Energiebericht 2020 – Isny übertrifft Zielsetzungen

Der Energiebericht 2020 zeigt, dass Isny seine energiepolitischen Hausaufgaben beispielsweise beim Strom schon gut erledigt, dass es aber noch einiges zu tun gibt. Andrea Pezold, Sachgebietsleiterin Liegenschaften bei der Stadt Isny, hat den Bericht im Technik-, Immobilien- und Umweltausschuss vorgestellt.

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Bild: Adobe Stock / Fabian
Dass im Januar 2022 der Energiebericht 2020 kommt, liegt daran, dass für 2021 noch nicht alle Daten vorliegen. Die Abrechnungen können zu Jahresbeginn erst nach und nach erfolgen.

Das Land Baden-Württemberg hat sein Klimaschutzgesetz reformiert. Mittelfristig soll ein flächendeckendes kommunales Energiemanagement erreicht werden. Dafür ist ein Umbau des bisherigen Energieberichts notwendig. Unter anderem ist eine Berichtspflicht über Energieverbrauchsdaten von 80 Prozent der Hauptverbraucher an das Land bis zum 30. Juni des Folgejahres gefordert. Das erhöht den Zeitdruck für die Bearbeiter, wie Andrea Pezold erläutert. Eine Witterungsbereinigung ist dabei nicht mehr gefordert. Für die Vergleichbarkeit der Verbrauchsdaten über Jahre hinweg, ist sie dennoch notwendig. Entscheidend ist künftig auch die Hauptnutzung eines Gebäudes. Wenn also im Rathaus einer Ortschaft die Verwaltungsräume kleiner sind als die darin enthaltenen Wohnungen, zählt es komplett als Wohngebäude.

Die Witterungsbereinigung bestätigt übrigens, was im Grunde ja längst bekannt ist: Im langjährigen Mittel wird es in Isny deutlich wärmer.

Die Corona-Pandemie hinterlässt bei den Energieverbräuchen ihre Spuren. Die Kosten für Heizung, Strom und Wasser in den städtischen Liegenschaften, in denen nicht gewohnt wird (beispielsweise Schulen, Dorfgemeinschaftshäuser, Feuerwehren, Turnhallen, Parkhäuser) sind teils erheblich zurückgegangen. Insbesondere bei Strom und Wasser lässt sich ein starker Verbrauchsrückgang feststellen.

Wieviel eine Umstellung auf LED-Leuchten bringt, zeigt ein Diagramm mit dem Stromverbrauch von Straßenbeleuchtung. Manche Linie geht da steil nach unten. Der Austausch gegen LED amortisiert sich in wenigen Jahren und wiegt sogar die Preissteigerungen beim Strom weit auf.

Was die Wärme anbelangt, ist Isny bei seinen kommunalen Liegenschaften richtig gut. 2020 lag der Anteil von regenerativen Energieträgern bei 77,3 Prozent, die Stadt hat damit die Zielsetzung für das komplette Gemeindegebiet von mehr als 65 Prozent bis 2030 im Bereich der kommunalen Liegenschaften also schon jetzt übertroffen. 

Bei den CO2-Emissionen hat Isny 2020 77 Prozent gegenüber 2009 eingespart. Damit wurde die Zielsetzung von 65 Prozent bis 2030 übertroffen. Beides beweist, dass Isny seine Vorbildrolle ernst nimmt.

Sorgenkinder sind derzeit noch die Schulen wie auch die Gemeinschaftsunterkünfte bei Wasser und Strom. Und in Sachen selbsterzeugte Strom hat Isny ebenfalls noch etwas nachzuholen. Die Stadt stellt zwar Dächer für Anlagen zur Verfügung, betreibt bislang aber keine PV-Anlage selbst.