Der große Wallbox-Vergleich: Die richtige Ladestation für Ihr Elektroauto finden

Zuhause unabhängig laden

Die Anschaffung eines E-Autos wird unter anderem aufgrund des beschlossenen Corona-Konjunkturpakets und der derzeit niedrigeren Mehrwertsteuer immer attraktiver. Jedoch haben Interessenten oft Bedenken aufgrund der teilweise spärlich vorhandenen Ladeinfrastruktur – Abhilfe schafft hierbei eine eigene Ladestation zu Hause: die sogenannte Wallbox

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Bild: ADobe Stock / Maurice Tricatelle
Eine Wallbox wird manchmal auch als Wall Charging Station, Home Charging Station oder Wall Connector bezeichnet – grundsätzlich ist es nichts anderes als eine Steckdose, jedoch eine sehr spezielle: Sie wurde für ein schnelles, sicheres und komfortables Aufladen eines Elektroautos konzipiert. Zwar ist es prinzipiell möglich, an einer normalen Steckdose zu laden, doch die Leitungen sind für so große Strommengen über einen längeren Zeitraum nicht ausgelegt. Der Dauerbetrieb kann zu einer Überhitzung führen, somit besteht hier hohe Brandgefahr! Diese Möglichkeit ist also nur eine Notladefunktion, die sich zum Beispiel auf Reisen anbietet, wenn gerade keine spezielle Wallbox verfügbar ist.

Optimal: 11 kW Ladeleistung

Die Ladeleistungen einer Wallbox liegen zwischen 3,7 und 22 Kilowatt (kW), wobei in Deutschland für die meisten Elektroautos eine Home Charging Station mit 11 kW, die einphasig genauso wie zwei- und dreiphasig laden kann, optimal ist. Die Akkus werden hierbei relativ schnell aufgeladen und der erforderliche Drehstromanschluss für die Installation der Ladestation ist eigentlich in fast jedem Haushalt bereits vorhanden.  Vor allem die Sicherheit ist bei den Ladestationen besonders relevant: Für jede Wallbox sind ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) sowie ein Leitungsschutzschalter zwingend vorgeschrieben. 

In Elektroautos können außerdem zwei Arten von „Kraftstoffen“ verwendet werden: Man unterscheidet hier zwischen Wechselstrom (AC) und Gleichstrom (DC). Der Strom, der aus dem Netz kommt, ist immer Wechselstrom. Batterien – wie die in einem Elektrofahrzeug – können jedoch nur Gleichstrom speichern. Aus diesem Grund ist in den meisten elektronischen Geräten ein Wandler eingebaut, der Strom von Wechselstrom in Gleichstrom umwandelt und ihn dann in den Fahrzeugakku einspeist. 

Der Unterschied zwischen den beiden Ladeformen liegt in dem Ort, an dem der Wechselstrom umgewandelt wird, also eben innerhalb (DC) oder außerhalb des Autos (AC). Bei einem DC-Ladegerät kann Strom direkt in den Akku einspeist werden und es wird kein integriertes Ladegerät benötigt, um diesen umzuwandeln. Hier geht es also deutlich schneller, weshalb das Laden mit Gleichstrom in der Nähe von Autobahnen oder an öffentlichen Ladestationen, an denen man wenig Zeit zum Aufladen hat, gebräuchlicher ist. Arbeitet die Wallbox demnach mit Gleichstrom, so ist nicht nur ein schnelles, sondern auch ein bidirektionales Laden möglich: Der Strom kann also nicht nur in das Auto geladen, sondern bei Bedarf auch wieder entnommen werden.

Die großen Vorteile

Der größte Vorteil einer Wallbox ist ganz klar die weitest gehende Unabhängigkeit vom öffentlichen Versorgungsnetz, das teilweise noch spärlich vorhanden ist und erst nach und nach ausgebaut wird – insbesondere in ländlichen Gegenden ist das ein sehr wichtiges Kriterium. Ein weiterer Aspekt: der Bequemlichkeits- und Zeitfaktor. Während man gemütlich seinen Feierabend genießen kann, wird das eigene Elektroauto sicher in der Garage aufgeladen. Bei einer eigenen Wallbox bestimmt man selbst die Konditionen maßgeblich mit, ob durch einen günstigen Vertrag mit einem Energieversorger oder durch die eigene Photovoltaik-Anlage. Die Kosten für das öffentliche Laden liegen meist deutlich höher als die für heimischen Strom. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass eine Home Charging Station recht klein ist und platzsparend an der Wand hängt.

