Berufung: Prinz Harry und Elton John kämpfen weiter gegen "Daily Mail"-Verlag

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Britischer Prinz HarryBild: AFP/Archiv / JUSTIN TALLIS

Der Rechtsstreit zwischen dem britischen Prinzen Harry und weiteren Prominenten mit dem britischen Boulevardzeitungsverlag ANL geht in die nächste Runde. Ihre Klienten hätten am Freitag Berufung gegen die Entscheidung eines Londoner Gerichts beantragt, das ihre Klage abgewiesen und die Prominenten zur Zahlung von Prozesskosten in Höhe von 9,5 Millionen Pfund (umgerechnet elf Millionen Euro) an den Verlag verurteilt hatte, teilte die Anwaltskanzlei Sheridans mit. Sowohl das Urteil als auch die Auferlegung der Prozesskosten seien "rechtlich fehlerhaft".

Die Prominenten hatten dem Verlag der "Daily Mail" und der "Mail on Sunday" vorgeworfen, Privatdetektive angeheuert zu haben, um Autos und Wohnungen zu verwanzen sowie private Telefongespräche abzuhören. An der Klage hatten sich neben Prinz Harry unter anderem Popstar Elton John sowie dessen Ehemann David Furnish und die Schauspielerinnen Sadie Frost und Elizabeth Hurley beteiligt. Harry hatte in dem Prozess im Januar in einer emotionalen Aussage den ANL-Medien vorgeworfen, seiner Frau Meghan das Leben "zur Qual" gemacht zu haben.

Ein Londoner Gericht entschied im Juli allerdings, dass die Prominenten ihre Vorwürfe nicht ausreichend belegt hätten. Stattdessen verdonnerte es sie im August zur Zahlung der Prozesskosten des Verlags von 9,5 Millionen Pfund. ANL hatte ursprünglich weitaus höhere Ausgaben geltend gemacht. Das Urteil nannte der Verlag "einen glänzenden Sieg".