Augsburg: Stadt über Flüchtlingsrat verärgert

Lifeline Kapitän mit Rede bei der Friedenstafel

Am 8. August wurden die Besucher von einer Aktion bei der Friedenstafel in Augsburg überrascht, denn der in der Kritik stehende „Lifeline“-Kapitän Claus-Peter Reisch trat auf die Bühne.

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Bild: Bild: Ruth Plössel/Stadt Augsburg
Die vorgesehene Redezeit des Augsburger Flüchlingsrats wurde von Reisch dem Kapitän des Flüchtlingsschiffs Lifeline überraschend unterbrochen.  Der in den Schlagzeilen stehende Landsberger muss sich momentan auf Malta wegen eines Rettungseinsatzes im Mittelmeer verantworten. Das Schiff sei laut Anklageschrift nicht registriert worden.  Durch die Tragödie im Mittelmeer veranschaulichte er eine emotionale Rede, während dessen wurden an die Gäste der Friedenstafel 300 orangefarbene Luftballon mit der Aufschrift „Augsburg wird sicherer Hafen“ verteilt, die die Gäste anschließend aufsteigen ließen.

Flüchtlingsrat über "Friedensstadt" Augsburg

Bluespots Productions sowie das Grandhotel Cosmopolis waren auch an der Aktion beteiligt und riefen die Stadt dazu auf, sich für die Seenotrettung zu bekennen. „Andere Städte, wie Regensburg etwa, zeigen auch Bereitschaft, aus Seenot gerettete Geflüchtete unbürokratisch aufzunehmen“, sagte Bock.  Augsburg gebe sich selbst den Titel Friedensstadt und sollte das auch mit Inhalt füllen und deshalb ein sicherer Hafen für Geflüchtete werden, so das Flüchtlingsrat-Mitglied. Bürgermeisterin Eva Weber zeigte sich wenig erfreut. Das vorgefallene Thema wird die Stadt in den kommenden Tagen ausgiebig aufarbeiten und analysieren.