Öffnung der Nachtgastronomie im Allgäu

Es darf wieder gefeiert werden!

Keine Maske und Inzidenz egal – 3G macht‘s möglich Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland entschieden, Kulturveranstaltungen sowie die Nachtgastronomie, ab sofort und unabhängig der Inzidenzentwicklung, wieder vollständig zu öffnen.

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Bild: stock.adobe/deagreez
Unter der Voraussetzung der 3G (geimpft, getestet oder genesen), dürfen nun Clubs und Discotheken sogar direkt wieder mit voller Gästekapazität öffnen. Auch Masken müssen dort dann nicht mehr getragen werden. Ob und wann andere Bundesländer mit ähnlichen Entscheidungen nachziehen, ist derzeit noch ungewiss.
Für manchen wird es bestimmt ungewohnt sein, die neue Freiheit beim Feiern zu genießen. Wir vermuten jedoch, dass sich potenzielle Partygänger nach dieser langen Nightlife-Abstinenz recht schnell wieder in den Clubs und Bars ihrer Region einfinden werden.
 
Wie betroffene Gastronomen diese Neuigkeiten und Entscheidungen der Politik bewerten, was es für sie bedeutet und wie sie damit umgehen werden, wollten wir von Club- und Discothekenbetreiber aus unserem Verbreitungsgebiet wissen:

Stefan Egger
Disco PM, Untermeitingen
 
„Ich finde die Entscheidung in BW richtig.  Wenn Besucher getestet wurden, oder genesen oder geimpft sind, dann geht von Ihnen so gut wie keine Gefahr, kein Risiko mehr aus und daher ist dieser Öffnungsschritt verständlich und richtig. Ich denke, dass auch Bayern dies jetzt relativ schnell erlauben und diese 3G Regelung anwenden wird. Wir sind bereits alle geimpft, haben ein tolles Hygienekonzept und könnten sofort starten.
 Die Discothek PM in Untermeitingen ist nun seit 550 Tagen geschlossen! Ich würde sofort, auch kurzfristig, öffnen und die Gäste wieder in das Nachtleben eintauchen lassen, sobald dies möglich ist.
 Die Anzahl der Impfungen würde sich meiner Meinung nach rapide steigern, wenn geimpfte Personen wieder in eine Disco dürften. Es wäre somit auch gut, richtig und sinnvoll, schnell zu handeln und für geimpfte, genesene und getestete zu öffnen. Ich freue mich schon darauf und hoffe auf den 01. Oktober.“
 
Johannes Palmer
Parktheater, Kempten

„Grundsätzlich denken wir, dass eine Cluberöffnung mit Gästebegrenzung bzw. Abstandsregeln absolut keinen Sinn macht. Die Atmosphäre, die in einem Club gewünscht ist, basiert nunmal auf geringe Abstände und dem daraus resultierenden Gemeinschaftsgefühl. Unserer Meinung nach hat die Nachtgastronomie in den letzten Monaten der Pandemie ihre Hausaufgaben in Sachen Kontaktverfolgung gemacht. Wir halten eine Öffnung ohne Gästebegrenzung für längst überfällig wenn man bedenkt, dass bei unserem Nachbarn im nicht einmal 30 Km entfernten Österreich bereits schon seit Wochen wieder Ohne Maske & Abstand gefeiert werden darf. Das gleich gilt auch für die Schweiz, sowie in vielen deutschen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, NRW, Niedersachen, Brandenburg, Thüringen, Berlin und jetzt dann in Baden Württemberg. Da in Bayern ja gerne ein extra Süppchen gekocht wird, können wir uns gut vorstellen, dass hier noch zusätzliche Beschränkungen auf uns zukommen werden, Wir glauben aber generell an eine baldige Öffnung und bereiten uns dementsprechend auf verschiedene Szenarien vor. Wir hätten natürlich gerne schon vor einigen Monaten geöffnet, jedoch war dies unter Einhaltung der bisherigen Regelungen für uns weder finanziell nach gastronomisch Sinnvoll „Kurzfristig passiert in einem Clubbetrieb mit ca. 100 Mitarbeitern im Vollbetrieb nach 1,5 Jahren Stillstand leider sehr wenig. Wir würden uns hierfür eine Vorlaufzeit von einigen Wochen mit klar definierten Regeln wünschen, Wir würden aber natürlich alles versuchen so schnell wie möglich zu öffnen falls wir dürften. Club steht unserer nach für Freiheit & Selbstbestimmung und sollte nicht Von der Politik als Instrument für eine "Impfpflicht durch die Hintertüre“ missbraucht werden. Wir sehen das aktuelle Geschehen kritisch und wollen grundsätzlich niemanden den Zugang zur Clubkultur verweigern. Sobald die Zugangstest kostenpflichtig werden, wird vermutlich auch die Impfbereitschaft steigen. Nur zu welchem Preis?"