Full House im Kornhaus Kempten

Erste Podiumsdiskussion der Kemptener OB-Kandidaten

Ein breites Bündnis aus Kemptener Gruppen und Organisationen, bestehend aus dem ADFC Kempten-Oberallgäu, dem Architekturforum Allgäu e.V., dem Freundeskreis für ein lebenswertes Kempten und dem Caritasverband Kempten-Oberallgäu luden Kemptens Bürger zur ersten Podiumsdiskussion im Vorfeld der Kommunwalwahl in die gute der Stube der Stadt ein.

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Die fünf Kemptener OB-Kandidaten fanden sich zur ersten großen Podiumsdiskussion im Kornhaus ein.Bild: Jörg Spielberg
Viele folgten der Einladung und schon bald erkannten die Veranstalter, dass weitere Räume für die zahlreich erschienene Bürgerschaft bestuhlt und geöffnet werden mussten. Die Veranstalter sorgten für vorbildliche Barrierefreiheit und Gebärdendolmetscherinnen. Durch den Abend führte die Herausgeberin und Chefredakteurin des Kemptener Stadtmagazin Anke Roser. Zum Duell vor rund 700 Bürgern im großen Kornhaussaal waren angetreten: Der amtierende Oberbürgermeister Thomas Kiechle (CSU), Christian Schoch (Freie Wähler/ÜP), Dominik Tartler (Grüne/FFK/Volt), Katharina Schrader (SPD) und Franz Josef Natterer-Babych (UB/ÖDP). Im Zentrum der Veranstaltung standen Themen wie nachhaltiger Städte- und Wohnungsbau, Klimaresilienz, Mobilität, Barrierefreiheit und Sicherheit auf Kemptens Straßen. Anke Roser befragte in den einzelnen Themenblöcken die OB-Kandidaten zu Ihrer Haltung und Plänen ab. Zwischen den Themenblöcken wurden die Kandidaten eingeladen, „Ja oder Nein" Fragen durch Heben eines grünen oder roten Daumen-Ikons zu beantworten.

Die Besucherinnen und Besucher durften gespannt sein auf die unterschiedlichen Schwerpunkte der Teilnehmenden. „Wir haben sehr viel Geld in die Kindertagesstätten und Schulen unserer Stadt investiert – und das wird auch in den kommenden Jahren die Priorität Nummer eins bleiben“, sagte zum Beispiel OB Thomas Kiechle. „Ich möchte die Verwaltung effizient, digitaler, transparent und bürgernah auf Augenhöhe gestalten“, positionierte sich Christian Schoch von den Freien Wählern. „Es sind eher Themenkomplexe, die mich umtreiben und beschäftigten, und zwar als Allererstes Klima und Stadtentwicklung“, beschrieb Dominik Tartler, der für die Grünen, Future for Kempten (FFK) und Volt antritt, seine Position. Katharina Schrader (SPD) erklärte zu ihrem Fokus: „Das sind die Themen Wohnen in Kempten und Bildung, Kinder und Jugendliche – passend zu meinem aktuellen Arbeitsschwerpunkt im Stadtrat.“ Und Franz Josef Natterer-Babych von der ÖDP sagte: „Ganz entscheidend sind aus meiner Perspektive günstiges Wohnen und Energie, außerdem lege ich großen Wert auf eine saubere Stadt.“ 

Im Anschluss an die rund zweistündige Podiumsdiskussion waren die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, an das Saalmikrofon zu treten und ihre Fragen an die Kandidaten zu stellen.

Fazit/Kommentar

Wenngleich es bei diesem ersten Aufeinandertreffen nicht um Sieger und Besiegte ging, so lässt sich festhalten, dass der amtierende Oberbürgermeister Thomas Kiechle, CSU, die beste Figur abgab. Kiechle konnte sich zu allen Themen sachkundig und in der Tiefe äußern und darlegen, dass er im Falle seiner Wiederwahl alle städtisch relevantenThemen anpacken wird und sich sein Tun nicht auf einzelne Sparten und Wählergruppen beschränken wird. Kiechle sprach alle Bürger Kemptens an, auch die, die an diesem Abend nicht den Weg ins Kornhaus gefunden hatten. Treppenwitz am Rande der Veranstaltung. Der große Ansturm auf die Veranstaltung, insbesondere durch Besucher, die mit dem Fahrrad zum Kornhaus kamen, zeigte, dass es vor Ort an entsprechender Parkinfrastruktur für Radfahrer fehlt, vulgo, das gesamte Kornhaus war von Rädern aller Art zugestellt.