Memmingen ist für den Winter gerüstet: Bauhof stellt Winterdienst vor

750 Tonnen Streusalz, 12.000 Liter Sole und rund 90 Mitarbeitende stehen bereit – Stadtratsmitglieder informieren sich über Fahrzeuge, Abläufe und Aufgaben des Bauhofs

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Mitglieder des Stadtrats informierten sich über die Fahrzeuge des Winterdienstes des Memminger Bauhofs vor Ort – im Bild das Stramot-Fahrzeug.Bild: V. Weyrauch/ Pressestelle Stadt Memmingen
Memmingen ist für den Winter gerüstet: Bauhof stellt Winterdienst vor
750 Tonnen Streusalz, 12.000 Liter Sole und rund 90 Mitarbeitende stehen bereit – Stadtratsmitglieder informieren sich über Fahrzeuge, Abläufe und Aufgaben des Bauhofs

Memmingen bereitet sich auf die kalte Jahreszeit vor: Damit Straßen, Geh- und Radwege auch bei Schnee und Eis möglichst sicher passierbar bleiben, ist der städtische Bauhof für den Winterdienst bestens aufgestellt.
Insgesamt stehen 750 Tonnen Streusalz, 12.000 Liter Sole sowie rund 50 Räum- und Streufahrzeuge zur Verfügung.
Etwa 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen bei winterlichen Wetterverhältnissen für sichere Verkehrswege.

Wie umfangreich die Aufgaben des Bauhofs sind und welche Abläufe hinter dem Winterdienst stehen, darüber informierten sich Mitglieder des Memminger Stadtrats bei einem Termin direkt vor Ort.
Dabei erhielten sie Einblicke in den Fuhrpark, die Einsatzplanung und die Organisation der Räum- und Streuarbeiten.

Einsatzbereitschaft ab November

Vom 1. November bis zum 31. März befindet sich der Winterdienst in Bereitschaft. Bereits ab 3 Uhr morgens ist der sogenannte „Stramot“ (motorisierter Straßenwärter) im Stadtgebiet unterwegs.
Er kontrolliert besonders gefährdete Stellen, an denen sich schnell Glätte bilden kann, und dokumentiert regelmäßig die Wetter- und Straßenverhältnisse.
Werden Reif- oder Schneeglätte festgestellt, alarmiert er das Winterdienst-Team.

Im Bedarfsfall rücken bis zu 90 Beschäftigte aus: 50 Fahrerinnen und Fahrer sowie 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Handräumarbeiten.
Die Einsatzkräfte kümmern sich um Straßen, Geh- und Radwege, Bushaltestellen sowie Parkplätze.

Zwischen 3:30 Uhr und 6:30 Uhr sind die großen Räumfahrzeuge mit Schneepflug und Streugutsilo auf rund 280 Straßenkilometern unterwegs.
Ergänzend übernehmen kleinere Fahrzeuge und Traktoren die Räumung von etwa 100 Kilometern Geh- und Radwegen sowie von 30 Bushaltestellen.

Ab 5 Uhr beginnen zudem die Handräumarbeiten. Dabei werden insbesondere Ampelkreuzungen, Fußgängerüberwege, Zebrastreifen und Unterführungen von Schnee und Eis befreit.
Ziel ist es, die Straßen in der Regel bis 6:30 Uhr und die Geh- und Radwege bis spätestens 7 Uhr verkehrssicher zu machen. An Sonn- und Feiertagen gilt für die Geh- und Radwege eine Räumzeit bis 8 Uhr.
Bei anhaltendem Schneefall sind die Einsatzkräfte kontinuierlich im Einsatz.

Klare Prioritäten beim Räumen und Streuen

Um die Verkehrssicherheit auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen möglichst schnell zu gewährleisten, arbeitet der Winterdienst nach einem festgelegten Prioritätenplan.
Vorrang haben Straßen mit besonders hoher Verkehrsbedeutung.
Dazu zählen beispielsweise die Bismarckstraße in Richtung Klinikum, der Rennweg zur Feuerwache, wichtige Schulbusstrecken sowie Ring- und Ausfallstraßen.
Auch Radwege und Bushaltestellen werden bevorzugt geräumt.

Streusalz kommt gezielt auf Hauptverkehrsstraßen und Straßen mit Buslinien zum Einsatz. Neben- und Wohnstraßen werden nachrangig und nicht zwingend bei jeder Räumrunde berücksichtigt.

Rücksichtnahme erleichtert die Räumarbeiten
Damit die Räumfahrzeuge möglichst ungehindert arbeiten können, bittet die Stadt die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung.
Autofahrerinnen und Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge nach Möglichkeit auf dem eigenen Grundstück und nicht am Straßenrand abstellen.
Parkende Autos können insbesondere große Räumfahrzeuge behindern und dazu führen, dass einzelne Straßen nicht vollständig geräumt werden können.
In solchen Fällen müssen zusätzliche Schmalspurfahrzeuge eingesetzt werden.

Auch Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer tragen Verantwortung für die Sicherheit im Winter.
Sie sind verpflichtet, die Gehwege vor ihrem Grundstück oder einen etwa einen Meter breiten Gehstreifen am Straßenrand von Schnee und Eis freizuhalten beziehungsweise freihalten zu lassen.
Der anfallende Schnee ist auf dem eigenen Grundstück zu lagern und darf nicht auf bereits geräumte Fahrbahnen geschoben werden.

Bauhof auch außerhalb des Winterdienstes im Einsatz

Auch an Tagen, an denen kein Winterdiensteinsatz erforderlich ist, gibt es für die Beschäftigten des Bauhofs viel zu tun.
Dann stehen unter anderem die Wiederherstellung von Straßenbanketten, die Instandsetzung von Feldwegen und die Beseitigung von Schlaglöchern auf dem Arbeitsplan.

Mit einer gut organisierten Einsatzplanung, einem leistungsfähigen Fuhrpark und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der Memminger Bauhof somit auf die Herausforderungen der Wintersaison vorbereitet.