Full House im Kornhaus Kempten
Erste Podiumsdiskussion der Kemptener OB-Kandidaten
Ein breites Bündnis aus Kemptener Gruppen und Organisationen, bestehend aus dem ADFC Kempten-Oberallgäu, dem Architekturforum Allgäu e.V., dem Freundeskreis für ein lebenswertes Kempten und dem Caritasverband Kempten-Oberallgäu luden Kemptens Bürger zur ersten Podiumsdiskussion im Vorfeld der Kommunwalwahl in die gute der Stube der Stadt ein.
Die Besucherinnen und Besucher durften gespannt sein auf die unterschiedlichen Schwerpunkte der Teilnehmenden. „Wir haben sehr viel Geld in die Kindertagesstätten und Schulen unserer Stadt investiert – und das wird auch in den kommenden Jahren die Priorität Nummer eins bleiben“, sagte zum Beispiel OB Thomas Kiechle. „Ich möchte die Verwaltung effizient, digitaler, transparent und bürgernah auf Augenhöhe gestalten“, positionierte sich Christian Schoch von den Freien Wählern. „Es sind eher Themenkomplexe, die mich umtreiben und beschäftigten, und zwar als Allererstes Klima und Stadtentwicklung“, beschrieb Dominik Tartler, der für die Grünen, Future for Kempten (FFK) und Volt antritt, seine Position. Katharina Schrader (SPD) erklärte zu ihrem Fokus: „Das sind die Themen Wohnen in Kempten und Bildung, Kinder und Jugendliche – passend zu meinem aktuellen Arbeitsschwerpunkt im Stadtrat.“ Und Franz Josef Natterer-Babych von der ÖDP sagte: „Ganz entscheidend sind aus meiner Perspektive günstiges Wohnen und Energie, außerdem lege ich großen Wert auf eine saubere Stadt.“
Im Anschluss an die rund zweistündige Podiumsdiskussion waren die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, an das Saalmikrofon zu treten und ihre Fragen an die Kandidaten zu stellen.
Fazit/Kommentar
Wenngleich es bei diesem ersten Aufeinandertreffen nicht um Sieger und Besiegte ging, so lässt sich festhalten, dass der amtierende Oberbürgermeister Thomas Kiechle, CSU, die beste Figur abgab. Kiechle konnte sich zu allen Themen sachkundig und in der Tiefe äußern und darlegen, dass er im Falle seiner Wiederwahl alle städtisch relevantenThemen anpacken wird und sich sein Tun nicht auf einzelne Sparten und Wählergruppen beschränken wird. Kiechle sprach alle Bürger Kemptens an, auch die, die an diesem Abend nicht den Weg ins Kornhaus gefunden hatten. Treppenwitz am Rande der Veranstaltung. Der große Ansturm auf die Veranstaltung, insbesondere durch Besucher, die mit dem Fahrrad zum Kornhaus kamen, zeigte, dass es vor Ort an entsprechender Parkinfrastruktur für Radfahrer fehlt, vulgo, das gesamte Kornhaus war von Rädern aller Art zugestellt.











