128 Einsatzkräfte im Landkreis Neu-Ulm für langjähriges Ehrenamt geehrt
Feuerwehr, BRK und THW: Landrätin Eva Treu zeichnet in Weißenhorn Helferinnen und Helfer für 25, 40 und 50 Jahre ehrenamtlichen Einsatz aus.
Ob Feuerwehr, BRK oder THW: Sie helfen, wenn andere in Not geraten, und engagieren sich oft über Jahrzehnte für die Sicherheit der Bevölkerung. Bei einer Feierstunde in Weißenhorn hat Landrätin Eva Treu insgesamt 128 Einsatzkräfte für 25, 40 und 50 Jahre ehrenamtlichen Dienst ausgezeichnet.
Landrätin Eva Treu überreichte den Frauen und Männern die staatlichen Ehrenzeichen für 25, 40 und 50 Jahre Dienstzeit. Dabei machte sie deutlich, dass es bei der Auszeichnung um weit mehr gehe als um die Anzahl geleisteter Jahre. Vielmehr stehe dahinter eine Haltung, die von Verlässlichkeit, Kameradschaft und Menschlichkeit geprägt sei.
Die Geehrten seien Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Dafür verdienten sie großen Respekt und Anerkennung, betonte Treu.
Gemeinsam für die Sicherheit im Landkreis
Die Einsatzgebiete der ausgezeichneten Helferinnen und Helfer sind vielfältig. Feuerwehren, BRK und Wasserwacht sowie das THW übernehmen wichtige Aufgaben, wenn Menschen Unterstützung benötigen oder größere Schadenslagen bewältigt werden müssen.
Dabei kommt es nicht allein auf die technische Ausstattung und die Leistungsfähigkeit der einzelnen Organisationen an. Entscheidend ist auch, dass die verschiedenen Einheiten Hand in Hand arbeiten und sich gegenseitig unterstützen können. Gerade in schwierigen Situationen ist dieses Zusammenspiel unverzichtbar.
Landrätin Treu verwies darauf, dass Sicherheit nicht erst im Einsatzfall entsteht. Sie beruhe auch auf Menschen, die sich bereits lange im Voraus vorbereiten, regelmäßig üben und bereit sind, im Ernstfall Verantwortung zu übernehmen.
Ehrenamt braucht Rückhalt im Alltag
Ein wichtiger Punkt des Abends war auch die Frage, welche Voraussetzungen es braucht, damit Menschen sich langfristig ehrenamtlich engagieren können. Denn hinter jedem Einsatz stehen nicht nur die Helferinnen und Helfer selbst, sondern häufig auch Familien, Partner und Arbeitgeber.
Wenn Einsätze länger dauern als geplant, Übungen stattfinden oder Lehrgänge besucht werden müssen, wirkt sich das oft unmittelbar auf den Alltag aus. Angehörige müssen Verständnis aufbringen und berufliche Verpflichtungen mit dem Ehrenamt vereinbart werden.
Deshalb richtete Eva Treu ihren Dank ausdrücklich auch an die Familien und Arbeitgeber der Einsatzkräfte. Ohne deren Unterstützung wäre ein solches Engagement vielfach nur schwer möglich.
Wie sich ehrenamtlicher Einsatz und berufliche Anforderungen besser miteinander vereinbaren lassen, wurde auch bei einer Podiumsdiskussion thematisiert. Unter der Moderation von Wilhelm Schmid, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, diskutierten Vertreter aus Feuerwehr, BRK, Kommunen und Wirtschaft gemeinsam mit der Landrätin über das Verhältnis von Ehrenamt und Arbeitgebern.
Im Mittelpunkt standen gegenseitiges Verständnis und praktikable Absprachen, damit freiwilliges Engagement auch im Berufsalltag seinen Platz behalten kann.
50 Jahre im Dienst der Gemeinschaft
Die staatlichen Ehrenzeichen würdigen die langjährige Verbundenheit der Einsatzkräfte mit ihren Organisationen. Besonders beeindruckend sind dabei die Ehrungen für 50 Jahre Dienstzeit. Ein halbes Jahrhundert ehrenamtlicher Einsatz bedeutet unzählige Stunden bei Übungen, Ausbildungen und Einsätzen – und eine außergewöhnliche Bereitschaft, immer wieder für andere da zu sein.
Doch auch 25 oder 40 Jahre Engagement stehen für eine bemerkenswerte Kontinuität und Verlässlichkeit. Die Auszeichnungen machen deutlich, wie sehr der Bevölkerungsschutz im Landkreis Neu-Ulm von Menschen getragen wird, die ihre Aufgabe nicht nur kurzfristig, sondern über einen großen Teil ihres Lebens hinweg wahrnehmen.
„Es freut mich besonders, Landrätin eines Landkreises zu sein, in dem so viele Menschen bereit sind, anzupacken und für andere da zu sein“, erklärte Eva Treu. Sie machten den Landkreis nicht nur sicherer, sondern auch menschlicher.
Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde vom Duo SaxDu mit Fabian Weisenberger und Alexander Lugschi. Neben den Geehrten galt der Dank der Landrätin auch allen, die sich für die Organisation und Durchführung des Abends eingesetzt hatten.
Die Auszeichnung von 128 Einsatzkräften ist damit nicht nur eine Würdigung persönlicher Leistungen. Sie ist zugleich ein Zeichen dafür, wie wichtig das Ehrenamt für das Zusammenleben und die Sicherheit im Landkreis Neu-Ulm ist.










