Eine Nacht, viele Bühnen: Augsburg feiert beim Honky Tonk

17 Bands, acht DJs und zahlreiche Kneipen, die zu Konzertbühnen wurden: Beim 31. Riegele Honky Tonk zog Augsburg am Samstagabend musikalisch durch die Nacht

in Abend, an dem die nächste Band nur ein paar Straßen weiter wartet: Das Riegele Honky Tonk hat Augsburg am Samstag wieder in eine große musikalische Kneipenlandschaft verwandelt. Statt sich auf eine Bühne und eine Musikrichtung festzulegen, konnten sich die Besucher von Lokal zu Lokal bewegen, neue Klänge entdecken und den Abend ganz nach ihrem Geschmack gestalten. Das Konzept ist längst vertraut – und gerade darin liegt sein Reiz. Rock, Blues, Soul, Irish Folk, Swing und Salsa: Die musikalische Bandbreite der 31. Ausgabe war groß. 17 Bands spielten in den teilnehmenden Locations, später übernahmen acht DJs in Clubs und Diskotheken. Das Honky Tonk bot damit nicht nur Konzertmomente, sondern auch die Möglichkeit, aus einem gewöhnlichen Kneipenabend eine kleine musikalische Entdeckungsreise zu machen.

cropped-1794096577-20261107_200754
Beim Riegele Honky Tonk wurde Augsburg zur musikalischen Kneipenmeile: In Bars und Clubs sorgten Bands und DJs für Live-Musik und Festivalstimmung.Bild: Nina Königs
Das Festival lebt vom Wechsel. Wer gerade noch einem Bluesgitarristen zugehört hat, kann sich wenig später bei Rock’n’Roll oder Irish Folk wiederfinden. Die einzelnen Lokale werden zu Stationen eines Abends, der sich nicht vollständig planen lässt. Man bleibt, wenn die Musik gefällt, und zieht weiter, wenn die Neugier auf das nächste Konzert größer ist.

„Das Schöne ist, dass man sich nicht für eine Band entscheiden muss. Man kann einfach losziehen und schauen, wo es einem gefällt“, sagt Conny aus Schwabmünchen. Gerade diese Freiheit gehört zum Grundgedanken des Kneipenfestivals: Musik wird nicht nur auf einer großen Bühne präsentiert, sondern mitten in der Stadt und in einem Umfeld, in dem Menschen ohnehin zusammenkommen.

Musik bringt Menschen zusammen

Das Honky Tonk ist dabei mehr als eine Aneinanderreihung von Konzerten. Es bietet Gelegenheit, Freunde zu treffen, mit anderen Musikfans ins Gespräch zu kommen und auch Lokale neu zu entdecken. Die unterschiedlichen Genres sprechen ein breites Publikum an.
Anzeige
Während manche gezielt wegen einer bestimmten Band unterwegs sind, lassen sich andere treiben.

„Man kennt das Festival schon, aber jedes Jahr entdeckt man etwas Neues“, beschreibt eine Besucherin die besondere Mischung aus Vertrautheit und Überraschung. Ihr Partner bringt die Stimmung auf den Punkt: „Man geht eigentlich nur kurz auf ein Konzert – und plötzlich ist der ganze Abend vorbei.“

Mit dem Wechsel von Live-Musik zu DJ-Sets setzte sich die Nacht auch nach den Bandauftritten fort. In den Clubs wurde getanzt, während sich andernorts die letzten Konzertgäste noch auf den Weg zur nächsten Station machten.

Ein fester Termin im Augsburger Kalender

Die 31. Ausgabe zeigt, wie stark das Honky Tonk in der Augsburger Veranstaltungskultur verankert ist. Das Format verbindet lokale und überregionale Künstler, unterschiedliche Musikgeschmäcker und die Gastronomie der Stadt. Es lebt davon, dass Besucher nicht nur zuhören, sondern unterwegs sind – und dass aus vielen einzelnen Konzerten ein gemeinsamer Abend entsteht.

Am Ende bleibt das Honky Tonk vor allem als Einladung in Erinnerung: raus aus dem Alltag, hinein in die Musik und von einer Bühne zur nächsten. Augsburg wurde für eine Nacht zur Kneipenmeile mit Live-Sound. Und manchmal braucht es dafür keine große Festivalwiese, sondern nur eine offene Tür, eine Band und Menschen, die Lust haben, gemeinsam Musik zu erleben.

Fazit: Das Riegele Honky Tonk setzt auf ein unkompliziertes Konzept, das Augsburgs Kneipen und Musikszene miteinander verbindet. Die Vielfalt der Bands und die Möglichkeit, den Abend selbst zu gestalten, machen den Reiz des Festivals aus.