Deutschland - Serbien 2:0 Klopps verzögerter Erfolg

Bei der Nationalelf ist der Knoten geplatzt

m dritten Anlauf hat es endlich geklappt: Die deutsche Nationalmannschaft feierte unter Bundestrainer Jürgen Klopp ihren ersten Sieg – und der fiel deutlich überzeugender aus, als es das 2:0 gegen Serbien vermuten lässt. Von Beginn an bestimmte die DFB-Elf das Geschehen, setzte den Gegner unter Druck und erspielte sich Chance um Chance. Nach dem Unentschieden zum Auftakt in den Niederlanden und der bitteren Heimniederlage gegen Griechenland war es genau die Reaktion, die Mannschaft und Trainer gebraucht hatten. Nun gilt es, den Schwung mitzunehmen: Schon am Sonntag wartet in Thessaloniki das Rückspiel gegen Griechenland – und damit die Gelegenheit, auch die Ausgangslage in der Nations League wieder deutlich zu verbessern.

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Bild: Kolbert Press
Dabei hätte die Entscheidung eigentlich schon viel früher fallen können – vielleicht sogar müssen. Die deutsche Mannschaft übernahm von Beginn an die Kontrolle und drängte Serbien tief in die eigene Hälfte. Angriff auf Angriff rollte auf das Tor der Gäste zu, doch zunächst schien der Ball einfach nicht hinein zu wollen. Nicht weniger als 16 Torschüsse standen zwischenzeitlich für die DFB-Elf zu Buche, während Serbien offensiv praktisch überhaupt nicht stattfand.

Was in den ersten beiden Spielen unter Jürgen Klopp noch häufig gefehlt hatte, war diesmal von Beginn an zu erkennen: Tempo, Konsequenz und vor allem die Bereitschaft, nach Ballverlusten sofort wieder nachzusetzen. Deutschland ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen und blieb trotz der vielen vergebenen Möglichkeiten geduldig. Die Belohnung folgte schließlich in der 39. Minute. Tom Bischof sorgte mit seinem Treffer für die längst überfällige Führung und löste damit auch ein Stück weit den Knoten.

Nach der Pause änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Serbien musste nun mehr riskieren, doch die deutsche Mannschaft behielt die Kontrolle. Statt sich mit dem knappen Vorsprung zurückzuziehen, suchte sie weiter den Weg nach vorne. In der 61. Minute war es Florian Wirtz, der mit dem 2:0 für deutlich beruhigendere Verhältnisse sorgte.

Dass danach kein weiterer Treffer mehr fiel, änderte wenig am Gesamteindruck. Deutschland brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und ließ kaum Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Abend als Sieger vom Platz gehen würde. Nach dem 1:1 in den Niederlanden und der 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland war dieser Erfolg wichtig – nicht nur für die Tabelle, sondern auch für das Gefühl, dass der unter Klopp eingeschlagene Weg funktionieren kann.

Und plötzlich sieht auch die Situation in der Nations League wieder interessanter aus. Denn während Deutschland seine Aufgabe gegen Serbien erledigte, ließen auch die Niederlande Punkte liegen. Oranje kam gegen Griechenland nicht über ein 2:2 hinaus. Damit bleibt die Gruppe eng genug, um den Blick wieder nach oben richten zu können.

Umso wichtiger wird nun allerdings das Rückspiel am Sonntag in Thessaloniki. Griechenland hat bereits beim Hinspiel gezeigt, wie unangenehm es der deutschen Mannschaft werden kann. Diesmal reist die DFB-Elf jedoch mit einem Erfolgserlebnis und einer deutlich verbesserten Vorstellung im Rücken an. Gelingt dort die Revanche, wäre nicht nur die Niederlage aus dem ersten Duell korrigiert. Deutschland könnte sich mit dem zweiten Sieg innerhalb weniger Tage auch in der Nations League endgültig zurückmelden.

Der erste Schritt ist jedenfalls gemacht. Und nach zwei Spielen, in denen noch vieles nach Arbeit aussah, hat die deutsche Mannschaft im dritten Anlauf erstmals gezeigt, wohin die Reise unter Jürgen Klopp gehen könnte.