Die richtige Nachhilfe für Ihr Kind

Lernen will gelernt sein

Zwei mal drei macht vier - widewidewitt und drei macht neune. Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt. Nun gut, vielleicht ist Pipi Langstrumpf nicht die erste Wahl für eine fundierte Nachhilfe. Aber Spaß hat sie dabei, keine Frage. Was haben wir noch? Ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd. Zugegeben, die letzten beiden Punkte könnten bei einer Nachhilfestunde für Ablenkung Sorgen, erfüllen dennoch einen wichtigen Faktor: Wohlfühl-Atmosphäre. Haben Kinder Spaß am Lernen und befinden sich in einer angenehmen Umgebung, ist der Zugang zum Verstehen um einiges leichter. Also überdenken wir die Sache mit Pipi Langstrumpf nochmal. Denn wann Nachhilfe für Ihr Kind sinnvoll ist und welche Formen der Nachhilfe es gibt, erfahren Sie im Handumdrehen.

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Bild: Adobe Stock, Robert Kneschke

Wann ist Nachhilfe sinnvoll?

Haben Kinder in einem Fach regelmäßig Probleme mit den Hausaufgaben und im Unterricht, sollte intensiv über eine Nachhilfe nachgedacht werden. Auch wenn die Kleinen Schwierigkeiten dabei haben, selbstständig ihre Hausaufgaben zu bewältigen, kann Unterstützung hier gut platziert sein. Schlechte Noten beeinflussen nicht nur die fachliche Ebene ihres Kindes, sondern auch die Seelische. 

Es gibt aber auch äußere Faktoren, die eine Nachhilfeentscheidung begünstigen. Zum Beispiel wenn die Kleinen über einen längeren Zeitraum krank waren und Unterrichtsinhalte versäumt haben, die sie nicht selbstständig wieder aufholen können. 

Kriterien für die Auswahl einer geeigneten Nachhilfe

Achten Sie auf Zertifikate, z.B. vom TÜV Rheinland. Dieser prüft definierte Qualitätskriterien bei Nachhilfeanbietern. Die Auditoren bewerten die Nachhilfeschulen mithilfe von rund 90 verschiedenen Kriterien. Das Zertifikat ist ein objektives Urteil, das Eltern hilft, sich auf dem unübersichtlichen Nachhilfemarkt zurechtzufinden.

Auch der persönliche Eindruck ist von großer Wichtigkeit. Haben Sie bereits eine Vorauswahl getroffen, schauen Sie sich die Lehrer ruhig ein bisschen genauer an. Für den Erfolg der Nachhilfe ist es mitentscheidend, dass sich Schüler wohl und vom Lehrer gut betreut fühlen.

Welche Form der Nachhilfe ist gut für Ihr Kind?

Sind Wissensdefizite in einem Fach größer, ist die Form der Einzelnachhilfe für Ihr Kind besonders gut geeignet. Der Nachhilfelehrer kann ganz individuell auf Fragen und Probleme eingehen und die fehlenden Grundlagen gezielt wiederholen.

Ist ihr Kind ein „Rudeltier“ und lernt gern mit anderen zusammen, kann auch die Gruppennachhilfe in Frage kommen. Jedoch nur solange es darum geht, Unterrichtsinhalte zu vertiefen oder sich auf eine besondere Klassenarbeit vorzubereiten. Vorteil: In der Gruppe lernt Ihr Kind zusätzlich durch Fragen und Probleme der anderen. Obacht: Eine Gruppe sollte nicht aus mehr als fünf Schülern bestehen, die den gleichen Lernstand und ein ähnliches Tempo haben. 

Wir vergleichen…

..Eltern als Nachhilfelehrer: Vorsicht:
Laut einer scoyo-Studie fühlen sich 74 Prozent der Eltern verpflichtet, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen und schlüpfen in die Rolle des Nachhilfelehrers. Diese Art der Nachhilfe ist kostenlos und immer abrufbereit. Nicht selten jedoch steht die emotionale Verbindung innerhalb der Familie einer konstruktiven, objektiven Lernbegleitung im Weg. 

..Private Nachhilfe: Lernen auf Augenhöhe.

Die private Nachhilfe ist die am häufigsten genutzte Form der Lernbegleitung in Deutschland. Die Eins-zu-eins-Situation eignet sich besonders, wenn größere Wissenslücken zu schließen sind. Pluspunkt für Kinder, die Hemmungen haben, vor der Klassen nachzufragen. Ihr Kind selbst bestimmt das Lerntempo und ist nicht von anderen Gruppenteilnehmern abhängig. Achtung: Einzelunterricht ist recht teuer. 

..Computergestützte Nachhilfe: Digitales Entertainment.

Es ist bunt, es macht Geräusche und blinken können sie meistens auch. Computergestützte Lernprogramme sorgen für spaßorientierte Lernfortschritte. Und Freude am Lernen erhöht bekanntlich den Lerneffekt. Digital basierte Nachhilfen bieten sich besonders bei kleineren Lern- und Übungsrückständen oder als regelmäßige Lernbegleitung und Ergänzung zum Schulunterricht an. Weiterer großer Vorteil: Computer sind geduldig und objektiv. Ihr Kind kann im eigenen Tempo, selbst motiviert und selbst gesteuert lernen. Die Lerninhalte sind zu jeder Zeit und von jedem Ort aus abrufbar – und dabei halten sich die Kosten dezent im Hintergrund. Aber Vorsicht: Sind Kinder digital unterwegs, lauern Reizüberflutung und brennende Augen. Achten Sie darauf, dass Lernprogramme werbefrei sind und wie lange sich Ihr Kind vor dem Bildschirm aufhält. 

In diesem Sinne, machen wir uns die Welt, wie sie uns gefällt. Viel Erfolg!|Text: Stefanie Steinbach

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