Großes Festzeltinterview zum Herbstplärrer 2019

Zukunft der Doppelbock-Alm noch ungewiss

Seit dem 24. August läuft der Augsburger Herbstplärrer 2019. TRENDYone hat die Wirte der drei Festzelte Schaller, Binswanger und der Doppelbock-Alm zum Interview getroffen und über die Entwicklungen sowie die Neuerungen auf dem Plärrer gesprochen.

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Bild: TRENDYone

„Qualität ist sehr wichtig“ – Dieter Held vom Schaller-Zelt im Interview

Nicht mehr wegzudenken ist das Schaller Festzelt – eine wahre Institution auf dem Augsburg Plärrer. Hier wird zünftig gefeiert und geschunkelt. Wir haben Festwirt Dieter Held getroffen, was denn die Gäste dieses Mal erwarten dürfen.

TRENDYone: Wie haben sich Wünsche und Erfahrungen der Festzelt-Gäste im Laufe der Jahre verändert? 
Dieter Held: Auf jeden Fall setzen die Leute einfach mehr auf Qualität. In unserer heutigen Gesellschaft ist Qualität sehr wichtig und das wünschen sich auch unsere Gäste von uns. Keiner will „dünnes“ Bier oder Fertiggerichte. 

Auf welche Neuerungen dürfen sich die Besucher des Schaller Festzeltes 2019 besonders freuen? 

Wir haben dieses Jahr viele tolle neue Programmpunkte. Am 27. August haben wir die Troglauer im Festzelt. Seit 15 Jahren sind sie unterwegs im Namen der „Heavy Volxmusic“. Die Band bringt natürlich auch ihren berühmten Song „Haberfeldtreiber“ mit. Am 3. September haben wir die Waidigel zu Gast. Sie werden mit ihrem Mix aus Blasmusik und Pop unsere Besucher toll unterhalten. 


„Gäste legen sehr viel Wert auf Qualität“ – Auf was sich die Besucher des Binswanger & Kempter Festzelt dieses Mal freuen dürfen

Bereits seit 1983 ist das Festzelt bei vielen großen Volksfesten im Raum Augsburg vertreten. Seit 1997 ist der Familienbetrieb mit einem Festzelt auch auf dem Augsburger Plärrer vertreten.

TRENDYone: Wie haben sich Wünsche und Erwartungen der Festzelt-Gäste im Laufe der Jahre verändert?
Monika Hatzelmann: Viele unserer Gäste legen mittlerweile sehr viel Wert auf Qualität. Deshalb entsteht bei uns alles aus eigener Produktion sowie Fleisch- und Wurstwaren stammen aus regionaler Schlachtung. 

Auf welche Neuerungen dürfen sich die Besucher des Festzeltes dieses Mal freuen?

Wir haben unsere Dekoration erneuert, was den Besucher bestimmt gleich auffallen wird. Auf weitere Veränderungen dürfen sich unsere Besucher auch in Zukunft freuen.

Welche musikalischen Programmhighlights Bietet das Binswanger & Kempter im Herbst?

Natürlich ist  „Dolce Vita“ zum Plärrerabschluss ein richtiges Highlight. Des Weiteren sind „Allgäu Power“ sowie weitere beliebte Bands vertreten.


Von Wirtschaftlichkeit noch weit entfernt – Bisheriges Fazit des „Doppelbock-Alm“-Betreibers Helmut Wiedemann

Seit dem Herbstplärrer 2018 betreibt Helmut Wiedemann die „Doppelbock-Alm“ auf Schwabens größtem Volksfest. Der Festwirt, der bereits seit mehreren Jahren auch das Augsburger Winterland vor der City-Galerie betreibt, trägt mit seinen Investitionen ein enormes Risiko. Denn nach wie vor übersteigen die Kosten die Einnahmen bei weitem. Deshalb sucht der Betreiber nach Lösungen, damit sich das Projekt langfristig rechnen kann.

TRENDYone: Herr Wiedemann, wie lautet Ihr Fazit nach dem Herbst- und Frühjahrsplärrer?
Helmut Wiedemann: Den Leuten gefällt es hier sehr gut. Wir haben noch viel am Konzept zu feilen um immer besser zu werden. Da steht uns also noch viel Arbeit bevor, aber das ist dann auch die Herausforderung die so Spaß macht.

Wie hat sich die „Doppelbock-Alm“ in der Zwischenzeit verändert?

Beim Herbstplärrer 2018 hatten wir eine Miethütte, im Februar dieses Jahres habe ich dann die neue Hütte für den Frühjahrsplärrer in Auftrag gegeben. Diese wurde dann soweit fertig, sodass nur noch das obere Stockwerk ausgeliehen werden musste. Im Frühjahr nächsten Jahres ist die „Doppelbock-Alm“ dann komplett so wie ich sie mir vorstelle.

Welches Entgegenkommen wünschen Sie sich seitens der Stadt Augsburg?

Wenn die Hütte komplett fertig ist, wird allein der Auf- und Abbau jedes Mal insgesamt 17 Wochen für jeden Plärrer benötigt. Die Hütte ist so zeitaufwändig, dass sich ein Auf- und Abbau zwischen dem Frühjahrs- und Herbstplärrer nicht lohnt. Nur zum Vergleich: Die Hülle eines Festzelts steht innerhalb von drei Tagen. Da haben wir noch nicht mal den Boden gelegt. Deshalb wünsche ich mir, dass die „Doppelbock-Alm“ in der Zwischenzeit einfach stehen bleiben kann.

Was würden Sie an dem Konzept ändern, wenn die Stadt kein Entgegenkommen signalisiert?

Dann brauchen wir eine Lösung, die nicht nur günstiger, sondern auch schneller auf- und abzubauen ist. So gäbe es zum Beispiel Alternativen wie ein einfaches Zelt mit Holzstruktur oder Holzoptik.