine Kooperation mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ geschlossen, die für uns von besonderer grundlegender Bedeutung ist. Mit unserem Netzwerk können wir flächendeckend und nachhaltig praktisch alle Kinder in der Region erreichen. Dies ist die Basis für unsere weiteren Aktivitäten in den Grundschulen und allen weiterführenden Schulen.
Um die Wirksamkeit zu prüfen, wurde das Projekt im letzten Jahr evaluiert. Die Ergebnisse sind entlang der Bildungskette durchweg positiv.

Die Initiative hat auch zukünftig viel vor. So soll vor allem das Thema Informatik in Zukunft gestärkt werden. Zudem wird die Verknüpfung von sprachlicher und naturwissenschaftlicher Bildung zukünftig in den Fokus rücken.