Augsburg: Fujitsu unterstützt Aktion Zukunft+ und Klimaschutzprojekt am Gymnasium bei St. Stephan
Als erstes Unternehmen beteiligt sich Fujitsu an der Aktion Zukunft+ in Augsburg. Mit Zukunft+-Zertifikaten werden das Projekt „St. Stephan ZERO“ und ein Trinkwasserprojekt in Eritrea unterstützt.
Die Stadt Augsburg hat für ihre Klimaschutzinitiative Aktion Zukunft+ erstmals ein Unternehmen als Unterstützer gewonnen. Der IT- und Digitalisierungskonzern Fujitsu beteiligt sich an der Initiative und finanziert mit dem Erwerb von Zukunft+-Zertifikaten sowohl ein lokales Klimaschutzprojekt als auch ein Vorhaben im Globalen Süden.
Nach Angaben der Stadt Augsburg verursacht das Gymnasium derzeit rund 56 Tonnen CO₂ pro Jahr. Mit dem Projekt sollen konkrete Maßnahmen umgesetzt und gleichzeitig Erfahrungen gesammelt werden, die später auch auf andere weiterführende Schulen in Augsburg übertragen werden können.
Oberbürgermeister sieht Modellcharakter für weitere Schulen
Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Florian Freund würdigte das Engagement von Fujitsu und des Gymnasiums bei St. Stephan. Das Vorhaben solle Strukturen schaffen, mit denen die Stadt die Klimaneutralität künftig schneller voranbringen könne.
Mittelfristig ist vorgesehen, die Erfahrungen aus dem Projekt auch für andere Schulen in Augsburg nutzbar zu machen. Das Gymnasium bei St. Stephan bringt dafür bereits Erfahrungen im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit und engagiert sich seit mehreren Jahren in diesem Themenfeld.
Mit „St. Stephan ZERO“ sollen diese Aktivitäten nun gebündelt, weiterentwickelt und anhand messbarer Ziele überprüft werden.
Fujitsu will Verantwortung vor Ort übernehmen
Fujitsu ist Mitglied im Blue City Klimapakt Wirtschaft und nach Angaben der Stadt das erste Unternehmen, das die Aktion Zukunft+ in Augsburg unterstützt.
Für das Unternehmen ist die Beteiligung Teil seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Dominik Sailer, Head of ESG & ISO Compliance bei Fujitsu, betont, dass Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung zum Selbstverständnis des Unternehmens gehören. Mit der Unterstützung der Aktion Zukunft+ wolle Fujitsu den eigenen Anspruch konkret umsetzen und sowohl in Augsburg als auch international Klimaschutzmaßnahmen fördern.
Gleichzeitig soll die Beteiligung weitere Unternehmen dazu bewegen, sich ebenfalls an der Initiative zu beteiligen.
Klimaschutzprojekt in Eritrea als zweiter Baustein
Neben dem Augsburger Schulprojekt fließen Mittel aus der Zukunft+-Beteiligung auch in das Projekt „Sauberes Trinkwasser in Eritrea“. Dabei geht es um die Bereitstellung nachhaltiger Wasserversorgung für Gemeinden, in denen Wasser bislang teilweise mit Brennholz abgekocht werden musste.
Geplant beziehungsweise unterstützt werden unter anderem pumpenbetriebene Bohrlöcher, die Instandsetzung bestehender Brunnen sowie deren langfristige Wartung. Durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser soll der Verbrauch von Brennholz reduziert werden. Gleichzeitig sollen sich die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessern.
Damit verbindet die Aktion Zukunft+ lokale Klimaschutzmaßnahmen in Augsburg mit einem internationalen Projekt zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen.
Was steckt hinter der Aktion Zukunft+?
Die Aktion Zukunft+ wurde ursprünglich 2023 vom Landratsamt München ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Landkreis Ebersberg und der gemeinnützigen Energieagentur Ebersberg-München wurde das Konzept entwickelt, um Klimaschutzprojekte über sogenannte Zukunft+-Zertifikate zu finanzieren.
Die Stadt Augsburg hat das Modell im Rahmen ihrer Blue City-Strategie übernommen und bringt die Aktion seit 2026 im Stadtgebiet voran.
Das Prinzip: Privatpersonen, Unternehmen, Organisationen und Kommunen können Zukunft+-Zertifikate erwerben und damit Klimaschutzprojekte finanzieren. Die Unterstützer können dabei selbst entscheiden, welches Projekt über Crowdfunding gefördert werden soll.
Ein Zertifikat kostet derzeit 20 Euro und entspricht dem Wert von einer Tonne CO₂. Die Beiträge werden zu gleichen Teilen für ausgewählte Klimaschutzprojekte in der Region und im Globalen Süden eingesetzt.
Augsburg will Klimaschutz stärker mit Unternehmen verknüpfen
Mit Fujitsu hat die Stadt nun den ersten Unternehmenspartner für die Aktion Zukunft+ gewonnen. Die Beteiligung zeigt zugleich, wie die Stadt Klimaschutzmaßnahmen stärker mit dem Engagement der lokalen Wirtschaft verbinden möchte.
Das Projekt am Gymnasium bei St. Stephan könnte dabei über die konkrete Einsparung von Treibhausgasen hinaus eine wichtige Funktion übernehmen: Die dort gewonnenen Erfahrungen sollen langfristig helfen, Klimaschutzmaßnahmen auch an weiteren Augsburger Schulen umzusetzen.
Weitere Informationen zur Aktion Zukunft+ sind über die entsprechenden Informationsangebote der Stadt Augsburg und der Aktion Zukunft+ verfügbar.












