Lückenschluss im Radwegenetz

Gemeinde Kutzenhausen und Landkreis Augsburg geben Start- schuss für Radweg zwischen Rommelsried und Biburg

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Bild: Lina Prinzensing
Nach mehr als zehn Jahren Planung ist es so weit: Mit dem Spatenstich am vergangenen Montag hat der Bau des straßenbegleitenden Geh- und Radwegs zwischen Rommelsried und Biburg begonnen. Die rund 2,5 Kilometer lange Strecke an der Kreisstraße A1 schließt eine wichtige Lücke im Radwegenetz des Landkreises Augsburg. Eine Besonderheit: Die Gemeinde Kutzenhausen übernimmt die Umsetzung des Projekts in Sonderbaulast für den Landkreis. Die Fertigstellung ist nach aktuellem Bauzeitenplan für Mitte 2027 vorgesehen. „Endlich geht es los. Mit diesem Radweg schließen wir die letzte noch bestehende Lücke in der Radwegverbindung vom westlichen Landkreis bis in die Stadt Augsburg“, freut sich Kutzenhausens Erster Bürgermeister Andreas Weißenbrunner. „Das Projekt beschäftigt uns und vor allem die Menschen vor Ort schon seit vielen Jahren. Mein herzlicher Dank gilt Landrat Martin Sailer und dem Landkreis Augsburg für die Unterstützung und die gemeinsame Suche nach einer Lösung. Ein besonderer Dank geht auch an die Bayerischen Staatsforsten. Gerade die Grundstücksfragen waren eine entscheidende Herausforderung. Umso erfreulicher ist es, dass wir diese gemeinsam lösen konnten.“ Auch Landrat Martin Sailer betont die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Gute Infrastruktur darf nicht an Gemeindegrenzen enden. Die Menschen wollen eine sichere und vernünftige Verbindung – und genau die schaffen wir jetzt gemeinsam. Dass die Gemeinde Kutzenhausen den Bau in Sonderbaulast für den Landkreis übernimmt, ist ein starkes Zeichen für unsere kommunale Zusammenarbeit. So bringen wir ein wichtiges Verkehrsprojekt gemeinsam voran und verbessern die Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer nachhaltig.“

Langjährige Planung, gemeinschaftliche Umsetzung

Die Planungen begannen 2015 mit ersten Gesprächen und einer umfangreichen Untersuchung möglicher Trassen. 2018 fiel die Entscheidung für eine umsetzbare Variante südlich der Kreis- straße. Neben der Trassenführung stellte insbesondere der erforderliche Grunderwerb eine Herausforderung dar. Die Gemeinde Kutzenhausen prüfte 2023 die Umsetzung in Sonderbaulast; die Vereinbarung zwischen Landkreis und Gemeinde wurde 2024 beschlossen. Ende 2025 folgte der Zuwendungsantrag bei der Regierung von Schwaben. „Das Projekt zeigt, dass sich auch anspruchsvolle Infrastrukturvorhaben realisieren lassen, wenn alle Beteiligten gemeinsam an Lösungen arbeiten“, so Sailer. „Mein Dank gilt der Gemeinde Kutzenhausen, ihrem Bauamt und den Bayerischen Staatsforsten für die konstruktive Zusammenarbeit.“

3,2 Millionen Euro für mehr Sicherheit

Der neue Geh- und Radweg wird rund 2,5 Kilometer lang. Zwei Querungshilfen an den Ortseingängen sollen für zusätzliche Sicherheit sorgen. Für den Bau müssen mehr als 20.000 Kubikmeter Boden und Schüttgüter bewegt, über 2.000 Meter Entwässerungsleitungen verlegt und mehr als 4.000 Tonnen Asphalt eingebaut werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Euro. 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten werden über das Bundesförderprogramm „Stadt und Land“ gefördert. Mit dem neuen Geh- und Radweg werden Rommelsried und Biburg sicher miteinander verbunden. Zugleich wird die Radwegeverbindung vom westlichen Landkreis in Richtung Augsburg vervollständigt