Neben diesen fest installierten Wallboxen gibt es außerdem mobile Ladeeinrichtungen, (sogenannte Mobile Charger), die an wechselnden Orten an vorhandene Haushalts- und Industriesteckdosen angeschlossen werden können, dafür aber auch vergleichsweise sehr viel teurer sind. Öffentliche Ladepunkte hierfür sind einfach per App oder Navigationsgerät zu finden. Nutzer sollten bei den mobilen Lösungen darauf achten, dass der Anbieter einen sogenannten codierten Steckdosen-Adapter mitliefert. Dieser erkennt die verwendete Steckdose automatisch und verhindert dadurch eine Überlastung.


Eine Auflistung der unterschiedlichen Wallboxen finden Sie in unserem e-paper: https://www.trendyone.de/magazin


Diese Hürden sind zu meistern

Der Nachteil einer eigenen Wallbox liegt unter anderem im damit verbundenen Aufwand: Vor der Inbetriebnahme muss man sich mit seinem Netzbetreiber in Verbindung setzen, dieser ist jedoch nicht unbedingt identisch mit dem eigenen Stromversorger. Wer Mieter ist, benötigt bislang noch zwingend die Einwilligung des Vermieters, um eine Wallbox anzubringen. Im März 2020 wurde ein Gesetz durch das Bundeskabinett beschlossen, das den Mietern ein Recht auf die Installation einer privaten Ladesäule einräumt – dabei muss der Mieter jedoch gegebenenfalls die Kosten tragen.

Doch auch in einer Eigentumswohnung beziehungsweise einer Gemeinschaftsgarage darf man ebenfalls nicht einfach selber entscheiden. Der Einbau der Home Charging Station muss bei einer Eigentümerversammlung einheitlich beschlossen werden und nach der aktueller Gesetzeslage kippt das Vorhaben sogar bei nur einer Gegenstimme. Damit bei einer solchen Garage den übrigen Bewohnern keine Zusatzkosten durch die Ladebox entstehen, empfiehlt es sich, einen Extra-Stromzähler zu installieren.

Kosten und Boni

Je nach Aufwand kann die Installation einer Wallbox bis zu 2.000 Euro kosten. Basismodelle beginnen bereits bei etwa 500 Euro, je nach Variante können es aber auch mehrere Tausend Euro sein. Hinzu kommen die Kosten für die Montage. Diese liegen je nach Anbieter und Voraussetzungen noch mal zwischen 100 und 2.000 Euro. Je nach Entfernung zum Sicherungskasten entstehen unterschiedlich hohe Mehrkosten – zum einen abhängig von der benötigten Anzahl von Wand- und Deckendurchbrüchen, zum anderen von der Wahl des passenden Kabels (Länge und Durchmesser). In der Regel vermitteln Anbieter auch einen Installations- und Wartungsservice. 

Unterstützung durch Bund und Länder

Der Kauf von Elektroautos wird mit dem Umweltbonus von Bund und Autoherstellern schon seit 2016 unterstützt, dazu kommen nun weitere Ersparnisse durch das Corona-Konjunkturpaket. Generell ziehen Länder, Städte und Stromwerke immer mehr mit Zuschüssen für die Planung und den Einbau privater Ladestationen nach. Ein Tipp hierbei: Auch Freiberufler und Unternehmer können von Förderprogrammen profitieren – die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) etwa gewährt günstige Kredite für entsprechende Investitionen. Das Bundeskabinett hat Ende 2019 außerdem den „Masterplan Ladeinfrastruktur“ beschlossen, in dessen Rahmen unter anderem 50 Millionen Euro Fördergeld für private Lademöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Umsetzung soll noch in diesem Jahr erfolgen.

