Greta Călinescu übernimmt Theater Ulm: Erste Intendantin der Geschichte offiziell im Amt
Neue Ära am Theater Ulm: Greta Călinescu ist seit der Spielzeit 2026/2027 die erste Intendantin des ältesten Stadttheaters Deutschlands.
Das Theater Ulm hat erstmals in seiner Geschichte eine Intendantin. Greta Călinescu ist seit Beginn der Spielzeit 2026/2027 für die künstlerische Gesamtverantwortung des Hauses zuständig und übernimmt zugleich die Leitung der Schauspielsparte. Am Mittwoch, 23. September 2026, wurde die 38-Jährige im Foyer des Ulmer Rathauses offiziell in ihr neues Amt eingeführt. Oberbürgermeister Martin Ansbacher begrüßte Călinescu im Namen der Stadt und wünschte ihr für ihre neue Aufgabe viel Erfolg.
Călinescu ist in der Region keine Unbekannte. Die 1988 in Würzburg geborene Theatermacherin wuchs in Herrlingen bei Ulm auf. Berufliche Erfahrungen sammelte sie unter anderem am Staatstheater Nürnberg, wo sie von 2023 bis 2025 als geschäftsführende Produktionsleiterin tätig war. Zudem arbeitet sie als Regisseurin.
Oberbürgermeister Ansbacher betonte bei der Amtseinführung, dass Călinescu eigene Ideen und umfangreiche Erfahrungen aus dem Theaterbetrieb mitbringe. Gleichzeitig hob er ihre Verbundenheit mit der Region hervor.
Der Ulmer Gemeinderat hatte Călinescu bereits am 20. November 2024 zur Nachfolgerin von Kay Metzger gewählt. In der Schauspielsparte folgt sie auf Marlene Schäfer.
„Es gehört zu dieser Stadt“
Bei ihrer Amtseinführung machte Călinescu deutlich, welche Rolle das Theater künftig für sie spielen soll. Für sie sei das Theater Ulm nicht lediglich ein Kulturbetrieb, sondern ein echtes Stadttheater, das eng mit der Stadt und ihren Menschen verbunden ist.
Sie wünsche sich ein Haus, das offen für Ulm sei, den Austausch suche und unterschiedliche Menschen zusammenbringe. Das Theater solle zuhören, sich einmischen, unterhalten und herausfordern – und gleichzeitig Raum für große Kunst bieten.
Mit dem Amtsantritt von Greta Călinescu beginnt damit eine neue Phase in der Geschichte des Theater Ulm. Als Intendantin und Schauspieldirektorin wird sie künftig sowohl die künstlerische Ausrichtung des gesamten Hauses als auch die Entwicklung der Schauspielsparte maßgeblich prägen.






