1:1 gegen Union Berlin: FCA kassiert Ausgleich in der Nachspielzeit

Traumtor von Claude-Maurice reicht nicht aus

Trainer Manuel Baum sah es als Vorteil, dass der FC Augsburg nach der deutlichen 0:4-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach gar nicht viel Zeit zum Nachdenken hatte, sondern am heutigen Donnerstagabend direkt wieder die Chance auf Wiedergutmachung bestand – Union Berlin war zu Gast in der WWK-Arena.

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Bild: kolbert-press
Im Vergleich zur Pleite vom Sonntag gegen die Fohlen veränderte Baum seine Startelf auf gleich vier Positionen: Für Kömür, Massengo, Pedersen und Rieder rückten Jakic, Rexhbecaj, Giannoulis sowie erstmalig Winter-Neuzugang Gregoritsch in die Anfangsformation.

Anfangsphase eher unspektakulär

Nach einer frühen Unterbrechung wegen einer Behandlung von Ex-FCAler Khedira lief das Spiel erst einmal langsam an: Die erste Chance hatte Schäfer nach knapp 20 Minuten, der knapp neben das Tor köpfte, kurz darauf parierte Dahmen einen Schuss aus 15 Metern von Jeong. Weil auch Burke nach einer halben Stunde knapp vorbeizielte, stellten die Fuggerstädter mit nun 250 Minuten zu Hause ohne Gegentor einen neuen Heimrekord auf.

Unterbrechung wegen Flummis

Dann wurde das Spiel erst einmal unterbrochen, weil die Anhänger Flummi-Bälle auf den Rasen warfen und auf diese Weise gegen die Spielterminierung protestierten. Unter anderem deshalb gab es insgesamt sechs Minuten Nachspielzeit und die nutzten die Schwaben perfekt aus: Nachdem Schlotterbeck noch per Kopfball scheiterte, fasste sich Claude-Maurice kurz darauf ein Herz und zog aus 28 Metern einfach mal ab – unter Mithilfe der Latte landete sein satter Versuch im rechten Knick und sorgte für Jubelschreie auf den Rängen.

Viele Chancen auf beiden Seiten

Mit der knappen Führung ging es in die Kabinen, nach dem Wechsel brauchten beide Mannschaften etwas zum Reinkommen, ehe Claude-Maurice nach einer knappen Stunde fast den Doppelpack schnürte – doch er traf bei einem Freistoß aus guter Position nur den Pfosten. Auch Kade scheiterte kurz darauf am stark reagierenden Rönnow, auf der Gegenseite köpfte Querfeld knapp rechts am Tor vorbei.

Union Berlin gleicht in Unterzahl aus

In der Schlussphase ging es Schlag auf Schlag: Banks fand in Rönnow seinen Meister, Khedira setzte einen Ball im Sechzehner über den Kasten, Kömür jagte einen Ball aus 15 Metern ebenfalls drüber und Fellhauer brachte einen Ball aus spitzem Winkel nicht im Tor unter. Köhn sah in der 89. Minute sogar noch Rot wegen groben Foulspiels, doch der eingewechselte Ljubicic traf für die Eisernen in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich und so mussten sich die Schwaben mit dem einen Punkt zufrieden geben.

So geht es weiter

Der FC Augsburg empfängt am kommenden Sonntag (18. Januar) zum Auftakt der Rückrunde um 17:30 Uhr den SC Freiburg, während Union Berlin bereits zwei Stunden zuvor beim VfB Stuttgart antritt.