GKV-Chef kritisiert Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei Arztterminen

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Lesegerät für VersichertenkarteBild: POOL/AFP/Archiv / ANNEGRET HILSE

Der Vorsitzende des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Oliver Blatt, hat gefordert, gesetzlich Versicherte bei der Vergabe von Arztterminen besserzustellen. Die 75 Millionen gesetzlich Versicherten finanzierten den allergrößten Teil der ärztlichen Honorare, sagte Blatt den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Trotzdem würden sie bei der Terminvergabe häufig gegenüber Privatpatienten benachteiligt. Das sei eine "himmelschreiende Ungerechtigkeit".

Blatt forderte, dass Termine in der ambulanten Versorgung "nach medizinischem Bedarf vergeben werden und nicht danach, wie jemand versichert ist". Ärzte sollten weiterhin Privatpatienten behandeln - "aber nicht automatisch bevorzugen". Ein gesetzlich Versicherter sollte nicht allein deshalb zwei Wochen länger warten müssen.