Hochhaus „Ypsilon“ am Ehinger Tor in Ulm füllt sich langsam

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Das neue Hochhaus „YPSILON“ am Ehinger Tor in Ulm füllt sich mit Leben. Das städtebaulich markante, zehnstöckige Gebäude gibt dem Busbahnhof „Ehinger Tor“ einen neuen, großstädtisch wirkenden Anstrich. „Die Kosten und der Zeitplan sind im kalkulierten Rahmen geblieben“, betonte Investor Volker Munk anlässlich der Inbetriebnahme des Gebäudes.

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Bild: Ulmer Pressedienst
Das vom Architekturbüro Mühlich, Fink & Partner geplante Gebäude bietet 3300 Quadratmeter Büroflächen, knapp 700 Quadratmeter Handelsflächen, 18 Micro-Appartements zwischen 28 und 38 Quadratmeter sowie 23 Eigentumswohnungen mit bis zu 180 Quadratmeter Wohnfläche. Insgesamt stehen etwas mehr als 6000 Quadratmeter Nutz- und Wohnfläche und 80 Parkplätze oberirdisch und in eine Tiefgarage zur Verfügung. Die Erdgeschossfläche des „Ypsilon“ in Richtung Ehinger Tor wird von der Sparkasse, den Stadtwerken und der Bäckerei Betz genutzt. Die Bäckerei wird auch Sitzplätze im neuen Geschäft anbieten.

Das Gebäude werte den Bereich, der früher eher eine triste Ecke war, deutlich auf, freut sich Investor Volker Munk. Das Ehinger Tor hat sich mit dem „Ypsilon“ zu einem hellen, freundlichen Platz mit Einzelhandel- und Dienstleistung gewandelt. Munk ist überzeugt, dass „das markante Tor zur Ulmer Innenstadt eine neue Form von Wohnen und Arbeiten in Ulm bietet“. In direkter Nachbarschaft baut die Stiftung Liebenau ebenfalls ein neues Gebäude, welches direkt an das Ypsilon angebaut wird, und ein weiterer Baustein zur Aufwertung des Areals „Ehinger Tor“ sein wird.
Mit nur einem Katzensprung zum Bahnhof – per Straßenbahn oder zu Fuß – werde Wohnen und Arbeiten im Zeitalter von Stuttgart 21 hier eine neue Qualität bekommen, ergänzt Julika Kern aus dem Projektteam. Sämtliche Verkehrsanbindungen sind ideal und die Innenstadt ist in zehn Gehminuten erreichbar. „Diese Vorteile sehen auch Mieter und Käufer“, so Julika Kern.

Fast alle Wohneinheiten waren innerhalb von nur drei Wochen verkauft. Verfügbar sind noch moderne Büroflächen mit einer Fläche von 150 bis 700 Quadratmetern mit Ausbau nach Mieterwunsch. Ein großer Vorteil sei, dass Interessierte im „Ypsilon“ fertige Einheiten besichtigen können, was die Entscheidung erleichtere, erklärt Nina Munk. So habe man auch die Wohnungen angeboten. Der Verkauf wurde erst gestartet als alle Wohnungen komplett fertiggestellt waren. „Die Käufer sahen, was sie bekommen und bezahlten erst bei Übergabe,“ berichtet Nina Munk.
Der Bau des imposanten Gebäudes war nicht nur eine planerische, sondern auch eine logistische Herausforderung – und Meisterleistung. Allein um den Aushub für die zweigeschossige Tiefgarage aus der Stadt zu bringen, waren 1000 Lkw-Ladungen notwendig. Die Lastwagen fuhren die Baustelle im exakten Taktverkehr an, um den öffentlichen Nahverkehr am ZOB nicht zu behindern. Während der Bauarbeiten musste über der Busspur ein Tunnel errichtet werden, damit der Verkehr von Bus- und Straßenbahn sowie wichtige Bauarbeiten gleichzeitig möglich waren. Heute fahren die Busse unter der Auskragung des Turmgebäudes hindurch.

In Ulm denkt man groß. Das ursprünglich nur mit sieben Geschossen geplante Gebäude wurde auf Wunsch des Ulmer Gemeinderats drei Etagen höher gebaut und dadurch zu einem Hochhaus, erläutert Volker Munk. Auch von Seiten der Stadt gibt es viel Lob. Für den Ulmer Baubürgermeister Tim von Winning verleiht „Das Ypsilon“ dem Bereich am Ehinger Tor jetzt ein neues Gesicht und eine urbane Atmosphäre. Und das soll nicht das Ende sein. „Diese tolle Entwicklung am Ehinger Tor wird die Stadt im Rahmen der Landesgartenschau gern weiter unterstützen und verbessern“, versprach der Ulmer Baubürgermeister. Demnach werde die Wandlung des Platzes am Ehinger Tor in den nächsten Jahren von einem Verkehrsknoten zu einem attraktiven städtischen Ort mit Nachdruck weitergeführt, so Tim von Winning.