Bundesinstitut: Lebenserwartung von Männern steigt in allen Bundesländern
Die Lebenserwartung von Männern ist im vergangenen Jahr in allen Bundesländern gestiegen. Als zweites Bundesland nach Baden-Württemberg überschritt nun auch Bayern die Marke von 80 Jahren, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Dagegen stieg die Lebenserwartung von Frauen nicht in allen Bundesländern an.
Laut BiB sorgt die Entwicklung dafür, dass die Lebenserwartung in allen Bundesländern insgesamt wieder auf dem Niveau vor der Coronapandemie angelangt ist. Während Bayern und Baden-Württemberg die besten Werte hervorbrachten, waren Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Schlusslichter.
Im Saarland und Bremen wiesen Frauen eine besonders niedrige Lebenserwartung auf, in Thüringen wurde sogar ein Rückgang von etwa einem halben Jahr verzeichnet. Sieben Bundesländer liegen laut BiB bei der weiblichen Lebenserwartung noch unter dem Vorpandemieniveau.
Die Unterschiede zwischen den am besten und schlechtesten abschneidenden Bundesländern bleiben deutlich. Bei den Männer seien es etwa 3,9 Jahre Differenz in der Lebenserwartung, bei den Frauen 2,6 Jahre, so das Institut.
Auch der Gesamtunterschied zwischen den Geschlechtern bleibt weiter stark erkennbar. Der niedrigste Abstand wurde mit 3,7 Jahren im Saarland verzeichnet. In den ostdeutschen Bundesländern leben Männer demnach fast überall mehr als fünf Jahre kürzer als Frauen. Mecklenburg-Vorpommern erreicht sogar einen Abstand von 6,4 Jahren.
Die gegensätzliche Entwicklung der Lebenserwartung bei Frauen und Männern könnte laut BiB mit dem Tabakkonsum zusammenhängen. Demnach war starkes Rauchen im 20. Jahrhundert bei Männern weiter verbreitet als bei Frauen. Allerdings sei dieser Konsum vor einigen Jahrzehnten bereits abgeebbt, während Frauen erst ab den 1970er-Jahren begannen, vermehrt zu Rauchen. Daher würden die negativen Folgen bei Ihnen aktuell noch zunehmen, hieß es.
© 2026 AFP




