Ulm: Gemeinderat besucht DEUTZ AG im Donautal – Auftakt einer neuen Besuchsreihe
Einblicke in Produktion, neue Antriebstechnologien und die Zukunft des Donautals: Der Gemeinderat zu Gast beim traditionsreichen Ulmer Motorenhersteller.
Mit diesen Fragen hat sich der Ulmer Gemeinderat bei einem Besuch der DEUTZ AG am 16. September 2026 beschäftigt. Der Termin bildete zugleich den Auftakt einer neuen Besuchsreihe der Stadt Ulm, die den regelmäßigen Austausch mit Unternehmen im Donautal stärken soll.
Gemeinderätinnen und Gemeinderäte besichtigten gemeinsam mit der Stadtspitze und Mitarbeitenden der Stadtverwaltung den Ulmer Standort des traditionsreichen Motorenherstellers und erhielten Einblicke in die verschiedenen Produktions- und Arbeitsbereiche.
DEUTZ im Donautal: Tradition trifft neue Antriebstechnologien
Die DEUTZ AG wurde 1864 gegründet und beschäftigt am Standort Ulm rund 500 Menschen. Nach Angaben des Unternehmens ist das Werk im Donautal innerhalb des Konzerns das globale Kompetenzzentrum für die Kleinserienfertigung von Motoren, die Aufbereitung von Ersatzteilen sowie die Produktion von Xchange-Motoren.
Darüber hinaus arbeitet der Standort an Batterien und Elektroantrieben für verschiedene Off-Road-Anwendungen. Damit verbindet der Ulmer Standort klassische industrielle Fertigung mit neuen Antriebstechnologien.
Oberbürgermeister Martin Ansbacher bezeichnete DEUTZ bei seinem Besuch als Beispiel dafür, wie sich ein traditionsreiches Industrieunternehmen weiterentwickeln kann. Auch das Ulmer Münster im Firmenlogo unterstreiche die Verbindung des Unternehmens zum Wirtschaftsstandort Ulm.
Einblicke in Produktion und Wiederaufbereitung
Nach einer Einführung durch Werksleiter Frederik Vogel erkundeten die Teilnehmenden das Unternehmen in Kleingruppen. Bei Rundgängen durch die Werkshallen erhielten sie Einblicke in zahlreiche Bereiche des Standorts.
Auf dem Programm standen unter anderem die mechanische Fertigung und Montage, Prüf- und Logistikprozesse sowie die Zerlegung, Aufarbeitung und Wiederaufbereitung von Motoren und Komponenten.
Im anschließenden Austausch ging es außerdem um die Anforderungen der Unternehmen an die künftige Entwicklung des Donautals.
Neue Besuchsreihe für Unternehmen im Donautal
Der Besuch bei DEUTZ ist Teil einer neuen Besuchsreihe der Stadt Ulm. Ziel ist es, den regelmäßigen Austausch zwischen Kommunalpolitik, Stadtverwaltung und den Unternehmen im Donautal auszubauen.
Die Reihe soll den jährlichen Besuch des Gemeinderats in der Wissenschaftsstadt ergänzen. Im Mittelpunkt steht dabei der direkte Einblick in die Unternehmen vor Ort sowie der Austausch über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und langfristige Perspektiven.
Gemeinsam mit der Initiative Donautal.Connect möchte die Stadt Ulm die Weiterentwicklung des Industriegebiets unterstützen. Im Donautal sind rund 200 Unternehmen mit etwa 20.000 Beschäftigten ansässig.
Masterplan Donautal soll Entwicklung begleiten
Ein wichtiger Baustein für die weitere Entwicklung des Industriegebiets ist der geplante Masterplan Donautal. Er soll verschiedene Themenbereiche zusammenführen – darunter die Innenentwicklung und vorhandene Flächenpotenziale, öffentliche und private Nutzungen sowie die soziale und technische Infrastruktur.
Auch der öffentliche Raum, Klimaschutz und Klimaanpassung sowie Fragen rund um Mobilität und Parkenwerden dabei betrachtet.
Der Besuch bei DEUTZ markiert damit den Auftakt einer Reihe, die künftig regelmäßig Einblicke in Unternehmen des Donautals ermöglichen und den Austausch über die Entwicklung des Ulmer Industriestandorts fördern soll.








