Oberallgäuer Politiker für Erhalt des Bundeswehr Brandschutzzentrums Sonthofen

«Perspektive gefordert»

Sonthofen bangt aktuell um den Erhalt seines Bundeswehr Brandschutzzentrums in der General-Oberst-Beck-Kaserne. Laut eines vor kurzem erarbeiteten Konzepts des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDGw) gibt es Pläne, den Standort im Oberallgäu zu schliessen und nach Bonn zu verlagern. Davon wären 140 Mitarbeiter betroffen. Die Schliessung hätte zudem Auswirkungen auf die Stadt Sonthofen und die ortsansässige Feuerwehr. Nachfolgend heirzu eine Pressemitteillung der FDP Oberallgäu im Wortlaut:

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V.l.n.r.:Florian Schwarz, Josef Zengerle, Mechthilde Wittmann, Rolf Wachtel, Stephan Thomae, Dr. Friedhelm Wolter, Heribert Kitzinger, Christian WilhelmBild: privat
Stephan Thomae (FDP) und Mechthilde Wittmann (CSU) fordern Perspektiven für das Zentrum Brandschutz der Bundeswehr in Sonthofen

Beim Besuch des Zentrums für Brandschutz der Bundeswehr in Sonthofen haben sich die zwei örtlichen Bundestagsabgeordneten Mechthilde Wittmann und Stephan Thomae fraktionsübergreifend zusammen mit dem 1. Bürgermeister der Stadt Sonthofen, Christian Wilhelm, ein Bild der Situation vor Ort machen können. Bei diesem ersten Termin in der General-Oberst-Beck-Kaserne mit dem stellv. Leiter Rolf Wachtel, dem Vorsitzenden des Personalrats in Sonthofen Matthias Hindelang sowie Dr. Friedhelm Wolter, Mitglied der Projektgruppe Brandschutz des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, waren unter anderem auch die beiden Sonthofener Stadträte Florian Schwarz (CSU) und Heribert Kitzinger (FDP) sowie der Oberallgäuer Kreisrat Josef Zengerle (CSU) anwesend.

Stephan Thomae, FDP:

„Für uns ist es selbstverständlich, dass wir auch fraktionsübergreifend, gerade bei so wichtigen Themen, die den Wahlkreis Oberallgäu betreffen, eng zusammenarbeiten", betont Thomae. "Für uns stehen natürlich vor allem die Mitarbeiter im Fokus, die ihren Lebensmittelpunkt hier im Allgäu aufgebaut haben. Aber auch die Sinnhaftigkeit von möglichen strukturellen Änderungen muss hinterfragt werden. Wir werden in jedem Fall alles daran setzen, dass das Brandschutzzentrum möglichst in Gänze in Sonthofen erhalten bleibt", so Thomae weiter.

Mechthilde Wittmann, CSU:

Auch MdB Mechthilde Wittmann ist nach diesem Termin überzeugt: „In den letzten zehn Jahren seit der Gründung des Zentrums für Brandschutz der Bundeswehr hier vor Ort im Jahr 2012 hat sich diese zentrale Koordinierungsstelle mit Verwaltung und fachlichem Brandschutzbereich bewährt. Nur so können Synergien optimal genutzt werden. Das Argument, dass vor allem Fachkräfte im Bereich des Brandschutzes fehlen, ist für uns vor Ort mit einem Fragezeichen zu versehen, denn dieser ist im gesamten Land zu verzeichnen. Vielmehr ist gerade unser Allgäu eine attraktive Region und hat im Vergleich zu anderen Teilen Deutschlands viel zu bieten."

Christian Wilhelm, Bürgermeister Sonthofen:

Laut den Teilnehmenden sei noch keine endgültige Entscheidung über die Zukunft in Sonthofen getroffen worden. „Wir sind aber an einer guten Lösung für die Stadt Sonthofen und allen voran für die Mitarbeiter interessiert. Deswegen werden wir nicht locker lassen und nun weitere Gespräche mit den Entscheidern suchen und einfordern", äußert sich Bürgermeister Christian Wilhelm. „Wichtig für uns ist es, dass wir die Beschäftigten nicht länger im Ungewissen lassen, sondern dass wir uns mit aller Kraft für den Erhalt des Standorts einsetzen."