TRENDYone-Kollegen über ihre Impf-Erfahrungen mit AstraZeneca oder Biontech und deren Folgen

Testbericht: Corona-Impfung

Mehr als 15 Prozent der Deutschen haben bereits ihre Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Auch wenn der Impfstart in Deutschland schleppend verlief, dürfen mittlerweile Hausärzte und bald auch Betriebsärzte die bisher zugelassenen Impfstoffe gegen das immer noch kursierende Virus verimpfen.

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Bild: Adobe Stock
Obwohl das junge und sportliche Team von TRENDYone aus nur zwölf Mitarbeitern besteht, liegt die Impfquote der Crew bereits bei 40 Prozent. In ihren Erfahrungsberichten beschreiben die Teammitglieder, wie sie die Impfung erlebt haben und mit welchen Folgen sie zu kämpfen hatten.


Christian Strohmayr
Art Director (38, Familienvater)
„Angemeldet habe ich mich sofort am erstmöglichen Tag auf der Online-Registrierungsseite der Bayerischen Impfzentren. Da meine Frau schwanger ist, falle ich als enge Kontaktperson unter die Impfgruppe 2.  Daher habe ich bereits am 21. Februar die Benachrichtigung bekommen, dass ich online einen Impftermin auswählen kann. Zuerst wurde ich gefragt, in welchem Pflegeberuf ich arbeite und dann wurde mir unterstellt, ich wäre ein Impf-Vordrängler. Ich musste dann einen Schwangerschaftsnachweis vorlegen, was weder in der Anmeldung noch in der Terminbestätigung stand. Geimpft wurde ich mit AstraZeneca. Einige Minuten nach der Impfung verspürte ich etwas kribbeln im Gesicht, was aber schnell wieder weg war. Die Einstichstelle schmerzte etwas - vergleichbar mit einem Muskelkater. Gegen Abend war ich schlapp, hatte Gliederschmerzen, war fiebrig (kein Fieber) und recht müde. Nach einer unruhigen Nacht ging es mir am nächsten Morgen noch ähnlich schlecht. Gegen Mittag wurde es dann besser und nach einer leichten Ibuprofen waren nachmittags am Tag nach der Impfung sämtliche Nebenwirkungen vorbei. Mein nächster Impftermin ist Ende April - allerdings mit Biontec und diesen werde ich natürlich auch wahrnehmen”. 

Max Riedel
Assistenz der Geschäftsführung
(29, Grunderkrankung Mukoviszidose)
„Angemeldet für die Covid-Impfung habe ich mich am 9. Februar auf www.impfzentren.bayern. Als die Regierung beschloss, Patienten mit Mukoviszidose eine erhöhte Priorität zuzusprechen, änderte ich am 24. Februar online in meinem Account die Auswahl. Lediglich vier Stunden später wurde ich für die Terminvereinbarung zur Impfung freigeschaltet. Meine Erstimpfung erfolgte dann am 26. Februar. Zum vereinbarten Impftermin sollte ich meinen Impfpass, meinen Ausweis und einen Arztbrief mitbringen. Dieser bestätigte meine Grunderkrankung Mukoviszidose. Ich bekam den Impfstoff AstraZeneca. Wie Felix Lobrecht es in seinem Podcast „Gemischtes Hack“ sagen würde: Impfung mit ASTRA 3000. Ich hatte davor keinerlei Bedenken über diesen Impfstoff, ich war froh, überhaupt so früh geimpft worden zu sein. Nach 24 Stunden habe ich mein Resümee bzgl. den Nebenwirkungen gezogen: ich hatte nichts, keine Kopfschmerzen, kein Schüttelfrost, nichts. So sehe ich optimistisch meinem zweiten Termin Ende April entgegen. Laut den Medien wird es dann wohl der Impfstoff Biontech sein“. 

Dora Rauch
Mediaberaterin (38, aushilfsweise als medizinische Fachangestellte tätig)
„Wegen meines Aushilfsjobs als MFA bekam ich meine beiden Impfungen mit dem Biontech Impfstoff. Ich habe die Impfung sehr gut vertragen und außer leichten Schmerzen an der Einstichstelle habe ich keinerlei Symptome verspürt. Bei der Zweitimpfung hat es mich dann etwas krasser erwischt. Am ersten Tag nach der Impfung plagten mich Fieber und Schüttelfrost, Tag Zwei bestand für mich hauptsächlich aus Kopfschmerzen. Ich hatte beim Sport mindestens zehn Tage lang das Gefühl eines deutlichen Leistungsverlustes. Das Ganze erinnerte mich ein bisschen an die Folgen, die man normalerweise von einer Grippe davonträgt. Durch meinen Aushilfsjob als MFA bin ich natürlich jeden Tag unter den Impflingen und bekomme dort auch Stimmung und Emotionen mit. Gegenüber dem Impfstoff AstraZeneca haben einige Impflinge Vorurteile. Doch die meisten Mediziner, mit denen ich gesprochen habe, halten ihn doch für einen guten Impstoff. Natürlich birgt er ein leicht erhöhtes Risiko für junge Frauen, die die Pille nehmen und rauchen. An sich ist der prozentuale Teil an Menschen, die schwerwiegende Folgen von der Impfung davontrugen jedoch gering. Die schwerwiegenden Folgen durch die Impfung sind selten aber vorgekommen, was eine gute Aufklärung unabdingbar macht! Allerdings sollte dann meiner Meinung nach jeder selbst die Entscheidung treffen können und dürfen“.

Anne Päckert
Redakteurin (24 Jahre, Betreuung von Grundschulkindern im Nebenverdienst)
„Aufgrund der Tatsache, dass ich einmal pro Woche in einer Gersthofer Grundschule Handballtraining über meinen Verein anbiete, habe ich im März ein Impfangebot erhalten. Im Impfzentrum in Bobingen wurde mir kurz nach der ersten „Wiederzulassung“ der Impfstoff AstraZeneca verimpft. Meine Vorerfahrungen mit anderen Impfungen waren unauffällig und ich hatte nie mit negativen Nebenwirkungen zu kämpfen gehabt. Am Tag der Impfung musste ich mich um kurz vor 9 Uhr am Impfzentrum mit meinen Unterlagen, den entsprechenden Ausweisen und meinem Personalausweis anmelden. Es folgte ein Aufklärungsvideo, bevor ich in die kleine „Impfzelle“ gebeten wurde. Der Piecks tat nicht weh, allerdings verspürte ich direkt im Anschluss eine kleine Taubheit an der Einstichstelle. Den restlichen Tag verbrachte ich wie immer, bis sich gegen späten Nachmittag eine deutliche Müdigkeit spürbar machte, ehe ein Schub von Schüttelfrost folgte, der mich mit anschließenden Hitze- und Kälteschwankungen bis in die Nacht begleitete. Der „Tag danach“ verlief überwiegend ruhig, ich hatte zwar weiterhin mit Kopfschmerzen und Müdigkeit zu kämpfen, allerdings in keinem großartigen Ausmaß. Meine zweite Impfung ist bisher auf den 13. Juni terminiert. Ich bin gespannt, ob und mit welchem Impfstoff die Impfung überhaupt stattfinden wird. Diese Unsicherheit bereitet mir doch ein paar Bauchschmerzen, obwohl ich ein klarer Befürworter der Impfung bin“.