In Bayern gibt es übrigens eine Förderung von Wallboxen in Höhe von 200 Euro, die Voraussetzung hierfür ist jedoch die Installation einer Photovoltaik-Anlage. Hinzu kommen weitere regionale Förderungsprogramme, beispielsweise von den jeweils ansässigen Stadtwerken. Nachfragen lohnt sich also, aber Vorsicht: Dies sollte unbedingt im Vorfeld erledigt werden, im Nachhinein gibt es nämlich häufig kein Geld mehr.

Kann eine  Wallbox selbst installiert werden?

Eher nein. Bei der Installation der Wallbox ist Starkstrom im Spiel – aus diesem Grund sollte man den sachgerechten Einbau am besten einem Experten, also einem zertifizierten Elektriker überlassen. Wenn die Wallbox eigenständig eingebaut wird und es später oder schon während des Einbaus zu einem Schadensfall kommt, kann es schnell Probleme mit der Versicherung geben und im schlimmsten Fall kann der Besitzer ganz auf den Kosten sitzen bleiben. Insbesondere bei veralteten Leitungen kann die Installation schnell sehr teuer werden – daher sollte man unbedingt vorab einen Fachmann zu Rate ziehen. 

Wichtig: Genehmigung beim Netzanbieter

Verbraucher sollten auf eine Konformitätserklärung des Herstellers achten, die seit dem April 2019 für die verpflichtende Anmeldung der Wallbox beim Netzbetreiber benötigt wird. Hardware-Anbieter und Energieversorger helfen hierbei, die individuell passende Lösung zu finden, da die Vorschriften je nach Ladeleistung variieren:  Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge mit Bemessungsleistungen > 3,6 kW müssen beim Netzbetreiber lediglich angemeldet werden. Wenn die Summen-Bemessungsleistung 12 kW je Kundenanlage überschreitet, wird die vorherige Beurteilung und Zustimmung des Netzbetreibers benötigt. Bei einer Bemessungsleistung > 12 kW müssen eine Möglichkeit zur Steuerung / Regelung (z. B. in 10%-Schritten), eine intelligente zeitliche Steuerung oder Regeleinrichtungen zur Netzintegration über eine Unterbrechbarkeit durch den Netzbetreiber aufweisen.

Welche Anbieter gibt es? 

Es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten, um eine Wallbox zu kaufen. Die Autohersteller selbst haben die Heimladestationen im Angebot, zudem gibt es sie bei Stromanbietern und selbst in gängigen E-Fachmärkten und –Versandhäusern beziehungsweise Online-Shops wie Amazon. Stromanbieter verkaufen die Wallboxen häufig deutlich günstiger und nicht selten sind die Einrichtung durch einen Fachbetrieb und die Wartung hier mitinbegriffen. Zu den bekanntesten Herstellern zählen das Familienunternehmen ABL, die eher junge Firma Wallbe sowie die langjährig bestehenden Unternehmen Heidelberg und Mennekes – der „Mennekes Ladestecker Typ 2“ wurde übrigens 2014 per EU-Gesetz zum Standard für ganz Europa erklärt.

Wie wird die Wallbox bedient?

Je nach Modell sind Wallboxen über das Smartphone oder Tablet drahtlos steuerbar. Mit den jeweiligen Apps kann der Ladevorgang jederzeit gestartet und gestoppt werden. Zudem bieten die Apps einen Überblick über Betriebszustand, Energieverbrauch und die anfallenden Stromkosten der Wallbox. An den meisten Modellen gibt es außerdem ein kleines Display, auf dem sich Einstellungen vornehmen und Informationen ablesen lassen.

Wallbox Sharing: Den eigenen Anschluss vermieten?

Die Idee des sogenannten Wallbox-Sharing ist noch relativ jung. Der prinzipiell logische Gedanke dahinter: Wer eine Wallbox zu Hause hat, kann sie in der Zeit, in der er sie selbst nicht nutzt, einfach anderen Elektroauto-Fahrern anbieten. Das Ganze geht dann über eine App, in der die private Ladesäule über einen bestimmten Zeitraum gemietet werden kann. Den Preis für das Laden bestimmt jeder Vermieter selbst. Das Prinzip klingt simpel, ist aber noch nicht serienreif – verschiedene Start-Up‘s arbeiten jedoch bereits an der Entwicklung.

