Zwang zum Wassersparen auch im Allgäu? TRENDYone fragt nach
»Wasser marsch?«
In der Landeshauptstadt München hat Oberbürgermeister Dominik Krause aufgrund hochsommerlichen Wetters und eines deshalb gestiegenen Wasserbrauchs Anfang dieser Woche eine Allgemeinverfügung erlassen, die die Nutzung von Trinkwasser, die Entnahme von Grundwasser sowie die Entnahme aus oberirdischen Gewässern neu regelt.
Die folgenden Antworten wurden gegeben, eine Auskunft des Wasserwirtschaftsamtes Kempten steht noch aus und wird bei Eintreffen ergänzt.
Memmingen - Leiter der Stadtwerke, Marcus Geske:
Der Grundwasserstand in den beiden Brunnen der öffentlichen Trinkwasserversorgung haben nach den Niedrigpegelständen in den Jahren 2019 und 2023 inzwischen einen historischen Tiefstand erreicht. Die typischen jahreszeitlichen Schwankungen bleiben vermehrt aus. Der Pegelverlauf ist gezeichnet durch eine langanhaltende niederschlagsarme Zeit und nimmt seit Juni 2024 nahezu kontinuierlich ab.
Unabhängig davon ist der Versorgung der Memminger Bevölkerung aufgrund des insgesamt sehr mächtigen Grundwasserstroms im Memminger Trockental weiterhin gesichert. Einschränkungen und Hinweise zum Verbraucherverhalten sind aktuell nicht erforderlich.
Kaufbeuren - Pressestelle der Stadt Kaufbeuren
„In Kaufbeuren besteht aktuell kein Anlass zur Sorge. Demnach sind zum jetzigen Zeitpunkt keine Maßnahmen wie in München erforderlich bzw. angedacht. Allerdings beobachten wir die Wetterlage stetig in den kommenden Tagen und Wochen und werden, wenn nötig, entsprechend reagieren.
Wir haben dennoch bereits am Montag einen Appell an alle Bürgerinnen und Bürger herausgegeben, verantwortungsvoll mit dem kostbaren Gut Trinkwasser umzugehen. Die Stadt bittet darum, insbesondere in den kommenden Wochen auf einen sparsamen Umgang mit Trinkwasser zu achten und zusätzliche Verbrauchsspitzen möglichst zu vermeiden.
Die Einschätzung wird vom Wasserwirtschaftsamt Kempten geteilt."
Landkreis Unterallgäu - Pressestelle
Eine entsprechende Allgemeinverfügung gibt es im Unterallgäu nicht und ist bislang nicht angedacht.
Es hat auch noch kein Wasserversorger einen Trinkwassernotstand bei uns gemeldet.
Allerdings wissen wir, dass zum Beispiel die Stadt Mindelheim ihre Wasserabnehmer (also die Bürger) aufgerufen hat, sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen.
Landkreis Oberallgäu - Pressestelle, Büro des Landrats
Von Seiten des Landkreises sind derzeit keine Maßnahmen oder Allgemeinverfügungen zur Einschränkung der Wassernutzung geplant.
Unabhängig davon ist ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser angesichts der aktuellen Hitze und Trockenheit grundsätzlich zu begrüßen.












