Snack Ideen - Wie sich unser Essverhalten ändert

Snack-Attack

Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendbrot wie ein Bettler. Kennen Sie diese Faustregel auch noch? Früher hat dieser Leitspruch den Alltag vieler Menschen geprägt. Doch nach und nach hat sich die Esskultur geändert und damit auch die Ansprüche der Menschen an ihre Mahlzeiten. Doch ist diese Veränderung für uns überhaupt gesund? Und wie kann man seinen Essensalltag effizient und sinnvoll gestalten?

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Bild: Adobe Stock / pushann
So hat sich der Snack gewandelt
An was denken Sie, wenn Sie das Wort „Snack“ hören? Wir tippen auf: Chips, Salzstangen, Müsliriegel – vielleicht auch Apfel oder Karotte. Mal gesund, mal eher nicht so – doch in jedem Falle ohne lange Zubereitung und meistens schnell griffbereit. Doch heutzutage sind Snacks viel mehr als all das, denn sie mausern sich zu richtigen Mahlzeiten. Zwar immer noch etwas kleiner als eine „normale“ Portion, doch unter Umständen nicht weniger sättigend. Und genau diesen Trend haben auch die Gastronomen des Landes erkannt und bieten mehr und mehr Snacks für zwischendurch an. Bekanntestes Beispiel für diese Bewegung sind wohl die zahlreichen Streetfood-Märkte, die die verschiedensten Leckereien anbieten. Aber eben in einer Portionsgröße, die gleich mehrfaches Schlemmen zulässt. Denn was wäre eine internationale Kulinarik-Reise, wenn man nach dem ersten Schälchen bereits satt ist. 

Stressiger Alltag erfordert neue Lösungen
Unser Alltag hat sich verändert. Vorbei die Zeiten von festen Arbeitszeiten, von geregelten Tagesabläufen und vorplanbaren Wochen. Flexibilität ist alles, ob im Job oder im Familienleben. Zahlreiche Hobbys oder mehrere Jobs lassen die Tage unterschiedlich werden, daher muss sich auch unser Essverhalten diesen Gegebenheiten anpassen. Das sieht man auch an der Gastrolandschaft – diese hat sich mit Burgern und Bowls voll auf diese Bewegung ausgerichtet. Früher waren vor allem Spanier und Türken mit ihren Landesküchen Vorreiter der Snackbewegung, ob mit Tapas oder Mezze. Heute zieht sich die Generation Snack durch jedes Land und damit auch durch nahezu jede landestypische Küche. Längst ist eine Mahlzeit also nicht mehr Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise, sondern vielmehr Snack eins um 10, Snack zwei um 12, Snack drei um 14 und Snack vier um 17 Uhr. 

Gastroszene und Einzelhandel unterstützen Snackverliebte
Dass häufigeres Essen für uns mittlerweile zur Normalität geworden ist, sieht man auch bei einem Blick in den Lebensmittel-Einzelhandel. Hier stehen häufig kleine Snacks für zwischendurch im Kühlregal, bereits fix und fertig zubereitet und portioniert. Wer seiner Kreativität freien Lauf lassen möchte, kann das oftmals auch an eigens eingerichteten Snack-Bars tun. Ob Salat, Pasta oder Obst – hier kann sich jeder mischen, was ihm gerade gefällt. Und auch das Zubehör in puncto „Kochen und Mahlzeiten“ ist deutlich angewachsen. Lunchboxen in jeder erdenklichen Form und Farbe, natürlich aus nachhaltigen Materialien, lachen aus den Regalen. So kann auch jeder selbst zubereitet Snack easy transportiert werden, egal ob ins Büro oder zum Treff mit den Freunden. Denn auch hier darf der Magen natürlich nicht knurren. 

Fluch und Segen? 
Doch was bleibt bei all den Snack-Attacks eigentlich auf der Strecke? Ganz einfach: unsere traditionelle Esskultur. Vorbei sind die Zeiten, an denen man sich mit der Familie um 18 Uhr zum Abendessen gemeinsam am Tisch trifft. Das traditionelle Sonntagsmittagessen fällt ebenso flach, wie das stundenlange Zubereiten eines Menüs. Das hat natürlich auch seine Vorteile, denn wir gewinnen so wertvolle Zeitressourcen. Doch war es nicht auch irgendwie schön, sich abends mit Partnern und Kindern über den Tag auszutauschen? Gemeinsam am Kochtopf zu stehen und sich auf eine leckere Mahlzeit zu freuen, die in der Zubereitung länger als fünf Minuten dauert? Wie bei allem, ist wohl auch hier das gesunde Mittelmaß der Schlüssel zum Glück. Denn unser oft stressiger Alltag erfordert ein höheres Maß an Flexibilität, eben auch bei der Ernährung. Und glücklicherweise bieten die vielen Imbisse und Restaurants auch gesunde Möglichkeiten für den „Snackosaurus“ an. So wird der Snackverliebte nämlich laut einem Jugendwort des Jahres 2018 genannt. Auch vegetarische und vegane Snacks sind also zu Hauf erhältlich.