Welche Wallbox ist die Richtige?

Wenn Sie sich eine Wallbox zulegen möchten, sollten Sie auf mehrere Kriterien achten. Eine umfangreiche Übersicht verschiedener Modelle bietet unsere Tabelle, im Folgenden werden nun die wichtigsten Aspekte genauer erläutert.

Steckersystem

Bei den meisten Elektroautos wird der Typ-2-Stecker eingesetzt. Dieser ermöglicht auch das Schnellladen und eignet sich für Ladeleistungen bis 43 kW – die übliche Leistung an öffentlichen Schnellladesäulen. Ältere Modelle sowie viele Autos von asiatischen oder US-Herstellern sind hingegen mit dem Typ-1-Stecker ausgestattet. Dieser ist jedoch nicht auf Schnellladen ausgelegt und erlaubt lediglich Ladeleistungen von maximal 7,4 kW. Einige japanische Modelle haben wiederum andere Steckertypen wie zum Beispiel den Chademo-Stecker, zudem gibt es noch den CCS-Stecker. Tesla verwendet für seine Supercharger übrigens eine modifizierte Version des Mennekes-Stecker Typ 2 (für die Modelle S und X – das Model 3 hat wiederum einen CCS-Stecker).

Ladeleistung

Bei der Ladeleistung der Home Charging Station spielen zwei Faktoren eine Rolle. Zum einen sollte die Ladeleistung des Elektroautos zur Ladeleistung der Wallbox passen – lädt das Auto also etwa nur mit 4,6 kW, nützt die hohe Ladeleistung einer 22- oder 11- Kilowatt-Wallbox dafür nichts, weil der Akku trotzdem nur mit 4,6 kW lädt. Außerdem stellt sich die Frage, inwieweit die Home Charging Station zu den jeweils verlegten elektrischen Leitungen passt, beziehungsweise ob zusätzliche (oftmals kostenintensive) technische Arbeiten notwendig wären. Diese Frage betrifft vor allem die 22-Kilowatt-Wallboxen. Wer sich für eine 11-Kilowatt-Wallbox entscheidet, hat diesbezüglich in der Regel keinerlei Probleme. Mit der dreiphasigen Ladestation bleibt man stets flexibel und kann ältere Stromer mit geringer Ladeleistung genauso auf wie Plug-in-Hybride und Elektroautos mit Schnellladung laden.

Die Ladedauer eines Elektroautos kann ganz einfach selbst berechnet werden und zwar, indem man die Batteriekapazität durch die Ladeleistung der Ladestation teilt. Eine Formel gibt den groben Richtwert an, der je nach Fahrzeugmodell und Ladeleistung (Wirkungsgrad) leicht variieren kann. Bei einer dreiphasigen 11-Kilowatt-Wallbox (400 Volt, 16 Ampere) benötigt man beispielsweise bei einem Lithium-Ionen-Akku mit 52 Kilowatt ungefähr fünf Stunden (52/11=4.73).

Zugriffsbeschränkung

Manche Wallboxen bieten einen Schutz vor unberechtigter Nutzung durch andere – hierbei gibt es verschiedene Sicherheitsmechanismen wie einen Schlüsselschalter oder die sogenannte RFID-Funktion: Erst wenn der Nutzer erkannt wird, erfolgt die Freischaltung des Ladevorgangs.

Integrierter Stromzähler

Teilweise haben die Ladestationen einen bereits integrierten Stromzähler, der den Energieverbrauch an andere Geräte und Systeme sendet und genau den momentanen Verbrauch oder auch den Gesamtverbrauch anzeigen kann.  Mit dem integierten Stromzähler ist es möglich,  den Energieverbrauch präzise zu protokollieren. Sinnvoll ist dies etwa, wenn beispielsweise das elektrische Dienstfahrzeug zuhause geladen wird, ein E-Auto mit einer Wallbox lädt, die in einer gemeinschaftlich genutzten Garage angebracht wurde oder auch, wenn Wallboxen von mehreren Personen genutzt werden.

