300 Kinder und Jugendliche erleben Blaulicht-Aktionstag im Landkreis Günzburg

Im neuen Katastrophenschutzzentrum in Unterknöringen trafen sich rund 300 junge Mitglieder der Feuerwehr, des THW, des BRK und weiterer Hilfsorganisationen.

Blaulicht, Einsatzfahrzeuge und jede Menge Mitmachaktionen: Beim Aktionstag in Unterknöringen konnten junge Mitglieder der Günzburger Hilfs- und Rettungsorganisationen einen Blick hinter die Kulissen werfen und selbst aktiv werden.

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Bild: Benjamin Sigmund / Landratsamt Günzburg
Wie vielseitig die Arbeit der Blaulichtorganisationen ist, konnten rund 300 Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Günzburg am Freitag hautnah erleben. Im neuen Katastrophenschutzzentrum in Unterknöringen drehte sich bei einem gemeinsamen Aktionstag alles um Einsatzkräfte, technische Ausrüstung, Teamgeist und die Begeisterung für das Ehrenamt.

Eingeladen hatte Ferdinand Munk, Katastrophenschutz- und Blaulichtbeauftragter des Landkreises Günzburg, in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt. Ziel des Nachmittags war es, den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die verschiedenen Aufgaben der Hilfs- und Rettungsorganisationen näherzubringen und ihnen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, das neue Katastrophenschutzzentrum kennenzulernen.

Dabei blieb es nicht bei theoretischen Einblicken. An verschiedenen Mitmachstationen konnten die Kinder und Jugendlichen selbst aktiv werden, ihr Geschick unter Beweis stellen und gemeinsam knifflige Herausforderungen meistern. Besonders gefragt waren Teamarbeit, Kreativität und die Bereitschaft, sich neuen Aufgaben zu stellen. Als zusätzliche Motivation warteten Eintrittskarten für die Feuerwehrerlebniswelt in Augsburg auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Einblicke in die Arbeit der Blaulichtfamilie
Wie breit das Spektrum des Bevölkerungsschutzes ist, zeigten die zahlreichen beteiligten Organisationen. Neben der Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter (UG-ÖEL) und der ABC-Einheit waren die BRK-Bereitschaft Burgau, das Technische Hilfswerk (THW), die Polizei, die Feuerwehr und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) vertreten.

Sie präsentierten ihre Einsatzfahrzeuge, Geräte und Ausrüstung und gaben den jungen Gästen einen anschaulichen Einblick in ihren Arbeitsalltag. So wurde deutlich, wie unterschiedlich die Aufgaben der einzelnen Organisationen sind und wie wichtig das Zusammenspiel aller Beteiligten im Ernstfall ist.

Nachwuchs als Fundament für die Zukunft
Hinter dem Aktionstag steckt auch ein wichtiges Anliegen: die Nachwuchsarbeit. Ferdinand Munk möchte Kinder und Jugendliche frühzeitig für das Engagement in den Blaulichtorganisationen begeistern und sie darin bestärken, ihrem Ehrenamt langfristig treu zu bleiben.

„Wir möchten die Blaulichtfamilie von der Basis an stärken und weiter ausbauen“, betonte Munk. Deshalb seien bewusst die Nachwuchsorganisationen eingeladen worden.
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Denn ohne engagierte junge Menschen könnten die Hilfs- und Rettungsorganisationen ihre wichtige Arbeit auch in Zukunft nicht zuverlässig leisten.

Auch Landrat Hans Reichhart zeigte sich angesichts der großen Beteiligung beeindruckt. Er hob hervor, dass das Engagement der jungen Menschen keineswegs selbstverständlich sei. Bereits in jungen Jahren lernten sie, Verantwortung zu übernehmen, füreinander einzustehen und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Davon profitiere nicht nur die jeweilige Organisation, sondern der gesamte Landkreis. Schließlich sei es gerade im Bevölkerungsschutz entscheidend, dass die verschiedenen Einsatzkräfte zusammenhalten und sich aufeinander verlassen können.

Neues Katastrophenschutzzentrum stärkt die Zusammenarbeit
Der Aktionstag bot zugleich Gelegenheit, den neuen gemeinsamen Standort der Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises näher kennenzulernen. Seit Oktober 2025 sind die Unterstützungsgruppe Örtlicher Einsatzleiter (UG-ÖEL) und die CBRNE-Einheit (ABC-Dienst) gemeinsam in Unterknöringen untergebracht.

Beide Einheiten werden als sogenannte Regieeinheiten vom Landratsamt Günzburg betreut. Zuvor waren sie auf unterschiedliche Standorte im Landkreis verteilt. Durch die Zusammenlegung sollen die Zusammenarbeit und die gemeinsamen Ausbildungsmöglichkeiten verbessert werden. Damit entstehen wichtige Voraussetzungen für einen leistungsfähigen Katastrophenschutz im Landkreis.

Dass ein solcher Standort auch ein Ort der Begegnung und Nachwuchsförderung sein kann, zeigte der Aktionstag eindrucksvoll.

Zum Abschluss bedankte sich Landrat Hans Reichhart bei allen beteiligten Organisationen sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer Zeit, ihrem Einsatz und ihren Ideen den Nachmittag möglich gemacht hatten.

Die rund 300 Kinder und Jugendlichen dürften jedenfalls viele Eindrücke mit nach Hause genommen haben. Und vielleicht ist bei dem einen oder der anderen an diesem Tag auch die Begeisterung für ein langfristiges Engagement in der Blaulichtfamilie noch ein Stück gewachsen.