aux.atmen: Behelfs-Mund-Nasen-Masken aus Baumwollstoff

Mit impact.masken Gutes tun!

Er ist wohl einer der ersten Vereine in Augsburg der virtuell in einer Videokonferenz gegründet wurde. „aux.impact“, so heißt der neue Verein, der sich auf die Fahnen geschrieben hat, in der aktuellen Krise denjenigen in der Stadt zu helfen, die es auch ohne Corona schon schwer haben. Mit der Spendenaktion “aux.atmen” sollen 5.000 Masken für die hilfsbedürftigen Augsburger*innen bereitgestellt werden.

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Bild: aux.impact (e.V. in Gründung)
130.450 Menschen sind nach Stand Mitte April 2020 bereits am Corona-Vius in Deutschland erkrankt. Bisher zählte auch Augsburg über 320 bestätigte Infektionen. Ab dem 27. April 2020 gilt in Bayern sowohl im ÖPNV als auch in Geschäften die allgemeine Maskenpflicht. Mit aux.atmen soll ein Beitrag geleistet werden, so dass Augsburg trotz der aktuellen Corona-Krise atmen kann. So sollen besonders alte Menschen, Obdachlose, Geflüchtete sowie Empfänger*innen von Harz IV und Grundsicherung im Alter unterstützt werden.

„Am Anfang stand die Idee, Spenden zu sammeln um in den kleinen, lokalen Änderungsschneidereien Alltagsmasken für die Bedürftigen der Stadt nähen zu lassen“ so Nico Kanelakis. Der 43jährige ist Vorsitzender des Vereins und zusammen mit seiner Stellvertreterin, Elisabeth Mess, Initiator der Aktion. „Es ist schon eine Herausforderung, in einer Zeit der Ausgangsbeschränkungen, so ein Projekt auf die Beine zu stellen. Was im persönlichen Gespräch schnell geklärt ist, dauert digital oft länger.“, so Mess. Im Hauptberuf ist die 24jährige in der Forschung als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Augsburg tätig.
Aus der Notsituation wurde also das Beste gemacht und die zehn Gründungsmitglieder fanden sich in einer Videokonferenz zusammen, um den Verein aux.impact als Träger der Spendenaktion auf digitalem Weg zu gründen. “Das dem Latein entlehnte aux steht bei uns zwar auch für Augsburg aber in erster Linie für Hilfe und Unterstützung,” erklärt Kanelakis, der bis 2008 für die SPD im Augsburger Stadtrat saß. Das “impact” im Vereinsamen stehe “für die Wirkungskraft und den Einfluss, den jeder einzelne habe”.

Die ersten Partner-Organisationen hat aux.impact schon. Der SKM Augsburg, zu dessen Hilfsangeboten u.a. die Wärmestube, Streetwork sowie Kümmererdienste für dezentral untergebrachte Flüchtlinge gehören, die Drogenhilfe Schwaben und das Freiwilligenzentrum. Zwar könne der Verein derzeit noch keine Spendenquittungen ausstellen, so Kanelakis, er rechne aber bereits in der kommenden Woche mit der Zuerkennung der Gemeinnützigkeit durch die Finanzbehörden. Elisabeth Mess ist optimistisch, dass man dann auch größere Spendensummen einwerben könne.

Neben der Internet-Spendensammlung können Geldspenden für aux.atmen aber auch direkt auf das Konto des Vereins überwiesen werden. Außer Geld sammeln die beiden gemeinsam mit Ihren Helfern darüber hinaus auch Sachspenden. Insbesondere reine Baumwollstoffe und Hosengummibänder sind für die Produktion nötig aber im Moment schwer zu bekommen. Unter https://www.gofundme.com/f/auxatmen können sich Spendenwillige ab sofort daran beteiligen. Der Verein will auch in Echtzeit und so transparent wie möglich über die Verwendung der Spenden informieren.