Ärgerlich! Augsburger Panther verlieren Kellerduell gegen Bremerhaven mit 3:4

Kuriose Entscheidungen bescheren Augsburg nur einen Punkt

Endlich raus aus dem unteren Tabellenviertel! Das hatte sich Tray Tuomie’s Team nach dem Aus in der CHL nun endgültig auf die Fahnenstange geschrieben. Beim Heimspiel gegen die Fishtown Pinguins bot sich den Zuschauern ein kurioser Nervenkitzel. Neuzugang Scott Kosmatchuk beobachtete das Spielgeschehen noch von der Tribüne aus. In der Overtime mussten sich die Augsburger Panther dann mit 3:4 geschlagen geben.

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Bild: Kolbert Press
Da schau her! Nach dem Ausscheiden in der Champions Hockey League setzen die Panther nun alles auf die DEL, denn es gilt weiterhin, die Playoff-Plätze zu erreichen. Aus diesem Grund tätigte der AEV in dieser Woche einen Transfer. Der Kanadier Scott Kosmachuk verstärkt nun die Offensive. Beim heutigen Heimspiel gegen die Fishtown Pinguins kam er allerdings noch nicht zum Einsatz. Für den verletzten Olivier Roy stand Markus Keller zwischen den Augsburger Pfosten. Außerdem war Moritz Borst als Ersatzkeeper mit in den Kader gerückt.

Verhaltener Start - leichte Vorteile bei Augsburg


Einen recht ausgeglichenen und unspannenden Start erlebten beide Teams nach Anpfiff vor 5.041 Zuschauern im Curt-Frenzel-Stadion. Die Gastgeber verteidigten zwar konsequent, standen sich mit einem schlechten Passspiel allerdings immer wieder selbst im Weg. Die Hartnäckigkeit vor dem Tor von Bremerhavens Goalie Tomas Pöpperle zahlte sich erst in der elften Spielminute aus, als David Stieler durch Hereingabe von Trevelyan aus kurzer Distanz zum 1:0 einnetzen konnte. Das Tor schien beide Teams etwas wachgerüttelt zu haben, denn die Partie wurde hitziger und Augsburg zeigte sich weiterhin engagiert in der Offensive. Die knappe Führung konnte Augsburg für sich behalten.

Großchancen bleiben aus – Bremerhaven gleicht aus
 
Die Partie ging fair weiter, beide Mannschaften knüpften nahtlos an die zuvor gezeigten Defensivleistungen an. Zur Mitte des zweiten Drittels hatten die Unparteiischen immer noch keine Zeitstrafe vergeben. Angekündigt hatte sich der Ausgleich von Bremerhaven durch Brock Hooton also nicht unbedingt. Der 1:1 Ausgleich fiel in der 27. Spielminute, Keller hatte dabei keine Chance. Bremerhaven nahm den Aufschwung mit und nutzte jegliche Konzentrationsschwäche der Panther. Eine Großchance von Mitch Callahan im Alleingang auf das gegnerische Tor bliebt ungenutzt. Es wurde um jeden einzelnen Puck gekämpft. Scott Valentines Schuss striff die Latte und verpasste das Netz. Jakob Mayenschein zeigte eine hervorragende Partie und auch seine Kollegen warfen gegen Ende des zweiten Durchgangs alles in die Waagschale. Das Powerplay der Panther bot den Gästen mehr Möglichkeiten als gewollt, die Effizienz der Panther war in diesem Momentum nicht ausreichend.

Spannung bis zum Ende

Die Entscheidung sollte also im letzten Drittel fallen. Mit Schwung gingen die Panther in ihre zweiminütige Überzahl direkt nach dem Anpfiff. Die Gäste aus dem Norden zeigten sich weiterhin aufdringlich, wollten sie doch die beiden Niederlagen aus den letzten Spielen auswärts wieder ausbügeln. In der 48. Spielminute konnte Augsburg erstmals das Powerplay nutzen und eroberte durch Daniel Schmölz durch einen Schuss von der blauen Linie die 2:1 Führung zurück. Wieder wirkte Bremerhaven wie wachgerüttelt. In Unterzahl machten es die Panther zum Schluss noch einmal spannend und ließen erneut den Ausgleich der Gäste zu (Stefan Espeland, 2:2, 54. Minute). Und erneut: Bremerhaven nutzte seine 100 prozentige Powerplay-Ausbeite und übernahm nur eine Minute später die Führung. Tomas Sykora traf dabei blitzsauber ins rechte obere Eck (55'). Simon Sezemsky nahm wiederrum eine Minute später einen Gewaltschuss, der am Pfosten abprallte und dank einem geschickten Handgelenksschuss von Sahir Gill zum 3:3 Ausgleich in Überzahl genutzt wurde. So retteten sich beide Teams in die Overtime.

Drew LeBlanc lag der Siegtreffer gleich zu Beginn der fünf Verlängerungsminuten auf dem Schläger. Die Panther wirkten müde und durch einen phänomenalen Safe hielt Markus Keller sein Team im Spiel. Ein Videobeweis sorgte für eine längere Unterbrechung. Die „Kein Tor“ Entscheidung der Schiedsrichter fiel zu Missgunsten des AEV. Den nächsten und damit letzten Angriff strapazierte Bremerhaven, bis neben Markus Keller genug Platz frei war für Jan Urbas, um den 3:4 Siegtreffer zu erzielen.
 

Für die Augsburger Panther geht es am Sonntag den 24. November mit dem Auswärtsspiel bei den Eisbären Berlin weiter. Erstes Bully ist um 17 Uhr.