ratiopharm ulm trifft in Gießen auf hochmotivierte Gastgeber

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Während ratiopharm ulm am Dienstag in Paris im EuroCup im Einsatz war, trafen sich die Jobstairs Gießen 46ers zu einem Zoom-Meeting, um sich auf ihr erstes Spiel in der easyCredit BBL vorzubereiten. Am Mittwoch endete dann die zweiwöchige Quarantäne, die das Team von Ingo Freyer zu kreativen Trainingsmethoden gezwungen hatte.

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Bild: stock.adobe / Melinda Nagy
Vor der zweiwöchigen Zwangspause verloren die Gießen 46ers im Pokal gegen Vechta, Frankfurt und Göttingen. Bei der Overtime-Niederlage gegen die bereits fürs Top Four qualifizierten Göttinger lief die Gießener Offensive mit 119 erzielten Punkten auf Hochtouren. Center Johannes Richter war mit 25 Zählern und einer Karrierebestleistung Topscorer in der Partie, in der die zweitmeisten Punkte (242) der BBL-Historie erzielt wurden. „Gießen ist ein bisschen kleiner als andere Teams, weshalb sie ihre Stärke im Fastbreak haben. Sie haben viele Spieler, die auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt werden, das ist für jeden Gegner eine Herausforderung“, erklärt Head Coach Jaka Lakovic.

Diese Qualität bringen auch die 36-jährigen Veteranen Brandon Bowman und Brandon Thomas mit. Der knapp zwei Meter große Thomas, der schon seit 2018 in Gießen spielt, kommt sowohl als Small Forward als auch zuweilen als Power Forward zum Einsatz. Der nur einige Zentimeter größere Bowman, der schon für Bonn und Bayreuth auflief, ist nominell ein Power Forward, häufig aber der längste Gießener auf dem Feld. „Um zu gewinnen, müssen wir hundert Prozent geben. Wir dürfen nicht daran denken, dass Gießen zwei Wochen in Quarantäne war. Dass das nichts heißen muss, hat Chemnitz am Donnerstag gezeigt“, so Lakovic, der damit auf die BBL-Premiere des Aufsteigers hinweist. Nach zweiwöchiger Pause schrammte Chemnitz in Bamberg (86:93) nur knapp an einer Überraschung vorbei.