Gartenfest würdigt ehrenamtliches Engagement und die Ideen junger Menschen

Hortus Natura- ein Garten voller Vielfalt, Begegnung und Zukunft

Bei bestem Sommerwetter wurde am 10. Juli im „Hortus Natura“ ein ganz besonderes Fest gefeiert. Viele Gäste folgten der Einladung des Klimaschutzmanagements der Stadt Kempten (Allgäu), des LBV - Landesbund für Vogel- und Naturschutz und des Stadtjugendrings Kempten zum Gartenfest und zur Vernissage „Hortus Natura – Garten der Vielfalt“ und machten die Veranstaltung zu einem großen Erfolg.

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V.l.n.r.: Monika Schirutschke vom LBV, Oberbürgermeister Christian Schoch und Baureferent Tim Koemstedt lassen sich von Jugendlichen über die Ergebnisse des Projekts „Gar...Bild: Jörg Spielberg
Im Mittelpunkt standen die Würdigung der bisherigen Arbeit des ehrenamtlichen Hortus Natura -Teams rund um Manuela Härtl- Hiller, die feierliche Übergabe des Gartens an die LBV - Kreisgruppe Kempten/Oberallgäu des Landesbund für Vogel- und Naturschutz, sowie die Präsentation der Ergebnisse des Jugendprojekts „Garten der Vielfalt“ durch Herrn Oberbürgermeister Christian Schoch und Herrn Koemstedt vom Referat „Planen, Bauen und Verkehr“.

Unter den Gästen befanden sich weiterhin zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik und Verwaltung, Mitarbeitende der Stadt Kempten, Vertreter des LBV im Ehren- und Hauptamt, Akteure der Initiative „Küche für Alle“, Fachkräfte der Jugendarbeit, zahlreiche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Nachbarinnen und Nachbarn sowie weitere Engagierte aus den Bereichen Umweltbildung und Klimaschutz. Die Vielfalt der Anwesenden spiegelte dabei eindrucksvoll die Offenheit und den Begegnungscharakter des „Hortus Natura“ wider.







Ein besonders bewegender Moment des offiziellen Programms war die Würdigung des langjährigen ehrenamtlichen Engagements des Hortus Natura-Teams. Mit viel Herzblut, Fachwissen und unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden haben die Ehrenamtlichen den Hortus Natura über Jahre hinweg aufgebaut, gepflegt und zu einem einzigartigen Lern-, Erlebnis- und Begegnungsort entwickelt. Im Rahmen des Festes wurde die Verantwortung für die weitere Pflege und Entwicklung des Gartens symbolisch an den LBV übergeben. Damit bleibt der Garten auch künftig ein lebendiger Ort für Artenvielfalt, Bildung und gemeinschaftliches Engagement.

Ebenso im Fokus standen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Projekts „Garten der Vielfalt“. Gemeinsam mit dem Stadtjugendring, dem LBV und dem Klimaschutzmanagement der Stadt Kempten hatten sie in den vergangenen Monaten den Garten aktiv mitgestaltet, eigene Ideen entwickelt und sich mit Themen wie Nachhaltigkeit, Naturerleben, Gemeinschaft und Zukunftsgestaltung auseinandergesetzt. An verschiedenen Stationen präsentierten sie ihre Ergebnisse.

Speziell das eigens entwickelte Kartenspiel „Hortudex“ des Jugendzentrums Sankt Mang mit der ersten präsentierten Ausgabe „Wasser-Edition“ fand großen Anklang.
Wassertiere wurden bewundert und ins Spiel eingebaut, abgebildet und mit ihren Stärken charakterisiert. Das Kartenspiel funktioniert dabei wie ein Quartett, bei dem im Spiel die Eigenschaften der Tiere gegeneinander antreten und wer die höhere Zahl hat, bekommt die Karte und ist dran. Ebenso können die Karten gesammelt werden- hierbei verbinden sich Spiel, Spaß und Lernen.

Große Bewunderung fand weiterhin die Ausstellung mit bemalten Textilbannern von jungen Leuten, wo Lebewesen aus dem Garten von ihnen gemalt und abgedruckt waren. An den anderen Stationen konnten die Gäste erleben, was die Jugendlichen in den letzten Monaten noch erkundet haben: reparierte Nisthilfen, Kochen am Feuer, Mikroskopieren und die Auseinandersetzung mit Biodiversität, Klimaschutz und Nachhaltigkeitsthemen. Die Präsentationen machten eindrucksvoll sichtbar, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und ihre Ideen in konkrete Projekte umsetzen können. Auch das Spielmobil der Stadt Kempten (Allgäu) in ihrer Arbeit mit Kindern im „Hortus“ in den letzten Jahren wie z.B. das Anlegen des Naschgartens wurde durch Herrn Oberbürgermeister Schoch gewürdigt.

Besonders erfreulich war, dass die Veranstaltung von allen Beteiligten als großer Mehrwert wahrgenommen wurde. Das Gartenfest schuf einen offenen Begegnungsraum für Menschen unterschiedlichster Hintergründe und Generationen. In einer unkomplizierten, einladenden und wertschätzenden Atmosphäre entstanden zahlreiche Gespräche, neue Kontakte und gemeinsame Ideen. Der Hortus Natura zeigte sich einmal mehr als Ort, an dem Natur, Bildung und Gemeinschaft auf besondere Weise zusammenfinden.

Auch Oberbürgermeister Christian Schoch sowie weitere Entscheidungsträger nutzten die Gelegenheit intensiv zum Austausch. Sie blieben über den offiziellen Teil hinaus lange auf dem Gelände, besuchten die Projektstationen und führten zahlreiche Gespräche mit den Jugendlichen, den Projektpartnern und den ehrenamtlich Engagierten. Dieser direkte Dialog wurde von vielen Beteiligten als wertvolles Zeichen der Anerkennung und des Interesses an den Anliegen junger Menschen sowie dem Klima- und Naturschutz wahrgenommen.

Für besondere Stimmung sorgte die Beteiligung der „Küche für Alle“, wo miteinander gekocht, gegessen und gelacht wurde. Zwischen Blühflächen, Projektstationen und Sitzgruppen wurde die gemeinsame Vision aller Beteiligten spürbar: Begegnung ermöglichen, nachhaltiges Handeln fördern, Natur erlebbar machen und Menschen zusammenbringen.

Mit Dankbarkeit blickten die Veranstalter auf die erfolgreiche Zusammenarbeit aller Partner zurück. Ihr besonderer Dank galt den zahlreichen Ehrenamtlichen, den beteiligten Jugendlichen und Fachkräften sowie den Förderern des Projekts, insbesondere der Stadt Kempten und der Dr. Rudolph Zorn Stiftung. Gleichzeitig wurde bereits ein Ausblick auf die Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit gegeben: Dank der weiteren Förderung werden die Angebote und Aktivitäten des Projekts auch in den kommenden Monaten fortgeführt.

Das Gartenfest und die Vernissage haben eindrucksvoll gezeigt, was entstehen kann, wenn ehrenamtliches Engagement, kommunale Unterstützung und die Ideen junger Menschen zusammenwirken. Der Hortus Natura bleibt damit ein Garten der Vielfalt – und zugleich ein lebendiges Beispiel dafür, wie Zukunft gemeinsam gestaltet werden kann.