Stadt Augsburg informiert über aktuelle Corona Lage

"Corona betrifft uns alle"

In einem erneuten Lifestream informierten Oberbürgermeisterin Frau Weber, Herr Dr. Wiedmer, Stellvertreter des Gesundheitsamts Augsburg, Prof. Dr. Axel Heller, Ärztlicher Leiter Krankenhauskoordination und Reiner Erben, Gesundheitsreferent Stadt Augsburg, über die aktuelle Infektionslage der Stadt Augsburg.

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Bild: Adobe Stock / Microgen
Frau Weber sprach gleich zu Beginn der Konferenz die Kritik an, welche sie selbst im Netz täglich erreicht. Es sei gut, kritisch zu hinterfragen. Dennoch appelliert Weber daran, einen netten und respektvollen Umgangston miteinander zu waren. Sie persönlich könne nicht für alle Menschen die Regeln einhalten, dies muss jeder Einzelne für sich selbst und seine Mitmenschen tun.
 
Trotz intensiver Nachfrage bei Experten und dem Gesundheitsamt bekomme auch die Stadt keine Antwort darauf, warum Augsburg in den letzten Tagen den Spitzenwert für Deutschland liefert. Derzeit seien es in Augsburg so viele Infizierte wie noch nie und auch noch nie waren so viele Patienten im Klinikum wie aktuell.
 
Dennoch ist die Zuwachsrate in der KW 46 erstmals wieder unter 1, was eine kleine Hoffnung für die kommenden Wochen aufkommen lässt. Das Landesamt für Gesundheit hatte auf Anfrage die Empfehlung gegeben, die Infektionszahlen über das kommende Wochenende noch zu beobachten und Anfang nächster Woche dann ein Resümee zu ziehen.
 
Herr Dr. Wiedmer, Stellvertreter des Gesundheitsamts Augsburg, betonte anhand einiger Statistiken, wie groß die zweite Welle im Vergleich zur ersten „kleinen“ Welle im Frühjahr doch sei. Es lasse sich außerdem aus Statistiken darauf schließen, dass keine spezielle Gruppe an Personen mehr von dem Virus betroffen sei.
 
„Man habe viel gelernt aus der ersten Welle“, erklärte Professor Dr. Axel Heller, Ärztlicher Leiter der Krankenhauskoordinierung, beispielsweise mit welchen Medikamenten den Betroffenen gut geholfen werden kann. Da der Inzidenzwert seit einigen Tagen stagniert, hoffe Heller auf einen leichten Rückgang in der nächsten Woche. Sollte die Stadt Augsburg bereits über die Spitze der Infektionszahlen sein, dauere es dennoch weitere fünf Wochen, bis alle Menschen aus der Intensivstation entlassen werden dürfen. Aktuell befinden sich 130 infizierte Patienten im Klinikum.
 
Reiner Erben, Gesundheitsreferent der Stadt Augsburg, wies auf die nun entstandene Bereitschaftspraxis am Glaspalast hin. Hier können Menschen, welche bereits Symptome zeigen und bei ihren Hausärzten keinen Termin bekommen, sich untersuchen lassen.
 
Das Gesundheitsamt sei außerdem in Gesprächen, um die Impfzentren zu organisieren, welche Anfang nächsten Jahres eröffnet werden sollen.