Inklusiver Spielplatz in Oberstdorf eröffnet

Spielen für alle

Auf einer Fläche von insgesamt 1.500 m² entstand über eine Bauzeit von einem knappen Dreivierteljahr im oberen Bereich des Fuggerparks ein neuer Spielplatz als zentraler Treffpunkt für Kinder und Eltern.

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Alle Spielstationen und auch der Bereich unter den Spielgeräten sind mit dem Rollstuhl zugänglich und daher für alle Kinder erreichbar und bespielbar.Bild: Pressestelle Oberstdorf
as Herzstück ist das Großspielgerät, die „Burg“, wo Kinder unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten, auf einer Grundfläche von ca. 11x13 Metern die verschiedenen Spielstationen entdecken und mit allen Sinnen wahrnehmen können.

Es ist ein umfassendes Spielerlebnis auf mehreren Ebenen mit Stützen, Podesten und Rampen, das Kindern vielfältige Erfahrungen ermöglicht und deren Entwicklung fördert: mit bunten Fenstern, Farbkontrasten, Signalglöckchen, einem Rohr zum Miteinander Sprechen über die Ebenen hinweg, Halteschlaufen, Netzen, Öffnungen zum Durchklettern, Kletterelementen und natürlich Rutschen.

Das Besondere: Alle Spielstationen und auch der Bereich unter den Spielgeräten sind mit dem Rollstuhl zugänglich und daher für alle Kinder erreichbar und bespielbar. Außerdem gibt es einen Wasserspielbereich mit Sand- und Matschfläche, einen Trockensandspielplatz, Hügel mit Kriechröhre, eine Schaukelanlage für alle Altersgruppen und ein Karussell, das auch von Kindern im Rollstuhl genutzt werden kann.

Neben der Nachhaltigkeit der verbauten Materialien stand der hohe Spielwert für alle Kinder im Fokus der Planung. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf 700.000 Euro. Diesen ganzheitlichen barrierefreien Planungsansatz nach den „Nürnberger Leitlinien“ würdigte die EU-Förderstelle LEADER in Bayern als Leuchtturmprojekt mit Fördersumme von 200.000 Euro.

Der alte Baumbestand, ab Herbst neu gepflanzte Bäume und viele neue Sitzbänke laden Begleitpersonen, Eltern und Großeltern zum Verweilen ein. Im Sommer bieten die Bäume, ein Sonnensegel über dem Sandkasten und auch die Ebenen der Burg selbst Schatten für die spielenden Kinder.

Weitere Informationen im Überblick:
• Barrierefreie und inklusive Spielflächen gemäß Anforderungen der DIN 18034:2020-10 an Spielplätze hinsichtlich Qualität und Inklusion
• Berücksichtigung der Altersgruppen von 1 bis 5 Jahren und von 6 bis 10 Jahren
• Zugangsmöglichkeit für Kinder mit körperlichen Einschränkungen in alle Spielebenen
• Unterstützung des taktilen und sensorischen Erlebens der Kinder, Begreifen und Erkunden der natürlichen Umgebung

Das anspruchsvolle Projekt soll als Leuchtturmprojekt der Teilhabe und Anschauungsbeispiel für andere Kommunen dienen.