Klimaanlagen in den heimischen vier Wänden

Cool down

Langsam ist es wieder soweit: Der Sommer bricht heran und damit auch die Hitze über uns herein. Wer Glück hat, kann möglichst viele heiße Tage draußen verbringen und sich am Baggersee sonnen. Doch wenn man wieder nach Hause kommt wartet oftmals der große Schock: In der Wohnung ist es sogar heißer, als es noch kurz zuvor am Baggersee war. Die Luft steht im Raum und schlafen oder arbeiten scheint schier unmöglich. Ist eine Klimaanlage hier eine effiziente Lösung? Gibt es Alternativen? Und was muss dabei beachtet werden?

cropped-1560420291-bildschirmfoto-2019-06-13-um-12.04.40
Bild: adobe.stock

Mobile Klimaanlagen

Die Auswahl ist groß, die Fragezeichen größer. In den letzten Jahren ist jedoch zu beobachten, dass vor allem mobile Klimageräte immer mehr Fans finden. Der entscheidende Vorteil: Sie können überall installiert werden und zwar ohne Fachmann. Außerdem sind sie vergleichsweise kostengünstiger als jene, die festinstalliert werden. Dafür bringen sie jedoch auch einen höheren Lärmpegel mit als professionellen Einbauten und sollten daher nicht im Schlafzimmer oder Büro aufgestellt werden. Ganz ohne nachträglichen Aufwand geht es außerdem nicht, denn der Kondenswasserbehälter muss regelmäßig entleert werden. Preislich liegen die Geräte, die zum Beispiel bei Stiftung Warentest als „Gut“ befunden wurden, zwischen 300 und 700 Euro. Dafür schlägt dann aber noch der Stromverbraucht zu Buche, der sich durch einen sehr heißen Sommer auch schnell in einen dreistelligen Eurobereich katapultieren kann. 

Festinstallierte Klimaanlagen

Das Problem des hohen Stromverbrauchs ist bei den festinstallierten Anlagen nicht vorzufinden. Sie sind sehr sparsam und kühlen dabei schnell und effizient. Zudem sind sie um einiges leiser, da die Klimaanlage meist außerhalb der Wohnung angebracht wird und die Luftkühlung über festeingebaute Schächte erfolgt. Diesen Vorteilen stehen die Kosten entgegen, die für die Installation durch einen Fachmann zu Buche schlagen – nicht zu vergessen das Durchbohren von Wänden, für die – je nach Wohnart – Eigentum oder Miete, meist sogar noch eine Genehmigung eingeholt werden muss. Der Preis für eine gute, festinstallierte Anlage beginnt bei ca. 1.500 Euro, je nach Ausführung und Modell. Ein Fachmann kann hier umfassend beraten und das richtige Angebot erstellen, inklusive der Kosten für den Einbau. 

Ventilatoren

Zugegeben etwas „retro“ - aber eine einfache und sehr billige Alternative bietet der Ventilator. Er kann einfach installiert und/oder montiert und sofort gestartet werden. Die vielfältigen Ausführungen, vom Decken- über den Wand- bis hin zum Standventilator sorgen dafür, dass wirklich jeder etwas nach seinem Geschmack findet. Doch aufgepasst: Ventilatoren kühlen die Raumtemperatur nicht runter, sondern verhelfen nur zu einem angenehmeren Gefühl durch die scheinbar kühlere Luft, die in den Raum geblasen wird.

Worauf kommt es beim Kauf an?

Ein paar Dinge gilt es zu beachten, bevor man sich letztendlich für eine Anlage entscheidet. Überlegung eins: Für welchen Raum benötige ich das Gerät? Die Raumgröße schließt manchmal bereits bestimmte Modelle aus, denn viel Fläche bedeutet auch eine hohe benötigte Leistung. Jedoch ist auch der Stromverbrauch bei großen Geräten, selbstredend, immer höher. 0,25 Cent - 0,30 Cent die Stunde sind dabei völlig in Ordnung und ein Betrag, mit dem man rechnen sollte. Da die mobilen Anlagen im Stromverbrauch höher liegen, bieten sie sich am ehesten an, wenn die Anlage nur wenige Tage im Jahr verwendet wird. Wenn man Ausschau nach einer Klimaanlage hält, die im Büro oder im Schlafzimmer Verwendung finden soll, dann sind Geräte mit Timer-Funktion und geringer Lautstärke von Vorteil.

Sind Klimaanlagen gesundheitsschädlich?

Wer kennt es nicht: die unangenehme, trockene Luft im Kaufhaus oder die laufende Nase und der schmerzende Hals, weil die Klimaanlage im Restaurant oder Hotel zu kühl eingestellt wurde. Jedoch ist klarzustellen, dass eine gut gewartete Anlage absolut nicht gesundheitsschädigend ist. Im Gegenteil, sie kann die Luft sogar verbessern, zum Beispiel durch entsprechende Filter für Staub und Pollen! Ausschlaggebend ist also die Wartung, sodass Bakterien und Keime keine Chance haben. Sobald man einen muffigen Geruch aus der Anlage wahrnimmt, sollte das Gerät auf jeden Fall gesäubert werden. Dieser Geruch könnte möglicherweise von einer Keimbelastung kommen, welche zu entzündeten Lungenbläschen oder einer Erkältung führen könnte. Außerdem sollte darauf geachtet wird, dass die Klimaanlage nicht zu kalt eingestellt werden, bestenfalls sollten nicht mehr als 6 Grad Celscius Unterschied zur Außentemperatur bestehen, damit es nicht zur Unterkühlung oder zu Kreislaufproblemen kommt.
Bei all dem neuen Wissen über Klimageräte sei aber noch gesagt: Ab und zu Schwitzen ist gesund. Lassen Sie sich die Freude am Sommer nicht nehmen, sondern nutzen Sie die warmen Temperaturen für schöne Momente im Freien!