Tucker und Suri verstärken die Erdmännchengruppe im Tiergarten Ulm
„Die drei verstehen sich prima“
Im Tiergarten Ulm gibt es tierischen Zuwachs. Mit dem sechsjährigen Erdmännchen-Weibchen Suri und dem vierjährigen Männchen Tucker sind zwei neue Bewohner aus dem Tiergarten Worms nach Ulm gezo-gen, die künftig gemeinsam mit Erdmännchen Jack ihr Gehege unsicher machen.
Um die Gruppe neu aufzustellen, fand nun im Rahmen der Kooperation verschiedener Zoos ein Tiertausch zwischen dem Tiergarten Ulm und dem Tiergarten Worms statt. Dabei hieß es für den Tiergarten Ulm zugleich Abschied nehmen vom eigenen Nachwuchs: Mika ist das erste in Ulm geborene Erdmännchen und nimmt damit einen besonderen Platz in der Geschichte des Tiergartens ein. Gerade regelmäßigen Besucherinnen und Besuchern des Tiergartens dürfte sie gut in Erinnerung bleiben, schließlich konnten sie ihre Entwicklung vom Jungtier bis zum erwachsenen Erdmännchen in Ulm miterleben.
Für Mika beginnt im Tiergarten Worms nun ein neuer Lebensabschnitt. Sie bekommt die Chance, eine eigene Familie zu gründen. Bestandteil des Austauschs war außerdem eine Pfauendame, die ebenfalls nach Worms wechselte.
Im Gegenzug kamen Tucker und Suri nach Ulm. Mit den beiden Neulingen beginnt auch im hiesigen Tiergarten ein neues Kapitel. Für das zugereiste Männchen dürfte es auch ein entspannteres werden, denn es war in seiner Wormser Gemeinschaft verdrängt worden. Dazu Kießling: „Man darf sich nicht vom knuffigen Aussehen täuschen lassen, auch bei Erdmännchen gibt es zum Teil schwerwiegende Rangstreitigkeiten. Daher war es in diesem Fall doppeltes Glück, dass es jeweils ein Tier gab, das ein neues Umfeld benötigte.“
Zunächst heißt es aber für die Verstärkung, sich mit der neuen Umgebung, den bislang unbekannten Gerüchen und natürlich auch ihrem neuen Artgenossen Jack vertraut zu machen. Revierleiterin Isabell Specht erzählt: „Die ersten Tage sind für die Tiere sehr aufregend und von zahlreichen Eindrücken geprägt, weshalb das Kennenlernen und die Eingewöhnung aufmerksam von uns Tierpflegerinnen und Tierpflegern begleitet werden. Natürlich tauscht man sich im Vorfeld auch mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Einrichtung aus, daher hatten wir schon ein gutes Gefühl.“ Und zum Glück hat sich das auch voll bestätigt. „Die drei verstehen sich prima“, ergänzt Specht.
Es sieht also alles gut aus für die Zukunft der Ulmer Erdmännchen. Das neue Trio hat zusammengefunden und Tiergartenbesucherinnen und -besucher können Jack, Tucker und Suri dabei beobachten, wie sie ihr Zuhause künftig gemeinsam beleben, neue Gänge anlegen oder Spornschildkröte Linda als Aussichtspunkt benutzen.
Seit Anfang Oktober können Gäste die tierischen Bewohner von 10 bis 17 Uhr besuchen, Kassenschluss ist jeweils 30 Minuten vor dem Ende der Besuchszeit.