Integriertes Ladekabel

Hat die Wallbox kein fest integriertes Ladekabel, können Sie dieses in den unterschiedlichsten Ausführungen im Fachhandel erwerben (Kosten: je nach Ausführung ca. 300 Euro). Hierbei unterscheidet man noch zwischen dem Mode 2-Ladekabel (zum Anschluss an eine gewöhnliche Haushaltssteckdose) und dem Mode 3-Ladekabel (Verbindungskabel zwischen Ladestation und Elektroauto). Hierbei gilt es, auf die Kabellänge zu achten. Kommt etwa in einer Doppelgarage ein zweites Elektroauto dazu, sorgt ein zu kurzes Kabel schnell für Verdruss – andererseits sollte das Kabel auch nicht zu lang sein, da es sonst sehr schwer und unhandlich wird.

PV-Überschussladung 

Ein Elektroauto lässt sich natürlich auch mithilfe vom eigens produzierten Photovoltaikstrom aufladen. Manche Ladeboxen ermöglichen eine Photovoltaik (PV)-Überschussladung: Dies kann über eine dynamische Ansteuerung (der reale aktuelle PV-Überschuss wird komplett der Wallbox zur Verfügung gestellt und kontinuierlich angepasst) oder über eine Art „Start“-Signal (Ladevorgang beginnt erst bei einem vorher definierten PV-Überschuss) erfolgen.

Integrierter FI-Schutzschalter 

Bei hochpreisigen Modellen sind die FI-Schalter oft schon integriert, bei günstigeren muss man sie hinzukaufen – dies kann schnell um die 300 Euro zusätzlich (zuzüglich Installation) kosten. Für die Ladestationen wurde explizit der FI-Schalter Typ A EV konzipiert, der in der Lage ist, glatte Gleichfehlerströme zu erkennen. Ebenfalls zulässig ist ein FI-Schalter Typ B, der jedoch teurer ist. Achten Sie darauf, dass der FI-Schalter der Ladeleistung Ihres Elektroautos entspricht.

IP Schutzklasse

Die Schutzklasse IP (Internal Protection) gibt an, unter welchen Umgebungsbedingungen die Ladestation eingesetzt werden darf. Die meisten Ladestationen sind für den Außenbereich geeignet. IP 44 bedeutet, dass die Ladestation gegen Berühren mit Werkzeugen, leitenden Gegenständen mit einem Durchmesser > 1,0 mm und gegen Fremdkörper mit einem Durchmesser > 1,0 mm sowie gegen Spritzwasser geschützt ist. Bei IP 54 ist die Wallbox sowohl vollständig gegen Berührungen und Staubablagerungen im Inneren geschützt als auch gegen Spritzwasser aus jeglichem Winkel.

Lastmanagement

Unter dem Begriff des Lastmanagements versteht man das Betreiben mehrerer Ladestationen bei einer begrenzten Anschlussleistung. Ist die Summe der Anschlussleistungen aller Ladestationen (z. B. vier Ladestationen mit jeweils 22 kW Ladeleistung = Anschlussleistung von 88 kW) höher als die Gesamtanschlussleistung (z. B. 43 kW), dann muss sichergestellt werden, dass nicht alle Elektroautos an den vier Ladestationen gleichzeitig die volle Leistung von 22 kW ziehen. Gängige Lastmanagementsysteme können dann die derzeitige Überlast erkennen und verhindern. Weitere Kriterien betreffen die Kommunikation / Bedienung (etwa die Möglichkeit, die Wallbox über das Smartphone beziehungsweise eine App zu steuern oder sie über WLAN in das heimische Netzwerk einzubinden), das Programmieren von Ladezeitpunkten und Ladezeiten, die Anzahl der Ladeanschlüsse sowie die Möglichkeit der Nutzerverwaltung (Einrichten mehrerer Nutzer).