AELF bringt Speisekammer-Knowhow unserer Vorfahren in Erinnerung
Wer clever ist, sorgt vor – Mein Vorratskorb!“
Kempten – Ein bisschen Vorratshaltung betreibt jeder, schließlich kauft man haltbare Lebensmittel nicht täglich ein. Reis- und Nudelpackungen oder die Konserven mit Tomaten hat eigentlich jeder Haushalt im Schrank. Es kann jedoch Situationen geben, in denen etwas mehr Vorräte nötig sind.
Nicht zuletzt aus diesen Gründen rückt der Behördenleiter des AELF Kempten Rainer Hoffmann mit der neuen Kampagne „Auf jeden Fall vorbereitet – Mein Vorratskorb!“ eine vergessene Stärke wieder in den Fokus von heute: Vorratshaltung – eigentlich eine gute bayerische Tradition. „Unsere Vorfahren hatten Erfahrung darin, Lebensmittel länger haltbar zu machen und gut einzulagern. Dieses Wissen ist über die Jahrzehnte in vielen Haushalten in den Hintergrund geraten. Eine gut gefüllte Speisekammer war und ist kein Luxus, sondern Weitsicht. An dieses Können knüpfen wir wieder an,“ so Hoffmann.
Was gehört alles in Vorratskammer? Und wie viel? „Grundsätzlich sollten es möglichst lange haltbare Lebensmittel sein wie zum Beispiel Zwieback, Knäckebrot, Haferflocken, haltbare Milch, Nüsse, getrocknete Früchte oder Konserven. Diese können bei Raumtemperatur gelagert werden. Auch reichlich Wasser in Flaschen gehört zu den Lebensmitteln, die jede und jeder zu Hause bevorraten soll. Die Vorräte sollten aber auch für eine ausgewogene Ernährung sorgen, d.h. ausreichend Vitamine und Mineralstoffe liefern. Und sie müssen für Allergiker verträglich sein und der Familie wirklich schmecken“, erläutert Ernährungsberaterin Dr. Bischofberger. Und damit keine Lebensmittel verschwendet werden, sollten die Vorräte rechtzeitig verbraucht und wieder ersetzt werden. Hier gilt es zu beachten, dass neu gekaufte Vorräte immer hinter die älteren gestellt werden. Die Lebensmittel sollten in verschließbaren Behältern aufbewahrt werden und regemäßig auf Schädlingsbefall kontrolliert werden.
Wer den Vorrat gut plant, gewinnt zudem doppelt: Vorratshaltung hilft nicht nur „für den Fall der Fälle“, sie spart auch Zeit und oft sogar Geld im Alltag. Außerdem macht sie unabhängiger von Ladenöffnungszeiten. „Es geht nicht ums Hamstern. Es geht um vernünftiges Vorsorgen. Vorratshaltung ist ein Zeichen von Vernunft und auch Wertschätzung gegenüber den vielen, die täglich dafür arbeiten, dass Lebensmittel bei uns verfügbar sind – von der Landwirtschaft über das Handwerk bis hin zu Handel und Transport. Als AELF bieten wir Orientierung und zeigen, wie Vorsorge praktisch gelingt“, betont Hoffmann. „Vorratshaltung ist am Ende vor allem eins: Verantwortung. Für die Menschen im eigenen Haushalt – und auch für Nachbarn. Das ist gelebter Zusammenhalt.“
Wer noch keinen „Vorratskorb“ daheim angelegt hat oder unsicher ist, was hineingehört, der findet weiterführende Informationen zum Thema unter anderem auf der Internetseite des StMELF unter https://www.stmelf.bayern.de/ernaehrung/fuer-den-notfall-vorgesorgt-gut-gewappnet-fuer-den-fall/index.html. Zudem bieten auch andere Organisationen und Behörden hilfreiche Hinweise und praktische Tipps zum Thema; unter anderem unter https://www.vorratshaltung.bayern.de/, https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Ratgeber-Checkliste/ratgeber-checkliste_node.html, https://www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator/ (Vorratskalkulator des BMELH) sowie https://www.bzfe.de/kueche-und-alltag/kochen/lebensmittel-richtig-lagern.











