Allgäuer Grünen-Politiker Thomas Gehring für (batterie-)elektrische Züge

«Mit Vollgas in die Zukunft»

Thomas Gehring, der bekannte Grünen-Politiker aus dem Allgäu und Vizepräsident des Bayerischen Landtags ist ein starker Befürworter der schnellen Elektrifizierung der Bahn im Allgäu. Dass das Allgäu bundesweit bahntechnisch als «Dieselloch» gilt, möchte Gehring, auch vor dem Hintergrund des Klimawandels, rasch ändern. Hierzu lud Thomas Gehring unlängst Experten der TU Dresden zu einer Online-Veranstaltung ein, bei der diese die Ergebnisse ihrer Studie „Antriebstechniken im Schienenverkehr in der Region Allgäu" darlegten. In der folgenden Pressemitteilung beurteilt der Grünen-Politiker auss einer Sicht die Ergebnisse der Studie wie folgt:

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Der Grünen-Politiker Thomas Gehring (MdL), Vizepräsident des Bayerischen Landtags, setzt sich vehement für die Elektrifizierung der Bahn ein.Bild: privat
„Überall wo die Bahn modern ist, ist sie schnell, fährt sie oft und fährt sie elektrisch unter Fahrdraht.“ Diesen Satz von Professor Arnd Stephan, Inhaber der Professur für elektrische Bahnen an der TU-Dresden, blieb vielen Zuhörern eines digitalen Fachgesprächs der Grünen noch lange im Gedächtnis.

Ein Fazit für den Allgäuer Landtagsabgeordneten Thomas Gehring lautet: „Eine Elektrifizierung ist die Voraussetzung für die Verbesserung der Qualität des Bahnverkehrs im Allgäu. Ob es um zusätzliche Linien im Fernverkehr für den Tourismus geht, um zusätzliche Halte in der Region oder eine Verbesserung von Direktverbindungen nach München - immer ist der E-Zug leistungsfähiger und wirtschaftlicher als der Diesel-Zug“.

Dabei müssten nicht alle Strecken im Allgäu mit einer Oberleitung vollständig elektrifiziert werden, sondern streckenweise könne die Bahn mit einer batteriebetriebenen oder wasserstoffgetriebenen Antriebstechnologie fahren. In der Abwägung stelle sich dabei der batterieelektrische Zug für das Allgäu als die bessere Variante heraus, denn dadurch könnten neue Verbindungen nach München geschaffen werden, Direktverbindungen nach Ulm erhalten werden und das auch absehbar wirtschaftlicher als mit Wasserstoffzügen. Auch die TU-Dresden empfiehlt Wasserstoffzüge nur auf Strecken mit einem schwachen Takt (maximal Stundentakt) und keinerlei Elektrifizierungsperspektive. Beide Kriterien treffen auf das Allgäu nicht zu.

Bahnexperte Roman Ohmayer erklärt: „Mit einer geplanten Elektrifizierung der Illertalbahn von Ulm bis nach Kempten und mit der schon realisierten Strecke München – Buchloe – Memmingen – Lindau haben wir die besten Möglichkeiten für den Einsatz von Batteriezügen. Jetzt müssen wir die weiteren Voraussetzungen schaffen. Dazu gehört vor allem, die Elektrifizierung Ulm – Kempten gleich bis nach Oberstdorf in einem Schritt durchzuführen.“ Landtagsabgeordneter Thomas Gehring kommt nach dem Gespräch mit den Experten zu dem Schluss: „Wir brauchen im Allgäu ein klares politisches Bekenntnis zur Elektrifizierung der Bahn mit Oberleitung und batteriegetriebenen Zügen. Dafür müssen wir uns parteiübergreifend und auf allen politischen Ebenen stark machen und mit einer Stimme sprechen“.