Landrat Alex Eder und die Unterallgäuer Bürgermeisterinnen und Bürgermeister besprechen wichtige Themen
Landrat trifft auf Bürgermeister
Unterallgäu. Bezahlbarer Wohnraum, die Sicherheit der Bevölkerung und der Wassercent - bei der Bürgermeister-Dienstbesprechung im Landratsamt Unterallgäu ging es um Themen, die Gemeinden und Landkreis gleichermaßen betreffen.
Dann stellte Florian Schuster, Geschäftsführer der Landkreiswohnungsbau Unterallgäu GmBH (LKWB), kurz das Unternehmen vor: Über die LKWB unterstütze der Landkreis Unterallgäu die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, hob Schuster hervor. Denn der Landkreis ist mit 60 Prozent an der LKWB beteiligt. Die Gesellschaft verwaltet 549 eigene Wohnungen und begleitet unter anderem Neubauprojekte. Schuster nannte einige Beispiele, bei denen die LKWB zusammen mit Unterallgäuer Gemeinden Bauprojekte umsetzt, etwa „Lebensräume für Jung und Alt“ in Ottobeuren und Bad Grönenbach oder „Wohnen in der Ortsmitte“ in Wolfertschwenden. Gerne sei die LKWB Partner für innovative Bauprojekte in den Unterallgäuer Gemeinden, betonte er.
Isabell Sittner-Zehner, Leiterin des Sachgebiets „Sicherheit und Ordnung“ am Landratsamt, stellte den aktuellen Stand des Projekts „SAFE-W“ Hochwasserfrühwarnsystem für den Landkreis vor. „SAFE-W“ steht für „Sicherheit“, „Alarmierung“, „Frühwarnung“, „Echtzeit“ und „Wassergefahren“. Im ersten Schritt soll ein Messnetzkonzept für den Landkreis erstellt werden, das Fragen beantwortet wie: „Wo sind Sensoren nötig? Was müssen diese erfassen? Wo sind neuralgische Punkte?“ Hier arbeite der Landkreis eng mit den Gemeinden zusammen, die dann je nach Detailgrad auch an der Finanzierung beteiligt werden sollen.
Des Weiteren klärte Sittner-Zehner über die Aufgabe der Gemeinden auf, einen Alarmkalender zu erstellen. Der „Alarmkalender“ ist eine Bedienungsanleitung, um in Krisen- oder Kriegssituationen die kritische Infrastruktur aufrecht zu erhalten, mit exakten Handlungsanweisungen zu verschiedenen Situationen. Landrat Eder betonte: „Es ist eine unserer wichtigsten Aufgaben, uns um die Sicherheit der Bevölkerung zu kümmern und den Staat handlungsfähig zu halten - auch im Falle von Krisen und Katastrophen.“ Das Hochwasser 2024 habe gezeigt, wie wichtig es sei, sich im Vorfeld auf verschiedene Szenarien vorzubereiten.
Christian Baumann, Leiter der Abteilung „Bauen und Umwelt“ klärte die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister über die staatliche Einführung des Wassercents auf: „Wasser bekommt einen echten Preis.“ Für einen Kubikmeter Grundwasser liege dieser bei 10 Cent. So solle ein Anreiz zur effizienten Nutzung der Wasserressourcen geschaffen werden. Die öffentlichen Wasserversorger können den Wassercent auf die Verbraucher umlegen. Mehr auch unter www.unterallgaeu.de/wassercent.
Abschließend erläuterte Landrat Eder noch das Modellregionengesetz, auch als „Einfach mal machen“-Gesetz bekannt: Landkreis und Gemeinden können beantragen, sich für einen bestimmten Zeitraum von der Anwendung einzelner landesrechtlicher Vorschriften freistellen zu lassen, als Modellregion. Welche Vorschriften ausgesetzt werden sollen, können die Kommunen derzeit vorschlagen. So soll überprüft werden, ob auf manche Regelungen verzichtet werden kann.












