Festakt: 125 Jahre Strom für Bayerns Südwesten - 125 Jahre LEW

Ministerpräsident Markus Söder würdigt Tradition und Zukunft der Energieversorgung in der Region

Zum Festakt zum 125-jährigen Bestehen der LEW kam Ministerpräsident Markus Söder per Boot über den Lechkanal: Gemeinsam mit den LEW-Vorständen Dietrich Gemmel und Malte Sunderkötter legte er am historischen Wasserkraftwerk in Gersthofen an. Hier produzierten vor 125 Jahren die Turbinen die erste Kilowattstunde Strom der LEW. Und hier nahm die Elektrifizierung von Bayerns Südwesten ihren Anfang: Binnen 20 Jahren wurden erst Augsburg, später weite Teile Bayerisch-Schwabens und angrenzende Gebiete ans Stromnetz der LEW angeschlossen.

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Bild: Jonas Ziegler, LEW
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Bild: Jonas Ziegler, LEW
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Bild: Jonas Ziegler, LEW
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Bild: Jonas Ziegler, LEW
Die Elektrifizierung bedeutete einen Epochenwechsel für die Region: Licht und elektrische Geräte zogen in Haushalte ein und erleichterten den Alltag. Mit der stromgestützten chemischen Industrie kamen neue Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung, in Landwirtschaft und Fabriken konnte harte und gefährliche körperliche Arbeit durch elektrische Maschinen übernommen werden. Strom wurde zur Grundlage für den technischen Fortschritt und den Wohlstand der Region.

Heute speisen über 165.000 Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien in das Netz der Verteilnetztochter LVN ein. Die LEW betreibt 36 Wasserkraftwerke an Donau, Iller, Wertach, Günz und Lech sowie mehrere PV-Parks und Batteriespeicher. Das fast 10.000 km lange Glasfasernetz der LEW in der Region ist eine starke digitale Infrastruktur, die durch moderne Rechenzentren ergänzt wird. Mit Investitionen in Netze, Digitalisierung, Wasserkraft und innovative Technologien gestaltet die LEW gemeinsam mit ihren Partnern die Energiezukunft in Bayerns Südwesten und treibt den Ausbau einer sicheren, nachhaltigen und leistungsfähigen Energieversorgung voran.

Höhepunkt des Festakts im Wasserkraftwerk Gersthofen war ein gemeinsames Zukunftssignal für die Energieversorgung in Bayerns Südwesten. Dabei schlossen die LEW-Vorstände Dietrich Gemmel und Malte Sunderkötter gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder, Umweltminister Thorsten Glauber, Jugendminister Manuel Knoll, Schwabens Bezirkstagspräsident Martin Sailer, zugleich Augsburgs Landrat, sowie E.ON-Netzvorstand Thomas König symbolisch ein Stromkabel zusammen: „Verbindung entsteht dort, wo Menschen Verantwortung gemeinsam tragen – für die Region und ihre Energieversorgung“, lautete das Motto dieses besonderen Moments.

Auf dem Kraftwerksgelände und im historischen Dampfkraftwerk, das einst als Reserve für die Versorgungssicherheit gebaut wurde, zeigte die LEW exemplarisch, wie sie Energieversorgung heute gestaltet: Eine Drohne, die Stromleitungen und Dämme zur Kontrolle autonom befliegen kann. Berufstaucher im Übungstauchbecken, die Unterwasser-Instandhaltungsarbeiten für die Anlagensicherheit durchführen. Projekte von der Fischaufstiegshilfe bis zu Flussufern, die gemeinsam mit Kommunen neu gestaltet und zugänglicher gemacht wurden. Die Inno.Live-Plattform der LEW, die mit digitalen Sensoren vom Flusspegel bis zur Parkplatzauslastung hilft, digitale Zwillinge ihrer Gemeinden zu schaffen und smarter zu handeln.

Zum Abschluss der Veranstaltung schrieb Ministerpräsident Söder eine Widmung an die LEW und die heimische Wasserkraft – nicht in ein Goldenes Buch, sondern auf einen drei Tonnen schweren Laufradflügel einer Wasserkraftturbine vom Lech, die über sieben Jahrzehnte zuverlässig aus der Kraft des Wassers erneuerbaren Strom erzeugt: „Energie vom Lech stärkt Bayern – gestern, heute, morgen!“

Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident

„Wasserkraft ist Bayerns Heimatenergie: Herzlichen Glückwunsch zu 125 Jahre Lechwerke! Die Elektrifizierung war der wirtschaftliche Aufbruch Schwabens zu einer der leistungsfähigsten Regionen Deutschlands. Bayern ist Land der Erneuerbaren Energien: Wir sind Nummer 1 bei der installierten Leistung sowie dem Zubau Erneuerbarer Energien und sind insbesondere Vorreiter bei Wasserkraft, Photovoltaik und Geothermie. Durch Zukunftstechnologien wie KI, Rechenzentren und autonomes Fahren wird der Energiebedarf in Zukunft weiter enorm steigen – darum setzen wir auf einen breiten Energie-Mix. Den Ausbau der Stromnetze beschleunigen wir durch einfachere Verfahren und weniger Bürokratie. Aber auch die hohen Steuern und Abgaben auf Energie müssen runter, denn sie bremsen die Wirtschaft. Nur mit bezahlbarer, sicherer und verlässlicher Energie werden wir Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand im Inland erhalten. Die Lechwerke sind dabei für die Region Schwaben ein starker Partner“.

Dr. Dietrich Gemmel, Vorstand der Lechwerke AG

„Die Geschichte der LEW und der Elektrifizierung der Region begann vor 125 Jahren mit der Wasserkraft. Damals wie heute zeigt sich: Wo großer Fortschritt möglich wird, ist verlässlich verfügbarer Strom eine entscheidende Grundlage. Heute kennen wir die Region, betreiben wichtige Infrastruktur und halten Wissen, Fachleute und technische Fähigkeiten vor, die im Ernstfall unmittelbar verfügbar sind. Diese Verbindung aus Nähe, Vorsorge und starken Partnerschaften macht unsere besondere Verantwortung aus: die Energieversorgung zu sichern und damit Wohlstand zu stärken und der Region neue Möglichkeiten zu eröffnen.

Dr. Malte Sunderkötter, Vorstand der Lechwerke AG

„Unsere Region in Bayerns Südwesten verfügt mit Wasser und Sonne über einen besonderen Energiereichtum. Damit Strom auch künftig sicher verfügbar, nachhaltig und bezahlbar bleibt, müssen Erzeugung und Verbrauch, Netze und Speicher nicht nur ausgebaut werden, sondern intelligent zusammenspielen. Genau dafür investieren wir bis 2030 rund 1,6 Milliarden Euro. Diese Summe ist mehr als ein Investitionsprogramm. Sie ist unser Bekenntnis zur wirtschaftlichen Zukunft unserer Region und zu unserem Anspruch, für unsere Kundinnen und Kunden eine sichere, bezahlbare und immer nachhaltigere Energieversorgung zu gestalten.“